Der SC Imst ist in der Regionalliga West weiter im Vormarsch. Der Vorjahreszweite feierte gegen den FC Eurotours Kitzbühel den fünften Sieg in Serie und kletterte zumindest vorübergehend auf Rang drei. Beim verdienten 2:0-Heimerfolg sorgten Benjamin Schmiederer und Samuel Krismer für die entscheidenden Treffer. Im Hinblick auf den nächstwöchigen Kracher am Innsbrucker Tivoli könnte die Form der Imster nicht besser sein.

Foto: SC Imst
Die Imster lassen in diesen Tagen und Wochen mal überhaupt nichts anbrennen. Auch vor heimischem Publikum gegen Kitzbühel erwischte die beste Frühjahrsmannschaft der Westliga einen nahezu perfekten Start. Bereits in der 13. Minute leitete Benjamin Schmiederer einen Angriff ein und stand dann nach dem Stanglpass goldrichtig – das frühe 1:0 war die Folge.
„In den ersten 20 Minuten sind wir zu passiv geworden“, analysierte Kitzbühel-Trainer Michi Baur kritisch. Kurz vor der Pause mussten die Gäste dann den zweiten Rückschlag hinnehmen: Torhüter Petar Vidas spielte Samuel Krismer den Ball direkt in die Füße, der diese Einladung eiskalt zum 2:0 nutzte (36.).
Auch wenn die Aufgabe für Kitzbühel nach dem Zwei-Tore-Rückstand nicht einfacher wurde, gaben sich die Gamsstädter nicht auf. „Nach der Halbzeitpause hat man bei uns die Müdigkeit von den letzten Wochen gemerkt. Da waren wir nicht mehr so bissig", schilderte Imst-"Co" Niko Schneebauer. Derweil sah Baur die Vorteile auf seiner Seite: „In der zweiten Halbzeit war es ein guter Auftritt von uns. Wir waren spielbestimmend und haben bis zum Schluss alles probiert.“ Der mögliche Wendepunkt blieb jedoch aus: Der eingewechselte Mateus Kolenda verpasste nach einer Flanke von Lukasser-Weitlaner den Anschlusstreffer knapp. „Bei 2:1 wäre die Partie noch einmal richtig heiß geworden“, so Baur. Am Ende blieb es jedoch bei der torlosen Niederlage. „Unterm Strich hat Imst verdient gewonnen.“
Für Kitzbühel bedeutete das Ergebnis den Verlust des neunten Tabellenplatzes. Imst hingegen festigt seine starke Position und steht zumindest vorerst in den Top-3 der Westliga. Verfolger Kuchl liegt als Vierter zwar zwei Punkte zurück, hat jedoch zwei Spiele weniger absolviert. Am kommenden Freitag gastiert die Scheuer-Truppe bei Spitzenreiter Wacker Innsbruck. Aufgrund der Topform kommt das Duell der aktuell zwei stärksten Mannschaften der Liga für die Imster wohl gerade recht. „Auch da werden wir selbstbewusst auftreten und schauen, dass wir sie ärgern können", versichert Schneebauer. Kitzbühel fordert am Samstag Schwaz heraus.
👑 Die Besten bei Imst: Krismer, Casado
Samstag, 02.05.2026, 17:00, Velly-Arena Imst, Z: 350, SR: Tayfun Yilmaz
Imst: Christian Steinlechner, Alp Demir, Marko Jovljevic, Samuel Krismer, Luis Marberger, Benjamin Schmiederer, Danso Djana Casado, Lukas Lamp (K), Christoph Eller, Thomas Kofler, Benjamin Kraft Ersatz: Paolo Pixner, Florian Jamnig, Jan Filipp Schulz, Lorenzo Popovic, Roman Dablander, Marco Schultz |
Kitzbühel: Petar Vidas - Rene Lukasser-Weitlaner, Luka Redek, David Spak - Deniss Stradins, Thomas Ritter, Raul Baur (K) - Leonhard Ritter, Tim Feichtner, Mathias Madersbacher, Axel Krimbacher Ersatz: Nazar Penkovets, Wowo Sagno, Mateus Kolenda, Marcel Holaus, Joseph Junior Asante, Viktor Winter |
| Torfolge: | 1:0 Benjamin Schmiederer (13.) |
| 2:0 Samuel Krismer (36.) |