Zumindest für eine Nacht ist der FC Kufstein in der Regionalliga West die Rote Laterne los. Dank eines glatten 2:0-Heimerfolgs gegen den FC Pinzgau Saalfelden verließ das Gercaliu-Kollektiv erstmals seit September den letzten Tabellenplatz, den nun die Altach Juniors bekleiden. Die könnten aber morgen mit einem Punktgewinn zuhause gegen die Reichenau wieder vorbeiziehen.

Foto: Adi Aschauer
Der FC Kufstein hat sich nach langer Zeit am Tabellenende der Regionalliga West zumindest vorübergehend um eine Position verbessert. Seit der 10. Runde Schlusslicht, überholten die Tiroler mit einem 2:0-Heimsieg gegen den FC Pinzgau die Altach Juniors und sind nun Tabellenvorletzter. „Sehr wichtig, weil wir uns im Winter ja vorgenommen hatten, noch den einen oder anderen Platz gutzumachen“, erklärte Kufstein-Trainer Ronald Gercaliu nach dem aus seiner Sicht verdienten Erfolg. Durch den Sieg verkürzten die Tiroler zudem den Rückstand auf Lauterach auf einen Punkt und auf den heutigen Gegner auf drei Zähler. „Dass wir noch jemanden einholen, ist jetzt nicht mehr unrealistisch.“
Vor 100 Zuschauern feierte übrigens Keeper Mario Stockenreiter sein Comeback und überzeugte auf Anhieb. Der gebürtige Deutsche, der sein letztes Spiel in der Kufstein-Hütte Anfang August absolviert hatte, vertrat den verletzten Thomas Wimmer bestens. „Super von ihm, dass er uns in dieser Situation unterstützt. Er hat viel Sicherheit ausgestrahlt und zu null gespielt“, lobte Gercaliu. Auch spielerisch ging der Plan der Kufsteiner voll auf. „Wir wollten defensiv stabil stehen und offensiv unsere Chancen nutzen – das ist der Mannschaft gut gelungen“, so der Trainer. Beide Treffer fielen noch vor der Pause: In der 31. Minute verwertete Constantin-Sascha Marinkovic einen Stanglpass aus kurzer Distanz, ehe Stefan Lauf nach einem Ballverlust der Pinzgauer im eigenen Drittel aus rund 17 Metern zum 2:0 traf (40.). Nach Ansicht Gercalius hätte der Sieg sogar höher ausfallen können: „Wir hätten noch das dritte oder vierte Tor machen müssen, aber das ist Jammern auf hohem Niveau.“
Nach einem vermeintlichen Handspiel von Kufsteins Arda Dereköy, das Schiedsrichter Olcay Bingöl nicht ahndete, hatten die Saalfeldener noch Redebedarf. Kapitän Philipp Zehentmayr sah nach dem Abpfiff noch Gelb, Semir Gvozdjar gar Gelb-Rot. In der kommenden Runde trifft Kufstein auswärts auf Wals-Grünau, während der FC Pinzgau das Salzburger Süd-Derby gegen St. Johann bestreitet.
👑 Die Besten bei Kufstein: Stockenreiter, Kilic, Marinkovic, Lauf, Prosic, Gavric
Samstag, 16.05.2026, 17:00, Grenzlandstadion Kufstein, Z: 100, SR: Olcay Bingöl
Kufstein: Mario Stockenreiter, Kemal Kilic, Constantin-Sascha Marinkovic, Daniel Egger, Stefan Lauf, Sandro Gavric (K), Joseph-Samson Benjamin Akpara, Robert Martic, Elias Prosic, Bastian Pichler, Sepp-Renee Kollie Ersatz: Amar Taso, Sahin Karayün, Arda Dereköy, Dennis Beslic, Deni Lamce, Elias Egger |
FC Pinzgau: Nick Jurescha - Julian Rechenmacher, Felix Adjei, Gabriel Messias Reino Teixeira, Branimir Barisic - Marko Colic, Philipp Zehentmayr (K), Semir Gvozdjar, Joao Pedro Gomez Da Silva, Kauä Cesar De Souza Pinheiro - Dzejlan Halilovic Ersatz: Giovanni Müller, Elmin Delimehic, Loukas Andreas Pasiourtis, Kilian Oberperfler, Christoph Heugenhauser, Alexander Wangler |
| Torfolge: | 1:0 Constantin-Sascha Marinkovic (31.) 2:0 Stefan Lauf (40.) |
| Gelb-Rot: | Semir Gvozdjar (nach Spielende, Kritik) |