Der SV teampool Seekirchen hat sich im Auswärtsspiel bei der SVG Reichenau trotz großer Moral nicht belohnen können und musste sich am Ende knapp mit 3:4 geschlagen geben. Die Wallerseer kämpften sich nach einem zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand eindrucksvoll zurück, kassierten den entscheidenden Gegentreffer jedoch erst in der vierten Minute der Nachspielzeit. Besonders bitter aus Sicht der Gäste: Sekunden davor hatte Seekirchen selbst noch die große Chance auf den möglichen Sieg vergeben.

Foto: SVG Reichenau
„Für mich persönlich war es keine gute Partie. Im Endeffekt ging es darum, wer weniger Fehler macht – und das war Reichenau“, zeigte sich Seekirchen-Trainer Mario Lapkalo nach der Niederlage unzufrieden.
Besonders die erneute Anfälligkeit in der Defensive bereitete ihm Sorgen. Bereits zum zweiten Mal in Folge kassierte seine Mannschaft vier Gegentreffer. „So viele Tore kannst du gar nicht schießen, um solche Spiele zu gewinnen“, brachte Lapkalo seinen Ärger auf den Punkt.
Trotz der Niederlage zeigte Seekirchen viel Moral und kämpfte sich mehrfach eindrucksvoll zurück ins Spiel. Nachdem Jakob Singer Reichenau früh in Führung gebracht hatte (12.), glich Lukas Kauba noch vor der Pause zum 1:1 aus (36.).
Direkt nach dem Seitenwechsel schien die Partie jedoch zugunsten der Innsbrucker zu kippen: Singer (46.) und Fabian Kraxner (49.) sorgten mit einem schnellen Doppelschlag für eine Zwei-Tore-Führung der Gastgeber. Doch Seekirchen gab sich nicht geschlagen. Doppelpacker Michael Aigner brachte die Wallerseer mit Treffern in der 64. und 79. Minute wieder zurück.
Großen Anteil am Aufschwung hatte auch ein Dreifachwechsel von Trainer Mario Lapkalo. Die Hereinnahmen von Neumayr, Volkert und Sapozhnikov belebten das Spiel der Gäste deutlich. „Als ich gesehen habe, was Seekirchen noch auf der Bank hat, habe ich schon ein bisschen Angst bekommen“, gestand Reichenau-Coach Gernot Glänzer. „Das war schon im Herbst so – damals haben die Einwechselspieler ebenfalls den Unterschied gemacht.“
Am Ende blieb das bessere Ende aber den Tirolern vorbehalten. Nachdem Fabian Büchele die große Chance auf den Seekirchner Sieg vergeben hatte und an Heimkeeper Salih Ayazoglu gescheitert war, schlug Reichenau in der Nachspielzeit noch einmal zu: Mahmut Bozkurt erzielte in der 94. Minute den späten Treffer zum 4:3-Endstand.
„Ein individueller Fehler hat letztlich eine ausgeglichene Partie entschieden. Seekirchen hat sich damit selbst bestraft“, analysierte Glänzer nach dem turbulenten Spiel.
Mit der Niederlage büßte Seekirchen im Kampf um den Vizemeistertitel wichtige Punkte ein. Auf die derzeit zweitplatzierten Kuchler fehlen den Wallerseern weiterhin zwei Zähler.
Auch Imst konnte in der Tabelle vorbeiziehen: Durch den Sieg in Lauterach liegen die Tiroler zwar einen Punkt vor Seekirchen, haben jedoch bereits ein Spiel mehr absolviert. Damit bleibt das Rennen um Platz zwei weiter eng und offen.
👑 Die Besten bei Reichenau: Ja. Singer, Zangerl, Kraxner, Ayazoglu
Freitag, 22.05.2026, 18:30, Sportplatz Reichenau, Z: 150, SR: David Astl
Reichenau: Salih Ayazoglu, Lukas Zangerl, Mahmut Bozkurt, Fynn Christian Fuchs, Stefan Pribanovic, Fabian Kraxner, Max Forisch, Mario Kleinlercher (K), Sebastian Pittl, Jakob Singer, Lukas Hupfauf Ersatz: Matthias Schmidhofer, Elias Werner, Jonathan Singer, Denis Muslimovic, Matteo Wöber, Tim Wöber |
Seekirchen: Elias Pitterka, Patrick Brugger, Tobias Wechselberger, Fabian Büchele, Manuel Roider, Lukas Kauba, Simon Braun, Christoph Chudoba, Felix Eliasch (K), Michael Aigner, Lukas Can Hindler Ersatz: Severin Heuberger, Fabian Neumayr, Tobias Feldinger, Yehor Sapozhnikov, Jakob Kaunz, Aaron Boold Volkert |
| Torfolge: | 1:0 Jakob Singer (12.) 1:1 Lukas Kauba (36.) 2:1 Jakob Singer (46.) 3:1 Fabian Kraxner (49.) 3:2 Michael Aigner (64.) 3:3 Michael Aigner (79.) 4:3 Mahmut Bozkurt (94.) |