Spielberichte

Punkteteilung statt klarer Derbysieg: Hohenems trauert in Lustenau den ausgelassenen Top-Chancen nach

Nichts wurde es mit dem erhofften Derbysieg des VfB Hohenems an der Lustenauer Holzstraße. Trotz einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung und zahlreicher Top-Chancen kam die Mannschaft von Werner Grabherr beim FC Lustenau 1907 nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus. Der Fokus der Emser liegt jetzt voll und ganz auf dem VFV-Cup-Finale in der kommenden Woche.


Foto: Wolfgang Sulzberger 

 

Hohenems dominiert Derby, lässt aber Chancen liegen

„Wir haben es 60 Minuten lang richtig gut gemacht“, sagte Hohenems-Trainer Werner Grabherr. Vor 950 Fußballfans dominierten die Gäste das Derby klar. Einziger Kritikpunkt war, dass Hohenems zu diesem Zeitpunkt "nur" mit 2:0 führte. Die Treffer erzielten Luka Ancevski (34.) und Luca Vater (57.). „Eigentlich hätten wir das Spiel da schon entscheiden müssen. Wir haben viele klare, hundertprozentige Chancen vergeben“, erklärte Grabherr, der auch einen von Keeper Noah Küng parierten Strafstoß von Telat Ünal erwähnte. 

 

Mit viel Moral: Lustenau macht Zwei-Tore-Rückstand wett

Wie so oft im Fußball rächten sich die ausgelassenen Chancen. Die Gäste aus Hohenems wurden für ihre fahrlässige Chancenverwertung bestraft, denn die moralstarken Lustenauer holten den Zwei-Tore-Rückstand innerhalb von nur vier Minuten auf. Joker Simon Grabherr traf zunächst zum Anschluss (70.) und wenig später zum Ausgleich (74.). "Simon hat noch einmal neue Energie auf den Platz gebracht", lobte Lustenau-Sportchef David Grabher den Doppeltorschützen. 

In der Schlussphase sah FCL-Boy Simon Häfele noch Gelb-Rot (Grabher: "Eine Frechheit. Wegen nichts"), was Hohenems jedoch nicht mehr entscheidend nutzen konnte. Am Ende musste der VfB zwei verlorenen Punkten hinterhertrauern. „Aus einem möglichen 5:0 oder 6:0 ist ein 2:2 geworden. Wir hätten das Spiel klar gewinnen müssen“, resümierte Grabherr enttäuscht. Lustenaus Grabher sprach von einem glücklichen Punkt. "Mit den ganzen Ausfällen ein auch ein wohltuender."

 

Cupfinale im eigenen Stadion

Der Fokus des VfB Hohenems richtet sich nun auf das Endspiel im VFV-Cup am kommenden Mittwoch. Grabherr erwartet dabei eine ausgeglichene Begegnung: „Es wird eine 50:50-Partie, in der Tagesform, der Spielverlauf und auch der Schiedsrichter eine entscheidende Rolle spielen werden.“ Die Emser gehen mit dem Heimvorteil ins Spiel. Gespielt wird nämlich im Herrenriedstadion.

 

👑 Die Besten: Grabherr, N. Küng bzw. Ünal

 

 

 

 Regionalliga West, 32. Runde

Donnerstag, 04.06.2026, 11:00, Stadion an der Holzstraße Lustenau, Z: 950, SR: Felix Ouschan

 

 FC Lustenau 1907 2:2 (0:1) VfB Hohenems 

FC Lustenau: Noah Küng (K) - Mats Seible, Julian Hagen, Joshua Küng, Alin Mutu, Adrian Mendes - Emre Kadir Güven, Luis Hagspiel, Dominik Rottmann, Simon Häfele - Marcel Rizvanovic

Ersatz: Klaus Mendes, Felix Hörl, Matteo Fröwis, Poyraz Caglar, Simon Lukas Grabherr, Elias Vetter

Hohenems: Florian Eres - Carlos Berlinger, Luca Vater, Niklas Heimböck, Tim Wolfgang (K) - Luka Ancevski, Noel Gunz, Finn Marold - Mert Can Ünal, Bader Belhaj, Pierre Nagler

Ersatz: Max Michael Weiland, Andre Ganahl, Fabian Pernstich, Noel Bösch, Paolo Soranzo, Linus Winsauer

Torfolge: 

0:1 Luka Ancevski (34.)

0:2 Luca Vater (57.)

1:2 Simon Grabherr (70.)

2:2 Simon Grabherr (73.) 

Gelb-Rot: Simon Häfele (84., Kritik)