Sechs Tage nach der schmerzhaften 1:4-Heimniederlage im ÖFB-Cup blieb die erhoffte Wiedergutmachung für den FC Lustenau 1907 aus. Auch im Duell der Regionalliga West mussten sich die Vorarlberger dem FC Powerspine Kitzbühel geschlagen geben. Die Gamsstädter präsentierten sich erneut als das stärkere Team und sicherten sich dank der Treffer von Vitali Borsuk und Deniss Stradins einen verdienten 2:0-Erfolg.

Foto: Wolfgang Sulzberger
Wie man den FC Lustenau in die Schranken weist, haben die Kitzbüheler bereits in der Vorwoche eindrucksvoll bewiesen. In der ersten Runde des ÖFB-Cups feierten die Gamsstädter im Lustenauer Stadion an der Holzstraße einen klaren 4:1-Erfolg. Dass es zum Auftakt der Meisterschaft erneut gegen denselben Gegner ging, machte die Aufgabe laut Kitzbühels Trainer Michi Baur jedoch nicht einfacher. „Da muss man die Mannschaft schon auch warnen“, erklärte der Coach. Dass die Warnung berechtigt war, zeigte sich prompt. „Nach einer Ecke sind die Lustenauer völlig frei zum Kopfball gekommen. Da hätten wir auch 0:1 hinten sein können“, gab Baur zu.
Danach präsentierten sich die Kitzbüheler aber hochkonzentriert und stark. „In den ersten 30 Minuten haben wir es richtig gut gemacht“, zeigte sich Baur zufrieden. Bereits in der neunten Minute setzte Stefan Lauf mit einem ersten Warnschuss ein Zeichen, doch Lustenau-Torhüter Noah Küng konnte stark parieren. In der 16. Minute war der Schlussmann der Gäste jedoch machtlos: Stradins ließ mehrere Lustenauer stehen und legte per Ferse für Vitali Borsuk auf, der die Vorlage mit einem kompromisslosen Abschluss zur Führung verwertete.
Nur drei Minuten nach dem Führungstreffer sorgte Stradins erneut für Gefahr: Sein Schupferl verfehlte das Tor nur um wenige Zentimeter. In der 21. Minute belohnte sich der auffällige Offensivspieler schließlich für seine starke Leistung. Stradins zog vom rechten Flügel nach innen und versenkte den Ball über die Unterkante der Latte im Tor der Gäste. Auch danach ließen die Kitzbüheler nicht nach und bestimmten weiter das Geschehen. Einen Abschluss von Vitali Borsuk konnte Küng gerade noch an die Stange lenken. Wenig später blieb der Schlussmann bei einem weiteren Schuss des Kitzbühelers von der Strafraumgrenze erneut Sieger.
Kurz vor dem Halbzeitpfiff bot sich den Gästen plötzlich die große Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Beim Elfmeter von Thomas König bewies Kitzbühel-Goalie Petar Vidas jedoch starke Nerven, ahnte die richtige Ecke und parierte den Strafstoß.
Nach der Pause nahmen die Kitzbüheler etwas Tempo aus der Partie und schalteten ein paar Gänge zurück. „Wir haben zwar keine Torchance mehr zugelassen, sind aber selbst nicht mehr so zwingend gewesen“, analysierte Baur. Trotz des nachlassenden Offensivdrucks verwalteten die Gamsstädter ihren Zwei-Tore-Vorsprung souverän. „Der 2:0-Sieg ist verdient. Wir hatten zehn Top-Chancen. Vielleicht haben wir uns die Tore ja für andere Spiele aufgehoben“, meinte Baur mit einem Augenzwinkern.
Mit dem Auftakt in die neue Saison zeigte sich der Kitzbühel-Coach äußerst zufrieden. Gleichzeitig richtete er den Blick bereits nach vorne und mahnte zur Konzentration: „Ohne Lustenau schlecht zu reden, denke ich, dass jetzt Gegner kommen, die ein paar Prozent stärker sind. Wir müssen fokussiert bleiben.“
👑 Die Besten bei Kitzbühel: Markelic, Stradins
Freitag, 31.07.2026, 19:00, Sportstadion Kitzbühel-Langau , Z: 300, SR: Ali Mutlu
Kitzbühel: Petar Vidas - Luka Redek, Viktor Winter (K), Mathias Madersbacher, Raul Baur - Fabio Markelic, Taner Yildirim, Benedikt Huber - Vitali Borsuk, Deniss Stradins, Stefan Lauf Ersatz: Senad Hamzic, Marcel Holaus, Tim Feichtner, Jonas Schmidt, Thomas Ritter, Roland Quehenberger |
FC Lustenau: Noah Küng (K) - Moritz Beck, Julian Hagen, Luigi Scala Loureiro Junior, Bence Szin - Joshua Küng, Adrian Mendes, Simon Häfele - Julian Mair, Paul Hagen, Thomas König Ersatz: Klaus Mendes, Julius Wörndl, Luis Hagspiel, Batuhan Karakas, Philipp Hagspiel, Tobias Bischof |
| Torfolge: | 1:0 Vitali Borsuk (16.) 2:0 Deniss Stradins (21.) |