Schon wieder musste der SC EGLO Schwaz einem Rückstand hinterherlaufen – und schon wieder hatten die Silberstädter das bessere Ende für sich. Nach einer schwachen ersten Halbzeit drehte die Mannschaft von Akif Güclü gegen den FC Powerspine Kitzbühel nach der Pause mächtig auf und verwandelte einen 0:1-Rückstand binnen weniger Minuten in eine 2:1-Führung. Am Ende stand ein 3:1-Heimsieg und damit bereits der dritte Comeback-Erfolg in den ersten fünf Runden.
Foto: SC ELGO Schwaz
In den ersten vier Runden mussten die Schwazer jeweils einem Rückstand hinterherlaufen. Gegen Fügen und Röthis drehten die Silberstädter die Partie sogar noch und feierten am Ende einen Sieg, gegen Lauterach reichte es immerhin zu einem Remis. Lediglich zuletzt gegen Imst konnte die Niederlage nicht mehr abgewendet werden.
Auch gegen Kitzbühel gerieten die Schwazer zunächst ins Hintertreffen – doch wie so oft in dieser Saison hatte die Partie für die Silberstädter erneut ein Happy End parat. „Was meine Mannschaft immer wieder für eine Moral zeigt, ist unglaublich und für so eine junge Truppe alles andere als selbstverständlich“, grinste Schwaz-Trainer Akif Güclü.
Das Tiroler Derby gegen die Gamsstädter begann aus Sicht der Silberstädter denkbar schlecht. „In der ersten Halbzeit waren wir katastrophal und überhaupt nicht gut im Spiel. Kitzbühel war auch nicht stark, aber eben um das eine Tor besser“, schilderte Güclü.
Generell blieb das Niveau dieser Regionalliga-Partie vor dem Seitenwechsel überschaubar. Für den einzigen Treffer sorgte Stefan Lauf in der 24. Minute: Nach einem langen Einwurf und einem herrlichen Lochpass hob er den Ball über Schwaz-Keeper und stellte damit auf 1:0 für die Gäste. Mit diesem knappen Vorsprung ging es schließlich auch in die Pause.
Schwaz kam mit einer völlig anderen Energie aus der Kabine. „Wir haben ein komplett anderes Gesicht gezeigt, waren viel spritziger und viel giftiger“, konstatierte Güclü die deutliche Leistungssteigerung seiner Mannschaft.
Innerhalb von nur zwei Minuten drehten die Hausherren die Partie: In der 71. Minute traf Moritz Hupfauf zum Ausgleich, nur wenige Sekunden später schlug Florian Tipotsch zu - 2:1 (72.). In der Schlussphase machte der Doppelpacker endgültig den Deckel drauf. Nach Zuspiel von Alak traf Tipotsch zum 3:1 (84.). „In der zweiten Halbzeit waren wir aus meiner Sicht läuferisch überlegen. Aufgrund dieser zweiten Halbzeit haben wir am Ende auch verdient gewonnen“, jubelte Güclü über den nächsten Comeback-Sieg.
Mit zehn Punkten aus den ersten fünf Runden haben die Schwazer ihr erstes Etappenziel erreicht. Für die kommenden fünf Spiele wird bereits das nächste Punkteziel ins Visier genommen. Dabei würde sich Güclü allerdings etwas entspanntere Partien wünschen, in denen seine Mannschaft nicht ständig einem Rückstand hinterherlaufen muss. „Für meine Gesundheit wär's mit Sicherheit besser“, grinste der Schwaz-Coach.
👑 Die Besten bei Schwaz: Tipotsch, Heel, Dornauer, Hupfauf