Spielberichte

Mit Mut, Leidenschaft und Effizienz: Kitzbühel fügt Imst erste Saisonniederlage zu

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Der FC Powerspine Kitzbühel hat dem bisher makellosen SC Imst am Mittwochabend die erste Niederlage der laufenden Westliga-Saison zugefügt. In einer turbulenten Partie mit insgesamt fünf Treffern drehten die Gamsstädter einen 0:1-Pausenrückstand noch in einen 3:2-Heimsieg. Doppelpacker Benedikt Huber avancierte dabei zum Matchwinner. 

Foto: FC Powerspine Kitzbühel 

 

Kofler erlöst tonangebende Imster vom Elfmeterpunkt 

Aufgrund des ÖFB-Cup-Einsatzes der Kitzbüheler, die in der 2. Runde Bundesligist GAK mit 0:2 unterlagen, wurde die Partie vom Wochenende auf den heutigen Mittwochabend verlegt.

Unter Flutlicht und bei nassen Bedingungen hatten zunächst die Gastgeber die erste Möglichkeit. Raul Baur setzte einen tückischen Aufsetzer aufs Imster Tor, doch Keeper Christian Steinlechner lenkte den Ball zur Ecke (7.). Danach übernahmen allerdings die Gäste zunehmend das Kommando. Kitzbühel verteidigte leidenschaftlich, musste aber immer wieder gute Imster Abschlüsse zulassen. Ein Kopfball von Stefan Lorenz nach Flanke von Benjamin Kraft flog am Tor vorbei (18.). Kurz darauf prüfte Benjamin Schmiederer Kitz-Schlussmann Vidas mit einem Schuss aus der zweiten Reihe (20.).

Die bis dahin größte Chance vergab Danso Casado: Nach erneuter Vorarbeit des auffälligen Benjamin Kraft setzte er den Ball aus aussichtsreicher Position über das Tor (24.). Wenig später war Vidas erneut gefordert. Einen weiteren Abschluss von Schmiederer fischte er aus dem langen Eck, bei der anschließenden Ecke parierte der Kitzbüheler Schlussmann stark gegen Casado (41.). Kurz vor der Pause hatte Lorenz die nächste gute Gelegenheit, setzte den Ball von der Strafraumgrenze aber knapp am langen Pfosten vorbei (45.).

Quasi mit dem Pausenpfiff wurde es noch einmal turbulent: Casado ließ Madersbacher mit dem berühmt-berüchtigten „Eisenbahner-Schmäh“ stehen, Madersbacher traf den Imster Angreifer – Elfmeter! Beim Strafstoß entschied sich Thomas Kofler für die Mitte, während Vidas zur Seite abtauchte - 0:1 (45.+1).

 

Kitzbühel dreht Partie – Imst verliert Spiel und Kapitän

Nach einer personellen Umstellung (Tom Ritter ersetzte Taner Yildirim) in der Halbzeitpause präsentierten sich die Gamsstädter im zweiten Durchgang deutlich aggressiver und konzentrierter. Zwar hatten die Imster zunächst weiterhin mehr vom Spiel, wirklich gefährlich wurde es vor dem Kitzbüheler Tor diesmal aber kaum.

Die Hausherren hingegen schlugen innerhalb einer Viertelstunde gleich zweimal zu und drehten die Partie. Zunächst fuhr Gäste-Keeper Steinlechner bei einer Flanke von Lukasser-Weitlaner vorbei, Benedikt Huber sagte danke und stellte auf 2:1 (60.). In der 75. Minute wurde eine Baur-Ecke von Vitali Borsuk entscheidend ins lange Eck verlängert (75.). Imst reagierte prompt. Nur vier Minuten später konnte Vidas einen Schuss von Kofler lediglich nach vorne abwehren. Benjamin Schmiederer stand goldrichtig und verwertete den Abpraller zum 2:2-Ausgleich (79.).

Doch die Heimelf hatte noch einen Trumpf in der Hinterhand. Vidas schlug den Ball weit nach vorne, Benedikt Huber nahm das Leder überragend mit und blieb im Abschluss eiskalt. Mit seinem zweiten Treffer des Abends brachte er Kitzbühel in der 82. Minute erneut mit 3:2 in Front.

In der Schlussphase verteidigten die Hausherren die Führung clever. Statt sich tief zurückzuziehen, störten die Kitzbüheler die Imster bereits früh im Spielaufbau und nahmen den Gästen damit den Schwung. Erst nach dem Ausschluss von Kapitän Lukas Lamp (Gelb-Rot, 89.) bot sich Imst noch die große Chance auf den Ausgleich. Krismer setzte Kraft in Szene, dessen abgefälschter Schuss strich jedoch um wenige Zentimeter am langen Pfosten vorbei (90.+2).

Kurz darauf war Schluss: Kitzbühel feierte einen viel umjubelten 3:2-Erfolg und fügte den Imstern damit die ersten Verlustpunkte der laufenden Westliga-Saison zu.

Gleichzeitig endete eine bemerkenswerte Negativserie der Gamsstädter. Seit dem letzten Kitzbüheler Sieg gegen Imst im August 2019 hatten in den folgenden Direktduellen sieben Niederlagen und fünf Unentschieden zu Buche gestanden.

 

  

👑 Die Besten bei Kitzbühel: Pauschallob 

 

 

 

 Regionalliga West 2026/27, 6. Runde

Mittwoch, 09.09.2026, 19:30, Sportstadion Langau Kitzbühel, Z: 270, SR: Paul Nisandzic

 

 FC Powerspine Kitzbühel 3:2 (0:1) SC Imst 

Kitzbühel: Petar Vidas - Christoph Notdurfter, Rene Lukasser-Weitlaner, Luka Redek, Mathias Madersbacher, Raul Baur (K) - Fabio Markelic, Taner Yildirim, Benedikt Huber - Vitali Borsuk, Stefan Lauf

Ersatz: Senad Hamzic, Axel Krimbacher, Jonas Schmidt, Thomas Ritter, Viktor Winter, Roland Quehenberger

Imst: Christian Steinlechner, Philipp Viertler, Benjamin Schmiederer, Stefan Lorenz, Alp Demir, Samuel Krismer, Luis Marberger, Danso Djana Casado, Lukas Lamp (K), Thomas Kofler, Benjamin Kraft 

Ersatz: David Sukiasyan, Josef Tiefenbrunn, Thomas Moser, Kevin Tilg, Linus Zoppel, Hüseyin Celik

Torfolge: 

0:1 Thomas Kofler (45.+1) 

1:1 Benedikt Huber (60.)

2:1 Vitali Borsuk (75.)

2:2 Benjamin Schmiederer (79.)

3:2 Benedikt Huber (82.)

Gelb-Rote Karte: Lukas Lamp (89., Foul)