Was für eine Achterbahnfahrt im Stadion Hoferfeld: Der FC Wolfurt lag gegen SV typico Lochau bereits mit 0:2 hinten, kämpfte sich noch vor der Pause zurück und durfte wieder auf Punkte hoffen. Am Ende jubelten aber die Hausherren über einen knappen 3:2-Sieg. Speziell in der zweiten Halbzeit sorgten strittige Schiedsrichterentscheidungen für mächtig Zündstoff.

Foto: Meusburger FC Wolfurt
In der vergangenen Saison hatte Lochau beide direkten Duelle gegen Wolfurt jeweils mit 3:1 für sich entschieden. Auch diesmal stand für die beiden Aufsteiger einiges auf dem Spiel: Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge wollten sowohl Lochau als auch Wolfurt unbedingt zurück auf die Siegerstraße.
Rund 400 Zuschauer ließen sich das Westliga-Duell im Stadion Hoferfeld nicht entgehen. In der ersten Halbzeit waren es zunächst klar die Hausherren, die das Geschehen bestimmten. „Da waren wir die schlechtere Mannschaft“, musste auch Wolfurt-Coach Jürgen Maccani eingestehen. Die Überlegenheit schlug sich folgerichtig auch auf der Anzeigetafel nieder. Bojan Avramovic brachte Lochau bereits in der 8. Minute mit 1:0 in Führung. Nach etwas mehr als einer halben Stunde erhöhte Mete Dastan auf 2:0 (34.).
Doch die Gäste zeigten Moral und meldeten sich noch vor dem Pausenpfiff zurück. „Dass wir noch vor der Pause zum 2:2 gekommen sind, war schon sehr glücklich“, analysierte Maccani. Tatsächlich benötigten seine Schützlinge nur sechs Minuten, um aus dem Zwei-Tore-Rückstand eine Pattstellung zu machen. Yusuf Ömer Özüyer erzielte in der 39. Minute den Anschlusstreffer, ehe Finn Bolkart in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+1) für den Ausgleich sorgte.
Nach der Pause bekamen es die Wolfurter laut Trainer Jürgen Maccani nicht nur mit einem weiterhin engagierten Gegner, sondern auch mit dem Schiedsrichtergespann zu tun. „Die Schiedsrichterleistung war katastrophal“, ärgerte sich der Wolfurt-Coach nach dem Spiel.
Besonders die Rote Karte gegen Torhüter Robin Fink wegen Torraubs sorgte bei Maccani für Unmut. Auch beim entscheidenden Treffer der Lochauer durch Danijel Gasovic in der 80. Minute sah der Wolfurt-Trainer ein ungeahndetes Foulspiel vorausgehen. „Heute haben sie uns die Punkte gestohlen“, fand Maccani deutliche Worte.
Damit verlor Wolfurt das bereits vierte Direktduell mit Lochau in Serie. Während die Lochauer über den ersehnten Befreiungsschlag jubelten, zwei Tabellenplätze gut machten und nun bei sieben Punkten halten, bleiben die Wolfurter dank der weiterhin ausbleibenden Siege von Lustenau und Lauterach zumindest vorerst von den Abstiegsplätzen verschont. Brisant: Bereits in der kommenden Runde empfängt Wolfurt das Tabellenschlusslicht Lustenau. Da gilt für Maccani und Co.: Verlieren strengstens verboten. Derweil müssen die Lochauer bei den formstarken St. Johannern antanzen.
Samstag, 12.09.2026, 16:00, Stadion Hoferfeld Lochau, Z: 400, SR: Hasan Music
Lochau: Lukas Kusche - Robin Lhotzky, Danijel Gasovic, Fabio Feldkircher (K), Nelson Jamal Votu - Benjamin Kaufmann, Bojan Avramovic, Mete Dastan, Mohamad Tajelddin, Kevin Prantl - Tarkan Parlak Ersatz: Eray Pilik, Dimitrios Pepa, Lukas Andreas Feuersinger, Eldar Mehmedovic, Raphael Mathis, Maurice Alexander Mathis |
Wolfurt: Robin Fink, Stefan Umjenovic, Valerio Petrovic, Kilian Kalb, Alessandro Petrovic, Finn Bolkart, Yusuf Ömer Özüyer, Mehmeteren Bayraktar, Marian Zehrer (K), Felix Brüderlin, Martin Krizic Ersatz: Lorenz Wittwer, Aleksandar Umjenovic, Luca Kessler, Kauan Galhardo Ferrarini Brustolin, Luis Wille, Markus Müller |
Torfolge: | 1:0 Bojan Avramovic (8.) 2:0 Mete Dastan (34.) 2:1 Yusuf Ömer Özüyer (39.) 2:2 Finn Bolkart (45.+1) 3:2 Danijel Gasovic (80.) |
| Rote Karte: | Robin Fink (69., Torraub) |