Erst verschlafen, dann aufgedreht: Der SK St. Johann ließ sich gegen den SV typico Lochau vom frühen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen und drehte das Aufsteigerduell noch souverän. Nach dem 1:1 kurz vor der Pause legten Elias Prosic und Maximilian Seeber nach – am Ende stand ein 3:1 und der nächste St. Johanner Sieg.

Foto: Gabriel Marques / SK St. Johann
Beide Mannschaften waren mit reichlich Selbstvertrauen in das Aufsteigerduell gegangen. Während St. Johann seit vier Spielen ungeschlagen war und zuletzt sogar zweimal in Folge zu null spielte, hatte sich Lochau mit dem Heimsieg gegen Wolfurt etwas Luft im Tabellenkeller verschafft.
Im heimischen Koasastadion fanden die St. Johanner allerdings zunächst überhaupt nicht zu ihrem Spiel und konnten nicht nahtlos an die starke Leistung gegen Imst anknüpfen. „Wir haben nicht loslegen können und im Endeffekt 30 Minuten gebraucht, um ins Spiel zu kommen“, schilderte St.-Johann-Trainer Norbert Frey. Dabei habe seine Mannschaft phasenweise auch überheblich agiert.
In der 12. Minute wurde diese Nachlässigkeit prompt bestraft: Lochau-Knipser Tarkan Parlak blieb vom Elfmeterpunkt cool und stellte auf 0:1. „Dieses Hallo-wach-Erlebnis haben wir scheinbar gebraucht“, meinte Frey.
Denn ab der 30. Minute übernahm St. Johann zunehmend das Kommando und drückte bis zur Pause vehement auf den Ausgleich. Der sollte tatsächlich noch vor dem Seitenwechsel fallen: Mit dem Pausenpfiff verwertete Florian Schuler eine Hereingabe von der Seite aus kurzer Distanz zum 1:1 (45.+1). „Das war eine Frage der Zeit. Zum Glück noch vor der Pause“, schnaufte Frey durch.

Foto: Foto: Gabriel Marques / SK St. Johann
Nach dem Seitenwechsel machten die St. Johanner schließlich kurzen Prozess. Elias Prosic drehte die Partie bereits in der 49. Minute, ehe Maximilian Seeber in der 64. Minute für die Vorentscheidung sorgte.
Für Seeber sollte es damit aber noch nicht getan sein. „Er ist dann noch zweimal alleine vor dem Tor aufgetaucht. Mit den Chancen sind wir heute zu locker umgegangen“, kritisierte Frey die mangelnde Konsequenz im Abschluss.
Lochau gab sich dennoch nicht geschlagen, roch Lunte und investierte in der Schlussphase viel, um zumindest noch den Anschlusstreffer zu erzwingen. Wirklich gefährlich wurde es allerdings nicht mehr. „Bis zum Schluss war aber nichts mehr, wo man sagen könnte, das wäre eine hundertprozentige Chance gewesen“, stellte Frey klar.
👑 Die Besten bei St. Johann: niemand
Samstag, 19.09.2026, 14:00, Koasastadion St. Johann, Z: 200, SR: Ali Mutlu
St. Johann: Georg Pendl (K), Maximilian Gruber, Eric-Vasi Capeti, Robert Martic, Mohamed Chedi Hamad Afifeh, Christoph Bader, Florian Schuler, Stephen Owusu Akomeah, Elias Prosic, Thomas Herwig, Maximilian Seeber Ersatz: Giovanni Müller, Sebastian Gruber, Josef Gurschler, Christian Pauli, Benedikt Seeber, Maximilian Jurescha |
Lochau: Lukas Kusche - Robin Lhotzky, Danijel Gasovic, Fabio Feldkircher (K), Nelson Jamal Votu - Bojan Avramovic, Mete Dastan, Mohamad Tajelddin, Kevin Prantl - Tarkan Parlak, Maurice Alexander Mathis Ersatz: Eray Pilik, Bojan Isaijevic, Lukas Andreas Feuersinger, Eldar Mehmedovic, Guilherme Junio da Silva, Nicolas Constantin Messmer |
Torfolge: | 0:1 Tarkan Parlak (12.) 1:1 Florian Schuler (45.+1) 2:1 Elias Prosic (49.) 3:1 Maximilian Seeber (64.) |