Der FC Powerspine Kitzbühel hat im Derby gegen den FC Kufstein eiskalt zugeschlagen. Nach einer ereignisarmen ersten Hälfte stellten die Gamsstädter kurz vor der Pause die Weichen auf Sieg, legten nach dem Seitenwechsel nach und ließen sich auch vom späten Anschlusstreffer der Hausherren nicht mehr aus der Ruhe bringen. Während die Gamsstädter mit dem 2:1 an den Spitzenplätzen dranblieben, hadert Kufstein-Übungsleiter Ronald Gercaliu mit einer zu hohen Fehlerquote.
Foto: FC Powerspine Kitzbühel
Der FC Kufstein war gegen den Nachbarn aus Kitzbühel in der Vorsaison ungeschlagen geblieben. Diese Serie wollte die Gercaliu-Bande auch heuer fortsetzen. Die jüngsten Ergebnisse machten allerdings wenig Mut: Seit dem ersten Spieltag Anfang August warteten die Kufsteiner auf einen vollen Erfolg.
In einer über weite Strecken ereignisarmen ersten Halbzeit durften schließlich die Gamsstädter spät jubeln. Roland Quehenberger traf bei seinem Startelf-Debüt in der Westliga zum 0:1 (41.). Nach einem leichtfertigen Ballverlust von Kufsteins Diallo und dem anschließenden Zuspiel von Borsuk ließ sich Quehenberger nicht zweimal bitten und vollstreckte. „Da darfst du den Ball einfach nicht verlieren“, wusste Kufstein-Coach Ronald Gercaliu.
Kitzbühel legte nach der Pause nach. Bei einem abgefälschten Schuss von Borsuk, der ins lange Eck flog, war Kufstein-Keeper Paul Schermer völlig chancenlos – 0:2 (58.). „In den letzten Spielen haben wir zu viele Chancen des Gegners zugelassen. Das haben wir heute eindeutig besser gemacht“, zeigte sich Kitz-Coach Michi Baur zufrieden.
Im Finish mussten die Gamsstädter allerdings noch einmal zittern. Brahima Diallo brachte Kufstein mit einem sehenswerten 18-Meter-Hammer in der 84. Minute noch einmal heran. Mehr war für die Hausherren in den Schlussminuten aber nicht drin. „Wir hatten keine Durchschlagskraft. Uns haben Kraft und Wille gefehlt“, wurde Gercaliu deutlich. Entsprechend bedient war der Kufstein-Coach nach der knappen Derbypleite: „Mit so vielen Eigenfehlern wirst du nie ein Spiel gewinnen. Wir haben nicht die Selbstverständlichkeit, dass wir vorne drei, vier Tore machen. Die Eigenfehler müssen wir dringend abstellen.“
Baur durfte sich hingegen über einen wichtigen Dreier freuen. „Weil wir so den Anschluss an die Spitzenplätze gehalten haben.“ Eine Glanzleistung sei es zwar nicht gewesen, räumte der Kitz-Coach ein, dafür „ein Charakterspiel, in dem wir nicht viel zugelassen und unsere eigenen Chancen konsequent genutzt haben.“
👑 Die Besten bei Kitzbühel: Borsuk, Feichtner
Samstag, 19.09.2026, 15:00, Grenzlandstadion Kufstein, Z: 200, SR: Tayfun Yilmaz
Kufstein: Paul Schermer, Brahima Diallo, Kemal Kilic, Maysson Meïté, Sandro Gavric (K), Marcel Prosic, Aboubacar Cisse, Alessandro Discetti, Bastian Pichler, Paul Jouini, Gentian Vokri Ersatz: Andreas Tokic, Emir Duran, Arda Dereköy, Lukas Hofmann, Lukas Grömansberger, Franjo Stanic |
Kitzbühel: Petar Vidas - Christoph Notdurfter, Rene Lukasser-Weitlaner, Luka Redek, Mathias Madersbacher, Raul Baur (K) - Fabio Markelic, Tim Feichtner - Vitali Borsuk, Stefan Lauf, Roland Quehenberger Ersatz: Senad Hamzic, Taner Yildirim, Axel Krimbacher, Jonas Schmidt, Thomas Ritter, Viktor Winter |
Torfolge: | 0:1 Roland Quehenberger (41.) 0:2 Vitali Borsuk (58.) 1:2 Brahima Diallo (84.) |