Die Moral des SC EGLO Schwaz ist einfach unfassbar! Die Silberstädter lagen bei der SVG Reichenau erneut hinten, drehten das Tiroler Derby aber dank eines Freistoßes und einer direkt verwandelten Ecke noch vor der Pause auf 2:1. Weil beide Teams nach dem Seitenwechsel ihre Chancen liegen ließen, brachte Schwaz den knappen Vorsprung über die Zeit und feierte bereits den vierten Sieg in Folge. Für die Reichenau bleibt dagegen weiter Sand im Getriebe.

Foto: SC EGLO Schwaz
Bei der Reichenau läuft es derzeit alles andere als rund. Gerade einmal zwei Punkte aus den vergangenen vier Spielen sprachen schon vor dem Tiroler Derby gegen Schwaz Bände. „Zurzeit werden wir in die Mangel genommen“, stöhnte Reichenau-Betreuer Gernot Glänzer.
Umso größer war die Freude, als Christoph Eller in der 12. Minute eine missglückte Kopfballrückgabe zum Keeper übernaserte, dazwischenspritzte und Schwaz-Goalie Lukas Wackerle keine Chance ließ – 1:0. Dass ein Rückstand die Silberstädter in dieser Saison allerdings nur selten aus dem Konzept bringt, zeigte sich einmal mehr. Elf Minuten nach dem Führungstreffer der Heimelf stellte Mehmet Sahin per Freistoß bereits wieder auf 1:1. „Da ist unsere Mauer aufgegangen“, kommentierte Glänzer mit einer Portion Verzweiflung.
Die wurde kurz darauf noch größer, als Sahin eine Ecke direkt zum 1:2 verwandelte (38.) und Eller per Kopf einen Sitzer ausließ. „Momentan werden wir halt auch mit allem bestraft.“
Nach der Pause entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Hausherren fanden dabei ebenso gute Möglichkeiten auf den Ausgleich vor wie die Schwazer auf die Vorentscheidung – doch beide Seiten ließen ihre Chancen liegen.
„Gut für uns, dass keine Mannschaft ihre Möglichkeiten nutzen konnte“, grinste Schwaz-Coach Akif Güclü, dessen Truppe den knappen Vorsprung schließlich über die Ziellinie brachte. „Bei der Reichenau ist es immer schwer – egal, auf welchem Tabellenplatz sie steht und wie es bei ihr läuft. Eine gute Mannschaft, die momentan einfach einen Querlauf hat“, so Güclü weiter.
Der Schwaz-Coach sprach am Ende von einem „nicht unverdienten Sieg“, räumte aber ein: „Auch ein Unentschieden wäre okay gewesen. Das war jetzt unser vierter Sieg in Folge. Am Montag habe ich der Mannschaft freigegeben. Wir wollen den Schwung ins nächste Spiel mitnehmen.“
In der kommenden Runde wartet auf die Silberstädter bereits das nächste Tirol-Duell gegen die WSG Juniors. Die Reichenau bekommt es indes mit Kitzbühel zu tun und musste nach der bereits fünften Saisonniederlage in der Westliga die nächste bittere Pille schlucken. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat eine gute Leistung gezeigt. Ich finde, dass wir sogar den Sieg verdient gehabt hätten. So stehen wir mit null Punkten da. Das passt zur momentanen Situation“, haderte Glänzer.
👑 Die Besten: Eller, Hupfauf, Abali, Singer bzw. Wackerle, Löschl, Dornauer, Sahin
Samstag, 03.10.2026, 16:00, Kunstrasenplatz Reichenau, Z: 250, SR: Cemil Et
Reichenau: Emanuel Ponholzer, Lukas Zangerl, Sefik Abali, Ömer Köken, Stefan Pribanovic, Mahmut Bozkurt, Christoph Eller, Marko Jovljevic, Matteo Wöber, Jakob Singer, Lukas Hupfauf (K) Ersatz: Johannes Ungerank, Denis Muslimovic, Luca Marchiori, David Stoppacher, Fynn Christian Fuchs, Mateo Hilber |
Schwaz: Lukas Wackerle, Simon Plattner, Can Alak, Nicolas Jäkel, Paul Heel, Florian Tipotsch (K), Mehmet Ali Sahin, Raphael Rauch, Max Löschl, Elija Dornauer, Daniel Osuji Ersatz: Lukas Angerer, Julius Donabauer, Moritz Hupfauf, Josip Steko, Alexander März, Cemil Erdogan |
Torfolge: | 1:0 Christoph Eller (12.) 1:1 Mehmet Sahin (23.) 1:2 Mehmet Sahin (38.) |