Fünf Spiele lang blieb die SVG Reichenau sieglos, doch gegen den formstarken FC Powerspine Kitzbühel platzte der Knoten. Sefik Abali ebnete den Weg, Lukas Hupfauf und Christoph Eller machten den Deckel drauf. Ein kurioser Freistoßtreffer von Raul Baur änderte nichts mehr am Heimerfolg, der nicht nur die Durststrecke der Innsbrucker beendete, sondern auch ordentlich Selbstvertrauen für das nächstwöchige Duell gegen Tabellenführer Hohenems liefert.

Foto: SVG Reichenau
Fünf Spiele ohne Sieg – bei der Reichenau war zuletzt ordentlich Sand im Getriebe. Ausgerechnet gegen die formstarken Kitzbüheler, die ihre vergangenen drei Partien allesamt gewonnen hatten und dabei sogar auf der Dornbirner Birkenwiese erfolgreich waren, schien die nächste schwierige Aufgabe zu warten. Doch auf dem Kunstrasen kam alles anders als erwartet.
„Wir waren gleich konzentriert wie in der letzten Woche, wo uns ein Erfolgserlebnis ja nicht vergönnt war“, erinnerte sich Reichenau-Trainer Gernot Glänzer an die knappe 1:2-Heimniederlage gegen Schwaz. Von einem Fußball-Leckerbissen wollte Kitzbühel-Coach Michi Baur hingegen nicht sprechen: „Es war kein Schlager, kein Reißer. Man hatte irgendwie das Gefühl, dass das erste Goal heute entscheidet.“
Und tatsächlich sollte genau dieser erste Treffer den Bann brechen. In der 37. Minute schlugen die Hausherren nach einem Eckball zu: Sefik Abali stieg am höchsten und köpfelte die Reichenauer mit 1:0 in Führung.
Auch ein doppelter Wechsel zur Pause brachte die Gamsstädter nicht auf Touren: Yildirim und Stradins kamen für Feichtner und Huber, am Spielgeschehen änderte sich zunächst aber wenig. „Wir hatten viel Ballbesitz, aber nach vorne rein waren wir zu ungefährlich“, analysierte Baur.
Die Reichenau hingegen erwischte einen Start nach Maß in die zweite Hälfte. Direkt nach Wiederanpfiff drückte Lukas Hupfauf nach zwei Querlegern zum 2:0 ab (46.). Als Christoph Eller in der 74. Minute auch noch einen eleganten Lupfer zum 3:0 auspackte, war die Messe gelesen.
Ein kurioser Freistoßtreffer von Baur sorgte schließlich nur noch für Ergebniskosmetik: Sein ruhender Ball von der Mittellinie wurde immer länger und sprang ohne weitere Berührung ins lange Eck (79.). An der vierten Saisonniederlage der Kitzbüheler änderte das freilich nichts. „Die Reichenau hat uns in der zweiten Halbzeit aus zwei Chancen zwei Tore gemacht. Passiert. Nächste Woche wollen wir es wieder besser machen“, hakte Baur die Pleite pragmatisch ab.
Auf der Gegenseite war die Erleichterung dagegen deutlich spürbar. Glänzer strahlte nach dem Ende der Durststrecke: „Dieser Sieg war längst fällig. Wir haben gewusst, dass Kitzbühel eine gute Mannschaft ist, die gut Fußball spielt. Vielleicht liegt uns das einfach besser.“ Und wenn Glänzers Vermutung stimmt, könnte der nächste Gegner gerade recht kommen: Tabellenführer Hohenems.
👑 Die Besten bei Reichenau: Eller, Hupfauf, Zangerl, Fuchs
Samstag, 10.10.2026, 14:00, Kunstrasenplatz Reichenau, Z: 400, SR: Andreas Staudinger
Reichenau: Emanuel Ponholzer, Lukas Zangerl, Sefik Abali, Stefan Pribanovic, Mahmut Bozkurt, Christoph Eller, Marko Jovljevic, Matteo Wöber, Fynn Christian Fuchs, Jakob Singer, Lukas Hupfauf (K) Ersatz: Johannes Ungerank, Ömer Köken, Luca Marchiori, Clemens Hubmann, Max Forisch, Mateo Hilber |
Kitzbühel: Petar Vidas - Christoph Notdurfter, Rene Lukasser-Weitlaner, Luka Redek, Mathias Madersbacher, Raul Baur (K) - Fabio Markelic, Tim Feichtner, Benedikt Huber - Vitali Borsuk, Stefan Lauf Ersatz: Senad Hamzic, Taner Yildirim, Axel Krimbacher, Deniss Stradins, Thomas Ritter, Viktor Winter |
Torfolge: | 1:0 Sefik Abali (37.) 2:0 Lukas Hupfauf (46.) 3:0 Christoph Eller (74.) 3:1 Raul Baur (79.) |