Ein wilder Abend in der 1. Klasse Mitte-West: Der ASKÖ Oberbank Ampflwang und Union SGS Dorf an der Pram trennen sich 4:4. Emrah Becirevic schnürt einen Viererpack, doch nach einer Ecke in Minute 90+4 trifft Lukas Dobler zum Ausgleich. Sektionsleiter Peter Haider spricht von einem hart geführten, chancenreichen Spiel und hadert mit dem ganz späten Gegentreffer – trotz eines über weite Strecken starken Auftritts und einer 3:1-Pausenführung.

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Die ersten Takte gehörten den Gästen. „Dorf hatte in den ersten 20 Minuten mehr Spielanteile“, ordnete Peter Haider ein. Umso überraschender fiel dann die Führung der Hausherren: In Minute 31 staubte Emrah Becirevic zum 1:0 ab. Die Antwort kam prompt – Marcel Deller glich nur zwei Minuten später zum 1:1 aus. Danach kippte die Partie Richtung Ampflwang. „Wir haben dann gedrückt und das Spiel in die eigenen Hände genommen“, sagte Haider. Wieder war es Becirevic, der in der 39. Minute zum 2:1 traf. Und kurz vor dem Pausenpfiff legte der Goalgetter noch einmal nach: In Minute 45+1 stellte er auf 3:1. „Die beiden Treffer vor der Pause sind bei uns aus Kontern entstanden, und der Kampfgeist war richtig gut“, so der Sektionsleiter, der auch betonte: „Es war sehr viel Kampf, sehr viele Torchancen auf beiden Seiten.“ Mit diesem klaren Vorsprung ging es in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel verlor Ampflwang die Ordnung. „In der zweiten Halbzeit war unsere Abwehr nicht stabil“, ärgerte sich Haider. Genau das nutzte Dorf/Pram eiskalt: Muris Midzic verkürzte in Minute 59 auf 3:2, und nur drei Minuten später stellte Doppeltorschütze Marcel Deller auf 3:3. „Wir bekommen das 3:3 innerhalb von drei Minuten“, fasste Haider die kritische Phase zusammen. Ampflwang steckte jedoch nicht auf. „Wir haben nicht aufgegeben“, sagte der Funktionär – und wieder war es der Mann des Abends: Emrah Becirevic erzielte in der 80. Minute sein viertes Tor und brachte die Hausherren erneut in Führung. Doch der Schlusspunkt tat weh: „In der 94. Minute kriegen wir nach einem Eckball das 4:4“, so Haider. Den entscheidenden Ball wuchtete Lukas Dobler über die Linie. „Bis zur 94. Minute haben wir alles im Griff gehabt“, haderte der Sektionsleiter mit den letzten Sekunden eines intensiven Spiels.
Auch wenn es sich nach dem späten Ausgleich wie zwei verlorene Punkte anfühlte, fand Haider viele positive Ansätze. „Der Kampfgeist war sehr in Ordnung“, betonte er, und hob seinen Angreifer hervor: „Wir haben einen sehr guten Stürmer, der vier Tore erzielt hat.“ Mit vier Treffern trug Emrah Becirevic den ASKÖ nahezu im Alleingang. In der Tabelle bleibt Ampflwang als 13. mit 17 Punkten im Hinterfeld, während Dorf/Pram mit 36 Zählern auf Rang sieben notiert ist – ein Remis, das beiden Seiten zumindest einen Punkt bringt. Diskussionen gab es keine: „Der Schiedsrichter war gut“, stellte Haider klar. Und der Ausblick ist eindeutig: „In der letzten Runde müssen wir so gut auftreten wie heute.“ Dass man trotz später Enttäuschung Moral gezeigt hat, könnte in der Schlussrunde noch einmal Energie freisetzen.