Spielberichte

Abdic erlöst Frankenburg: 1:0 gegen Pichl macht den Meistertitel fix

TSV Frankenburg
SV Pichl 1963

In der 1. Klasse Mitte-West feierte der TSV Baugruppe Schmid Frankenburg im Heimspiel gegen den SV SPAR Hochhauser Pichl 1963 einen 1:0-Sieg – und machte damit den Meistertitel fix. Nach torloser erster Hälfte traf Elmas Abdic in Minute 53 zur Erlösung. Trainer Jürgen Wüstenhagen sprach von einem Pflichtsieg am großen Tag: „Wir haben gewinnen müssen, und wir haben es perfekt hingebracht.“ Ein Abend, der dem Spitzenreiter die Krone brachte und dem Verein die Belohnung für eine lange, starke Saison bescherte.

Mannschaft schwört sich vor dem Spiel ein - im Vordergrund ist das Tor zu sehen

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Geduld vor der Pause, Erlösung nach 53 Minuten

Frankenburg ging mit einer klaren Aufgabe in dieses Spiel: Drei Punkte sollten her, um die Saison zu krönen. Entsprechend fokussiert startete die Heimelf, suchte vom Anpfiff weg die Initiative und hatte über weite Strecken mehr vom Spiel. Pichl stemmte sich dagegen, die Partie blieb eng, zur Pause stand es 0:0. Auch das passte zur Spannung dieses Abends: viel Aufwand, noch kein Treffer. Kurz nach dem Seitenwechsel kippte die Sache. In der 53. Minute setzte Frankenburg den gegnerischen Aufbau unter Druck, Elmas Abdic schnappte sich die Kugel und machte das 1:0. „Elmas ist aufs Tor gegangen und hat ihn auf der rechten Seite vorbeigeschoben – das war die Erlösung fürs ganze Spiel“, erklärte Wüstenhagen. Genau dieses 1:0 gab die Sicherheit, die bis zum Schlusspfiff hielt.

Einstellung, Kollektiv und der Glaube an den großen Abend

Der Trainer rückte nach dem Abpfiff vor allem die Einstellung in den Mittelpunkt. „Die Einstellung war einfach top“, sagte Wüstenhagen. Er habe seine Mannschaft auf den Moment eingeschworen: „Ich habe ihnen gesagt, so ein Spiel hat man vielleicht nur einmal im Leben – und heute können wir zu Hause Geschichte schreiben.“ Der Funke sprang über, getragen von vielen Zuschauern am Platz. Der Coach sah sein Team über 90 Minuten als verdienten Sieger und ordnete den Erfolg in die gesamte Saison ein: „Über das ganze Jahr waren wir fast durchgehend Erster, also sind wir auch verdient Meister geworden.“ Die Grundlage dafür war das Kollektiv. „Erfolgreich sein heißt, ein starkes Kollektiv zu haben“, betonte er – und genau das war an diesem Tag der Unterschied.

Respekt vor Pichl, Lob für den Unparteiischen – und ein unglaublicher Tag für den TSV

Trotz Titel-Ekstase blieb der Blick auf den Gegner respektvoll. „Pichl war brutal stark, mit guten Einzelspielern. Sie haben nicht locker gelassen und uns nichts geschenkt“, sagte Wüstenhagen. Während der Gast oft mit langen Bällen agierte, vertraute Frankenburg weiter auf Fußball statt Bolzen – aus Sicht des Trainers ein Schlüssel zum 1:0. Auch der Unparteiische bekam gute Noten: „Der Schiedsrichter war immer auf der Höhe und hat eine gute Leistung gebracht.“ Was dieser Abend für den Verein bedeutet, fasste der Coach persönlich: „Ich habe die Mannschaft vor einem Jahr mit den gleichen Spielern übernommen und sie vom zehnten Platz zum Meister geführt. Es ist ein unglaublicher Tag für den TSV Frankenburg.“ Mit nun 57 Punkten nach 25 Runden ist der Vorsprung uneinholbar – der Titel ist fix, die Feier darf dauern.

1. Klasse Mitte-West: Frankenburg : SV Pichl 1963 - 1:0 (0:0)

  • 53
    Elmas Abdic 1:0