Zum Saisonauftakt in der 1. Klasse Mitte-West ist der SK Blau-Weiss Stadl-Paura bei den SV Grieskirchen Juniors mit 1:3 leer ausgegangen. Für Sportchef Albert Hofbauer war die Sache nach 90 Minuten klar: Der Gegner war am Samstagnachmittag in fast allen Belangen besser, während seine Mannschaft vor allem im zentralen Mittelfeld zu viele Fehler machte. Dass die Gäste trotzdem bis zum Ende dagegenhielten, wollte er nach dem Schlusspfiff aber ausdrücklich festhalten.

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Die Partie nahm aus Sicht von SK Blau Weiss Stadl-Paura sehr früh eine Richtung, die den Gästen nicht entgegenkam. Bereits in der 6. Minute brachte Fabian Reinhard Saloschnig die SV Grieskirchen Juniors mit 1:0 in Führung. Hofbauer sprach danach von einem für seine Mannschaft besonders bitteren Gegentor, weil es aus einem Freistoß von der Seite entstand, den sein Tormann eigentlich aufnehmen wollte. "Das 1:0 war natürlich katastrophal für uns", sagte der Sportliche Leiter und erklärte die Szene so, dass der Ball vor dem Torwart noch einmal aufsprang und die Richtung änderte. Die schwierigen Platzverhältnisse erwähnte er dabei zwar deutlich, zugleich schob er aber sofort nach: "Das soll keine Ausrede sein." Bis zur Pause blieb es beim 1:0, und schon in dieser Phase war für Hofbauer erkennbar, dass Grieskirchen besser ins Spiel gefunden hatte.
Auch im zweiten Durchgang gelang es den Gästen nicht, das Spiel noch einmal offenzuhalten. In der 67. Minute erhöhte Dominik Pfeiffer auf 2:0, nachdem es laut Hofbauer zuvor einen Pressball gegeben hatte, bei dem der letzte Innenverteidiger im entscheidenden Moment zurückzog und der Grieskirchner Spieler dadurch alleine aufs Tor gehen konnte. Damit wurde die Aufgabe für SK Blau Weiss Stadl-Paura noch schwerer. Als Gabriel Leibetseder in der 78. Minute das 3:0 nachlegte, war die Partie im Grunde entschieden. Hofbauer beschrieb das dritte Tor als sauber herausgespielte Aktion mit einem weiten Ball in den Strafraum und einer guten Hereingabe. Der Treffer von Christoph Hautzinger zum 3:1 in der 83. Minute änderte am Gesamteindruck nichts mehr, brachte aber zumindest noch Ergebniskorrektur für die Gäste. Hofbauer hielt deshalb auch fest, dass der Sieg von Grieskirchen "auch in der Höhe verdient" gewesen sei.
Den Hauptgrund für die Niederlage sah Hofbauer nicht in einzelnen Zufällen, sondern vor allem im eigenen Spiel mit dem Ball. "Der entscheidende Moment war auf alle Fälle, dass wir im Mittelfeld die kurzen Bälle nicht richtig gespielt haben", sagte er. Gerade im zentralen Bereich seien seiner Mannschaft zu viele Eigenfehler passiert, und genau dort habe man dem Gegner zu oft die Möglichkeit gegeben, wieder in gute Situationen zu kommen. Hofbauer formulierte es klar: "Wir wissen, dass wir gut über die Außenbahnen spielen können, aber im zentralen Mittelfeld sind uns zu viele Pässe misslungen." Dazu kam aus seiner Sicht, dass auch das Zweikampfverhalten im Zentrum nicht so funktionierte, wie es nötig gewesen wäre. Trotzdem wollte er der eigenen Mannschaft den Einsatz nicht absprechen. "Im Großen und Ganzen haben die Burschen alles rausgehaut, was an dem Tag drin war", sagte Hofbauer. Viel mehr sei diesmal aber eben nicht möglich gewesen.
Bemerkenswert war nach dem Schlusspfiff, wie deutlich Hofbauer die Leistung des Gegners einordnete. "Grieskirchen war eindeutig die stärkere Mannschaft", sagte er ohne Umschweife. Besonders überrascht zeigte er sich davon, wie komplett die junge Mannschaft der Hausherren schon in dieser frühen Saisonphase auftrat. "Sie waren von hinten bis vorne spielerisch, läuferisch, zweikampftechnisch und auch konditionell überlegen", lautete sein klares Urteil. Entsprechend traut er den Juniors in dieser Saison auch einiges zu und meinte, dass diese junge, dynamische Truppe sicher das Zeug habe, vorne unter den ersten vier oder fünf mitzureden. Auch Schiedsrichter Drachta lobte Hofbauer ausdrücklich und sagte: "Über das Spiel kann man überhaupt nicht diskutieren. So einen Referee wünscht man sich jedes Wochenende." Für den SK Blau-Weiss Stadl-Paura geht der Blick nach dem Fehlstart nun nach vorne. Schon im nächsten Heimspiel sollen wieder Punkte her. "Wir blicken mit Zuversicht auf das nächste Spiel", sagte Hofbauer und ergänzte das grundsätzliche Ziel für die Saison: "Wir wollen von Anfang an nichts mit dem Abstieg zu tun haben und in ein gesichertes Mittelfeld kommen."