In der 1. Klasse Mitte-West trennten sich die Union Pizza & Baguette Haag/Hausruck und der SV SPAR Hochhauser Pichl 1963 mit 1:1. Pichl ging zwar durch Paul Kurt in Führung, musste aber rasch den Ausgleich durch Emir Muminovic hinnehmen. Trainer Levente Kresz sah eine schwache Anfangsphase seiner Mannschaft, danach aber vor allem nach der Pause einen klar besseren Auftritt, der aus seiner Sicht eigentlich mehr verdient gehabt hätte.

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Levente Kresz machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass ihm die ersten Minuten seines Teams überhaupt nicht gefallen hatten. „Wir haben gewusst, dass es nicht leicht wird in Haag“, sagte der Trainer von SV SPAR Hochhauser Pichl 1963 und zählte dann auch gleich auf, was aus seiner Sicht nicht gepasst hatte: „Die Anfangsphase war nicht besonders gut von uns. Das Zweikampfverhalten, viele technische und Passfehler, das Stellungsspiel und das Defensivverhalten waren nicht optimal.“ Nach seiner Einschätzung waren die Gastgeber in den ersten zehn Minuten die bessere Mannschaft. Umso wichtiger war aus Sicht der Gäste, dass trotzdem die Führung gelang. In der 16. Minute brachte Paul Kurt SV SPAR Hochhauser Pichl 1963 mit 1:0 in Front. Kresz sprach dabei von einem „schönen Treffer“, betonte aber auch, dass das Spiel damit noch lange nicht in ruhigeres Fahrwasser gekommen sei.
Die Antwort der Heimischen ließ nicht lange auf sich warten. In der 21. Minute stellte Emir Muminovic auf 1:1, und genau dieser Zeitpunkt war für Kresz ein Punkt, der ihm im Rückblick hängenblieb. Kresz äußerte zwar die Vermutung, dass Tor möglicherweise eine Abseitsstellung vorausgegangen sein könnte, wollte sich aber ohne Videosichtung nicht festlegen. Viel wichtiger war ihm die Einordnung des Spielverlaufs. Er beschrieb Union Pizza & Baguette Haag/Hausruck als spielerisch starke Mannschaft, vor allem im Zentrum, dazu habe die linke Seite den Gästen Probleme bereitet. Nach dem Pichler Führungstor habe Haag gedrückt und zwei gute Chancen liegen gelassen. Auf der anderen Seite kam auch SV SPAR Hochhauser Pichl 1963 noch zu Möglichkeiten, darunter ein Stangenschuss, ein Weitschuss und eine große Chance durch Toni Bujak. Weil aber keine dieser Aktionen zum zweiten Treffer führte, ging es mit dem 1:1 in die Pause.
Gerade deshalb fiel die Analyse von Kresz zur zweiten Halbzeit deutlich positiver aus. In der Kabine sei klar angesprochen worden, dass man das Spiel noch unbedingt gewinnen wolle. „Wir sind aus der Kabine rausgegangen mit dem Ziel, dass wir das Spiel noch gewinnen wollen, und dementsprechend haben wir dann auch gespielt“, sagte der Trainer. Er sah nach dem Seitenwechsel eine ganz andere Einstellung, besseres Zweikampfverhalten und mehr Ballbesitz. SV SPAR Hochhauser Pichl 1963 hatte nach seiner Darstellung das Spiel in dieser Phase stärker in der Hand, kam öfter hinter die Haager Defensivlinie, traf in vielen Szenen aber nicht die richtige Entscheidung oder spielte die Angriffe nicht sauber fertig. „Die zweite Halbzeit war in Ordnung von uns“, meinte Kresz, der zugleich festhielt, dass seine Mannschaft sich für den Aufwand nicht belohnte. Die größte Szene kam in der Nachspielzeit, als ein Spieler von Pichl den Ball mit einem wuchtigen Schuss an die Stange setzte. „Wenn der reingeht, ist es wahrscheinlich das Tor des Jahres.“ So blieb es aber beim 1:1, und der Trainer brachte das fehlende Stück zum möglichen Auswärtssieg trocken auf den Punkt: „Ein Tor hat uns noch gefehlt.“
Auffällig war nach dem Spiel, dass Kresz trotz einzelner Diskussionsthemen den Schwerpunkt klar auf die eigene Leistung legte. Zwar sprach er davon, dass Schiedsrichter Wagner aus seiner Sicht „keinen guten Tag gehabt“ habe, gleichzeitig schob er sofort nach, dass seine eigene Mannschaft in der ersten Halbzeit ebenfalls zu schwach gewesen sei. Genau diese Selbstkritik zog sich durch seine gesamte Analyse. Was ihm Mut macht, ist die Reaktion nach der Pause. „Die Einstellung passte, da haben wir mehr Fußball gespielt, und darauf können wir aufbauen“, sagte er. Genauso klar formulierte er aber auch den Auftrag für die nächsten Wochen: Der SV Pichl müsse von Beginn an konzentrierter auftreten und seinen Fußball früher auf den Platz bringen. Mit vier Punkten aus den ersten beiden Runden ist der Start in die Saison trotzdem ordentlich, auch wenn in Haag nach dem Spielverlauf das Gefühl blieb, dass für die Gäste mehr drin gewesen wäre.