In der 1. Klasse Mitte-West hat der SK Blau Weiss Stadl-Paura am Freitagabend bei der Union SGS Dorf/Pram mit 5:3 gewonnen und dabei eine Partie gedreht, die für die Gäste mehrmals heikel geworden ist. Nach dem 1:1 zur Pause lag Stadl-Paura kurz nach dem Seitenwechsel wieder hinten, fand aber noch einmal zurück. Trainer Bela Koplarovics machte vor allem die Elfmeter-Szene und die Einstellung seiner Mannschaft als Schlüssel für den Auswärtssieg aus.

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Der Trainer schilderte den Abend als alles andere als einfach. "Die erste Halbzeit war ein bisschen komisch, das Wetter war katastrophal", sagte Koplarovics und sprach damit einen Punkt an, der sich durch den gesamten Beginn zog. In dieser Phase geriet der Aufsteiger in der 14. Minute durch Alexander Kreuzhuber zunächst in Rückstand. Wichtig war aus Sicht der Gäste aber, dass sie sich davon nicht aus dem Spiel bringen ließen. Christoph Hautzinger stellte in der 29. Minute auf 1:1 und sorgte damit dafür, dass seine Mannschaft trotz der schwierigen Bedingungen wieder auf Augenhöhe war. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Pause, und allein das passte schon zu dem Eindruck des Trainers, dass es zunächst ein merkwürdiges, schwer zu greifendes Spiel war.
Wirklich turbulent wurde es dann nach dem Seitenwechsel. Daniel Murauer brachte Dorf/Pram in der 48. Minute wieder mit 2:1 nach vorne, Stadl-Paura musste also erneut einem Rückstand nachlaufen. Koplarovics nannte im Rückblick einen ganz bestimmten Moment, an dem sich für ihn etwas verändert hatte: "Nach dem Elfmeter." Viel mehr musste er dazu gar nicht sagen, weil für ihn klar war, dass die Elfmeter-Szene das Spiel in eine andere Richtung schob. Danach kam seine Mannschaft zurück. Hautzinger traf in der 62. Minute zum 2:2, Mirza Mahmuljin legte in der 67. Minute das 3:2 für die Gäste nach. Als Muris Midzic in der 74. Minute noch einmal auf 3:3 stellte, war die Partie wieder völlig offen. Doch Stadl-Paura antwortete sofort: Armin Mujagic machte nur eine Minute später das 4:3. Den Schlusspunkt setzte schließlich Manuel Todorovic in der 89. Minute mit dem 5:3. "Die Entscheidung war das letzte Tor. Da habe ich gewusst, wir haben gewonnen", sagte Koplarovics.
Dass seine Mannschaft ein solches Spiel noch auf ihre Seite ziehen konnte, führte der Trainer vor allem auf die Mentalität zurück. "Unsere größte Stärke ist die Einstellung. Auch wenn wir hinten sind, geben wir nicht auf und kämpfen weiter", sagte Koplarovics. Genau das zeigte der SK Blau-Weiß Stadl-Paura an diesem Abend mehrfach, weil die Gäste nach beiden Rückständen wieder ins Spiel fanden und nach dem 3:3 sogar sofort antworteten. Gleichzeitig sparte der Trainer die Punkte nicht aus, die ihn trotz der fünf erzielten Tore beschäftigen. "Hinten in der Verteidigung müssen wir besser werden, aber ich glaube, das schaffen wir in der Meisterschaft", sagte er. Auch für den Gegner fand er klare Worte. "Der Gegner war super", meinte Koplarovics und verwies darauf, dass die Union Dorf/Pram vor allem über die linke Seite und später auch über die rechte Seite gefährlich gewesen sei. Mit dem Unparteiischen war er ebenfalls einverstanden: "Ich glaube, Schiedsrichter Krstic hat keine Fehler gemacht." Zum Schluss richtete er den Blick noch einmal auf sein eigenes Team. "Ich möchte der ganzen Mannschaft gratulieren, und wir müssen diese Leistung weitermachen." Für die Stadlinger stehen nach drei Runden damit sechs Punkte zu Buche, und genau solche Abende können in einer jungen Saison noch wertvoll werden.