In der Landesliga Ost hat die DSG Union Metallbau Blauensteiner Naarn am Samstagnachmittag gegen die SPG Hama Trucks Rohrbach-Berg/Altenfelden mit 0:3 verloren. Für Trainer Christian Eisschiel war es ein Spiel mit klarer Entwicklung: Seine Mannschaft tat sich zu Beginn schwer, fand dann aber immer besser über die Flügel hinein und machte nach der Pause mit einer deutlichen Steigerung alles klar.

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Dass es am Ende so deutlich wurde, war in der Anfangsphase noch nicht zu sehen. Eisschiel sprach von einem holprigen Start seiner Mannschaft. „Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen. Der Aufsteiger war sehr aggressiv, sehr griffig in den Zweikämpfen und hat die Räume, vor allem im Zentrum, sehr eng gemacht“, sagte der Trainer. Genau dort liefen sich die Gäste zunächst immer wieder fest, weil sie es laut Eisschiel zu oft durch die Mitte versuchten, statt das Spiel nach außen zu verlagern. Erst im Lauf der ersten Halbzeit wurde es besser. Vor allem über die linke Seite kam Rohrbach-Berg/Altenfelden nun mehrfach durch, und in der 40. Minute fiel genau auf diesem Weg auch die Führung. Nach einer zunächst geklärten Hereingabe kam der Ball noch einmal von links in den Strafraum, wo Fabian Lohr zum 0:1 verwertete. Eisschiel sprach trotz der schwierigen ersten Hälfte von „keiner unverdienten Führung“. Kurz danach lag sogar das 0:2 in der Luft, als seine Mannschaft nach einer ähnlichen Aktion wieder gefährlich wurde, die große Chance aber liegen ließ.
Den wichtigsten Moment der Partie verortete der Trainer der Gäste nicht bei einem Tor, sondern in der Kabine. „Der wichtigste Moment war das wir in der 2. HZ ein besseres Positionsspiel hatten und so viel mehr Kontrolle“, erklärte Eisschiel. Seine Mannschaft habe danach die eigene Spielanlage ein wenig umgestellt und das Spiel wesentlich sauberer aufgezogen. Statt sich weiter im Zentrum aufzureiben, besetzte Rohrbach-Berg/Altenfelden die Flügel nun besser, spielte die Räume konsequenter an und kam mit mehr Tiefe hinter die Abwehr. Das 0:2 in der 59. Minute durch Fabian Lohr und das 0:3 in der 74. Minute durch Ales Nesicky passten genau in dieses Bild. Beide Treffer fielen laut Eisschiel nach sehr guten Angriffen über die rechte Seite und „mit perfekten Hereingaben“ in eine gut besetzte Box. Damit war die Partie entschieden. „Dann war der Sieg auch nie gefährdet“, sagte der Trainer.
Für den Trainer war die Reaktion bzw. die Steigerung nach einer schwächeren Anfangsphase extrem positiv. „Wir wollten viel mehr über die Flügel kommen haben uns aber gegen einen Gegner, der kompakt verteidigt, zu oft im Zentrum festgespielt. Das haben wir vor allem in der zweiten Halbzeit besser gemacht“, meinte er. Gleichzeitig zollte er der Union Naarn Respekt für den Beginn. Die Gastgeber hätten ein aggressives Mittelfeldpressing gespielt und das Zentrum stark verdichtet, später aber etwas an Substanz verloren, wodurch mehr Räume entstanden. Für die SPG Rohrbach-Berg/Altenfelden war dieser Auswärtssieg auch deshalb wichtig, weil nach dem Erfolg der Vorwoche gleich nachgelegt werden sollte. „Uns war sehr wichtig, dass wir jetzt unbedingt nachlegen, um uns in der Tabelle nach oben orientieren zu können. Das haben wir geschafft“, sagte Eisschiel. Mit nun zehn Punkten steht seine Mannschaft nach sechs Runden auf Rang vier. Entsprechend klar ist auch der Blick nach vorne: „Der Fokus liegt jetzt darauf, dass wir diesen Spirit und dieses Selbstvertrauen in die nächsten Wochen mitnehmen.“