Spielberichte

„Wir waren gegen den Ball sehr kompakt“ – ASKÖ Schwertberg nimmt nach Trainerwechsel 0:0-Remis aus Hörsching mit

SC Hörsching
ASKÖ Schwertberg

In der Landesliga Ost hat der SC eMoC Hörsching gegen die ASKÖ Steinbach Schwertberg am Samstagnachmittag ein 0:0-Remis geliefert. Für Schwertberg war es nach dem Trainerwechsel unter der Woche ein Auftritt, der vor allem von Ordnung und Laufarbeit lebte. Daniel Windner sah eine kompakte Mannschaft, die wenig zuließ, vor der Pause selbst die beste Gelegenheit hatte und den Auswärtspunkt deshalb als verdient mitnahm.

Spieler in Schwarz-Blau führt den Ball

Bild von jcomp auf Freepik

Viel Ballbesitz für Hörsching, die beste Chance aber für Schwertberg

Der Spielverlauf war aus Sicht des Trainers schnell umrissen. Hörsching hatte im ersten Durchgang mehr vom Ball, Schwertberg aber die klaren Vorteile in der Ordnung gegen den Ball. „Hörsching hatte in der ersten Halbzeit mehr Ballbesitz, wir haben aber so gut wie nichts zugelassen“, sagte Windner. Dazu kam jene Szene, die für ihn lange die wichtigste des Spiels blieb. Über die rechte Seite kam der Ball scharf in die Mitte, der Abschluss landete zunächst am kurzen Pfosten, der zweite Ball sprang noch einmal vor die Füße eines Schwertbergers, wurde dann aber über das leere Tor gesetzt. „Das war eine Chance, aus der man ein Tor machen kann“, so der Trainer. Weil auf der anderen Seite nichts Zwingendes durchkam, ging es mit einem folgerichtigen 0:0 in die Pause.

Neue Ordnung greift, nach vorne fehlt noch die letzte Konsequenz

Nach dem Seitenwechsel blieb Schwertberg zunächst bei jenem Plan, der nach dem Trainerwechsel unter der Woche einstudiert worden war. Windner sprach von einer taktischen Umstellung und davon, dass seine Mannschaft „sehr kompakt und aktiv“ aufgetreten sei. Genau das habe über weite Strecken gut funktioniert: enge Räume, hohe Laufbereitschaft und viel Disziplin gegen den Ball. „Sehr gut funktioniert hat unsere taktische Disziplin. Jeder hat das umgesetzt, was wir uns vor dem Spiel vorgenommen haben“, sagte der Coach. Im eigenen Spiel nach vorne sah er dagegen Luft nach oben. „Verbesserungspotenzial haben wir im Spielaufbau und im Ballbesitz. Da haben wir zu viele Abspielfehler gehabt, und die letzte Konsequenz nach vorne hat uns schon etwas gefehlt“, erklärte Windner. Mitte der zweiten Halbzeit wurde Hörsching dann stärker, kam zu seinen Möglichkeiten und blieb vor allem bei Standards gefährlich. Schwertberg verteidigte diese Situationen aber sauber weg, und wenn doch etwas durchkam, war der Torhüter der Gäste mit starken Paraden zur Stelle.

Punkt, der zur Leistung passt

Windner hatte sich im Vorfeld auch auf die besondere Anlage des Gegners eingestellt. „Sie spielen ein System, das sonst kaum einer in der Liga spielt, mit einem 3-4-3“, erklärte er. Gerade über die Außenseiten wollte der SC Hörsching laut seiner Einschätzung Überzahl schaffen, speziell rechts versuchten die Gastgeber immer wieder zu überlagern. Die ASKÖ Schwertberg habe diese Räume aber „eigentlich ganz gut im Griff“ gehabt und damit einen wesentlichen Teil der Aufgabe gelöst. So blieb am Ende ein Remis, mit dem der Coach leben konnte. „Am Ende des Tages war es ein gerechtes Unentschieden. Jeder hatte die eine oder andere Chance“, sagte Windner. Dass hinten die Null stand, wertete er ausdrücklich als wichtigen Schritt: „Wir haben hinten die Null gehalten, das war sehr wichtig.“ Auch Schiedsrichter Weilhartner blieb für ihn ein positiver Nebenaspekt. „Er war sehr unauffällig, das ist immer ein gutes Zeichen“, meinte der Trainer. Viel größer war für ihn ohnehin die Erkenntnis, dass seine Mannschaft die neue Ausrichtung sofort angenommen hat. Entsprechend richtet Schwertberg den Blick schon wieder nach vorne auf die nächste Aufgabe.