In der Landesliga Ost hat die ASKÖ Oedt am Freitagabend die Union ZAUNERGROUP Ansfelden mit 6:1 besiegt. Das klare Ergebnis hatte aus Sicht der Gäste keinen einzelnen Knackpunkt, sondern entwickelte sich aus der Überlegenheit der Gastgeber. Co-Trainer Patrick Koschitzky sprach nach dem Spiel von einem „erwartet schweren Spiel“ gegen einen sehr starken Gegner.

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Für den Aufsteiger begann der Abend zunächst sogar vielversprechend. In der 9. Minute brachte Rajko Vujanovic die Gäste nach einer sehenswert herausgespielten Kombination in Führung und sorgte damit für einen Start, der Hoffnung auf ein offeneres Spiel machte. Lange hielt dieser Vorteil aber nicht. Schon in der 11. Minute stellte Florian Aigner auf 1:1, und damit war früh zu sehen, dass der Ligaprimus sofort reagieren konnte. Patrick Koschitzky wollte die Partie danach auch nicht an einer einzelnen Szene festmachen. „Grundsätzlich gab es keinen Knackpunkt oder keine Situation, wo das Spiel gekippt ist. Oedt hat von Anfang an den Ton angegeben“, sagte der Co-Trainer. Noch vor der Pause drehte Andrija Bosnjak das Spiel, sodass Oedt mit einer 2:1-Führung in die Halbzeit ging.
Gerade die erste Halbzeit passte damit gut zu der Einschätzung, die Koschitzky nach dem Schlusspfiff abgab. Ansfelden war nicht ohne Plan in die Partie gegangen, sondern wollte kompakt stehen und bei eigenem Ballbesitz selbst nach vorne kombinieren. „Wir haben gewusst, dass Oedt spielerisch eine sehr gute Mannschaft ist. Wir wollten kompakt stehen und im Ballbesitz nach vorne kombinieren. Teilweise hatten wir auch gute Aktionen“, erklärte er. Dass daraus trotzdem kein engeres Spiel wurde, lag aus seiner Sicht daran, dass die Gastgeber über weite Strecken die Kontrolle hatten. Nach dem Seitenwechsel schlug sich das dann auch im Ergebnis nieder. Belmin Cirkic erhöhte in der 60. Minute auf 3:1, und als Okan Aydin in der 69. Minute das 4:1 nachlegte, war die Partie bereits klar in Richtung der Hausherren gekippt.
Mit dem vierten Treffer war die Entscheidung praktisch gefallen, in der Schlussphase wurde das Resultat für Ansfelden dann noch deutlicher. Dino Kovacevic traf in der 74. Minute zum 5:1, Khamzat Chakayev setzte in der 86. Minute den Schlusspunkt zum 6:1. Co-Trainer Patrick Koschitzky sah auch darin vor allem den Unterschied in der Konstanz über 90 Minuten. „Oedt hat eine sehr hohe Qualität, fußballerisch und auch von der Ausdauer her. Sie haben das Spiel über 90 Minuten dominiert, uns viel laufen lassen, und gegen Ende hat man schon gesehen, dass uns die Kraft ausgegangen ist“, sagte er. Damit beschrieb er genau jene Entwicklung, die sich nach der Pause immer deutlicher zeigte: Ansfelden hielt phasenweise dagegen, konnte die Intensität gegen diesen Gegner aber nicht bis zum Ende mitgehen.
Auch deshalb fiel die Einordnung des Co-Trainers trotz des deutlichen 1:6 recht sachlich aus. Sein Gesamtfazit brachte er in einem Satz auf den Punkt: „Das war das erwartete schwere Spiel gegen einen sehr starken und qualitativ guten Gegner.“ Für die Union Ansfelden bleibt damit in der sechsten Runde ein Abend, an dem die frühe Führung nicht gereicht hat, um dem klaren Favoriten länger Probleme zu bereiten. Die ASKÖ Oedt antwortete rasch, blieb über weite Strecken das aktivere Team und zog nach der Pause konsequent davon. In der Tabelle bleiben die Ansfeldner damit bei zehn Punkten auf Rang vier, während Oedt seinen starken Saisonstart an der Spitze untermauerte.