In der 2. Klasse 1b hat der SC eMoC Hörsching 1b gegen die DSG Union HABAU Perg 1b klar mit 0:5 verloren. Für Trainer Markus Derntl-Saffertmüller war vor allem der Zugang seiner Mannschaft ausschlaggebend: Perg war vom Start weg wach, aggressiv gegen den Ball und mit viel Tempo unterwegs. Schon zur Pause stand es 0:3, auch nach dem Wechsel blieb die Union klar am Drücker.

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Schon die ersten Minuten liefen aus Sicht der Gäste genau so, wie man es sich vorgestellt hatte. "Wir haben einen sehr konzentrierten, wachen Eindruck gemacht", sagte Markus Derntl Saffertmüller nach dem Spiel. Dass Thomas Eisenstöck bereits in der 2. Minute das 0:1 erzielte, passte dazu. Der Trainer erklärte die Szene so: "Nach einer Standardsituation haben wir den zweiten Ball verwertet." Dieses frühe Tor habe der Mannschaft sofort Sicherheit gegeben. Danach, so der Perger Coach, habe sein Team "sehr gut den Ball laufen lassen" und die eigenen Muster im Spielaufbau gut auf den Platz gebracht. Noch vor der Pause legte Perg nach. Matthias Derntl erhöhte in der 21. Minute auf 0:2, laut Trainer per Kopf, und kurz vor dem Seitenwechsel stellte er mit dem 0:3 in der 43. Minute den klaren Halbzeitstand her. Dieses dritte Tor beschrieb der Coach als "sehr schönen Spielzug über die linke Seite" mit Pass in den Rückraum und einem sauberen ersten Kontakt.
Der entscheidende Unterschied lag für den Trainer aber nicht nur im frühen Führungstor, sondern vor allem in der Arbeit gegen den Ball. "Wir waren heute wieder viel aktiver, viel aggressiver gegen den Ball und haben wirklich eine hohe Intensität auf den Platz gebracht", sagte Derntl Saffertmüller. Aus seiner Sicht sei es genau diese Spritzigkeit gewesen, die den Ausschlag gab. Perg habe versucht, schnell zu spielen, und das auch konsequent durchgezogen. Auffällig war für den Coach zudem, dass seine Mannschaft selbst nach mehreren Wechseln den Faden nicht verlor. "Wir haben es auch in der zweiten Halbzeit nach den fünf Wechseln noch sehr, sehr gut gemacht", meinte er. Der Spielstand wurde nach dem Seitenwechsel weiter ausgebaut: Moritz Füricht traf in der 51. Minute zum 0:4, Fabian Nötstaller stellte in der 68. Minute den 0:5-Endstand her. Gerade beim fünften Treffer verwies der Trainer noch einmal auf eine einstudierte Standardvariante. "Im Endeffekt ist sehr viel aufgegangen heute", sagte er.
So deutlich das Ergebnis auch ausfiel, ganz ohne Kritikpunkt wollte der Perger Trainer den Abend nicht stehen lassen. Vor allem mit dem Ball sah er seine Mannschaft in vielen Phasen auf einem sehr guten Niveau. "Wir haben heute wirklich gut Fußball gespielt und gute Entscheidungen getroffen, ob wir den Ball behalten oder in die Spitze beziehungsweise in die Tiefe spielen", sagte er. Gerade darin habe sein Team einen klaren Schritt nach vorne gemacht. Gleichzeitig sprach Derntl Saffertmüller aber auch offen an, dass sogar noch mehr möglich gewesen wäre. Schon in der ersten Halbzeit seien Möglichkeiten auf eine noch höhere Führung liegen geblieben. "Die Chancenauswertung ist noch ausbaufähig. Da lassen wir zu viel liegen, da brauchen wir immer zu viele Möglichkeiten", sagte er. Den Gegner wollte er trotz des klaren Resultats nicht kleinreden. Hörsching sei "spielerisch eine gute Mannschaft", meinte der Trainer, bei längeren Ballbesitzphasen habe man schon gesehen, "dass da technisch starke Spieler am Feld stehen". An diesem Tag habe Perg aber insgesamt mehr Zug entwickelt und deshalb verdient die Oberhand behalten. Auch mit dem Unparteiischen zeigte sich der Coach zufrieden: "Die Schiedsrichterleistung war sehr, sehr gut. Da kann man nur gratulieren."
Besondere Bedeutung hatte der Auftritt für die Union Perg auch deshalb, weil die Mannschaft laut Trainer nach dem vorigen Wochenende etwas gutzumachen hatte. Nach dem 2:2-Remis sei nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Leistung nicht so gewesen, wie man sich das vorgestellt hatte. "Wir haben uns vorgenommen, dass wir etwas gutmachen", sagte Derntl-Saffertmüller. Dass seine Mannschaft diesmal vom Anpfiff weg bereit war, habe man sofort gemerkt. Trotzdem wollte der Coach den klaren Sieg nicht größer machen, als er ist. Er verwies darauf, dass Perg eine "sehr, sehr junge Mannschaft" aufs Feld geschickt habe und genau deshalb Maß halten müsse. "Wir dürfen den Sieg auf keinen Fall überbewerten", betonte er. Seine Begründung lieferte er gleich mit: Gerade bei jungen Teams könne ein Spiel auch schnell in die andere Richtung kippen. Deshalb soll das 5:0 in Hörsching vor allem als Bestätigung für den richtigen Zugang dienen, nicht als Anlass zum Abheben. In der Tabelle steht die Union damit ganz vorne, für den Trainer bleibt die Richtung aber klar: weiter hart arbeiten und den Schwung in die nächsten Wochen mitnehmen.