In der 1. Klasse Mitte-West setzte sich der SV Schlüßlberg am Samstagabend mit 3:0 gegen die Union Bruckmühl durch. Klar war das aber vor allem in der Anfangsphase noch nicht. Trainer Roland Lindenbauer sprach von einem schwierigen Start, sah seine Mannschaft danach aber immer besser ins Spiel kommen. Für ihn war vor allem das zweite Tor kurz vor der Pause jener Moment, in dem die Partie endgültig in die Richtung der Gastgeber kippte.

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Der Coach der Hausherren machte keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft lange brauchte, um überhaupt in die Partie zu kommen. „Der Start war ziemlich schwierig. Wir haben uns am Anfang hartgetan“, sagte Lindenbauer. Bruckmühl habe das Spiel in dieser Phase eigentlich übernommen und genau das gezeigt, was Schlüßlberg selbst gerne auf den Platz bringen wollte. Entscheidend war aus Sicht des Trainers aber, dass die Gäste aus dieser Phase zu wenig machten. Nach 25 Minuten fiel dann das 1:0 durch Sebastian Rathmayr. Lindenbauer nannte die Führung „vielleicht auch glücklich“, sah darin aber genau jenen Treffer, der seiner Mannschaft den nötigen Halt gab und das Spiel langsam drehte.
Mit der Führung im Rücken kam Schlüßlberg besser in die Partie und wirkte als Mannschaft gefestigter. Lindenbauer formulierte es so: „Wir haben sicherlich 20 Minuten gebraucht, um in das Spiel zu finden, sind dann aber besser geworden.“ Richtig wichtig wurde aus seiner Sicht das 2:0 in der 43. Minute, als Nico Wahlmüller noch vor der Pause per Kopf traf. „Da ist das Spiel gekippt“, sagte der Trainer. Nach dem Seitenwechsel sah er seine Mannschaft dann auch körperlich im Vorteil. „Unsere größte Stärke war, dass wir fit sind und in der zweiten Halbzeit wirklich gut dagegengehalten haben.“ Dazu kam, dass die Gastgeber hinten wenig zuließen und laut Lindenbauer „je länger das Spiel gedauert hat, desto besser“ standen.
Den endgültigen Deckel setzte in der 82. Minute der eingewechselte Julian Stranzinger auf die Partie. Lindenbauer hob ihn nach dem Schlusspfiff ausdrücklich hervor: „Er hat sehr gut gespielt, viele Laufwege gemacht und verdient das dritte Tor erzielt.“ So deutlich der 3:0-Erfolg am Ende ausfiel, so klar benannte der Coach danach auch den Punkt, an dem seine Mannschaft weiterarbeiten muss. „Wir müssen unbedingt das Selbstvertrauen stärken. Wir haben eine gute Mannschaft, wir trainieren gut, aber wir bringen es zurzeit nicht immer ins Spiel hinein.“ Genau deshalb kann dieser Sieg für die nächsten Wochen wichtig werden. Der SV Schlüßlberg hält nach drei Runden bei sechs Punkten, Lindenbauer hatte am Unparteiischen nichts auszusetzen: „Schiedsrichter Luckeneder hatte von Anfang bis zum Schluss alles im Griff.“