In der 1. Klasse Mitte-West hat der SV Fenastra Krenglbach gegen die Union Pizza & Baguette Haag/Hausruck trotz 1:0-Pausenführung 1:3 verloren. Obmann Walter Heigl sah zunächst keinen guten Auftritt seiner Mannschaft, sprach nach dem Schlusspfiff aber von einer verdienten Wende. Mehr Kampf, mehr Laufarbeit und ein eiskalter Abschluss gaben für ihn in der zweiten Halbzeit den Ausschlag.

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Aus Haager Sicht begann die Partie zäh. Heigl sagte offen, dass Krenglbach seine Mannschaft vor der Pause gut aus dem Rhythmus brachte: „Der Gegner hat sich ganz gut auf unseren Sturm eingestellt.“ Vor allem im Mittelfeld passte der Abstand nicht. „Die Haager sind zu weit weg gewesen von den gegnerischen Spielern“, erklärte der Obmann, weshalb Krenglbach dort mehr Spielanteile bekam. Zwingend wurde der Gastgeber nach seiner Schilderung zunächst zwar nicht oft, trotzdem lag Haag nach 34 Minuten zurück. Nach einem Foul bekam Krenglbach laut Heigl einen Elfmeter zugesprochen, den Petar Rajic zum 1:0 verwertete. Mit dieser Führung und mit dem Gefühl, insgesamt mehr vom Spiel zu haben, ging Krenglbach auch in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel sah Heigl dann ein anderes Gesicht seiner Mannschaft. „Das Spiel war ganz anders von der Union Haag“, sagte er. Die Gäste legten kämpferisch zu, investierten mehr in die Laufarbeit und wollten die Partie sichtbar noch drehen. Diese Steigerung machte sich nach 68 Minuten bezahlt, als Emir Muminovic den Ausgleich zum 1:1 erzielte. Damit war die Begegnung endgültig offen, und Heigl beschrieb sie als „Spiel auf Messers Schneide“. Haag blieb aber dran, obwohl spielerisch längst nicht alles gelungen war. Gerade weil die Haager laut ihrem Obmann nicht ihren besten Tag hatten, bekam diese zweite Halbzeit aus seiner Sicht besonderes Gewicht.
Die Entscheidung fiel erst ganz spät, und genau dort setzte Heigl auch den entscheidenden Haken unter diesen Auswärtssieg. In der 94. Minute köpfte Thomas Schmid das 2:1, und der Obmann hob hervor, dass dieser Treffer nach dem ersten Eckball für Haag fiel. „Das war schon spielentscheidend“, sagte er über diese Szene. Krenglbach warf danach noch einmal alles nach vorne, doch nur eine Minute später machte Emir Muminovic mit seinem zweiten Treffer das 3:1. Für Heigl passte dieses Finish zur ganzen Partie seiner Mannschaft: „Sie haben nicht aufgegeben.“ Darin lag für ihn auch der Hauptgrund, warum Haag das Spiel trotz Rückstand und trotz vieler Fehler in der Vorwärtsbewegung noch auf seine Seite zog.
Neben der Wende nach der Pause sprach Heigl auch die Punkte an, die ihm für die nächsten Wochen wichtig sind. Positiv strich er die Defensivarbeit heraus: „Wir haben nicht recht viel zugelassen.“ Gleichzeitig machte er keinen Hehl daraus, dass vor allem im Mittelfeld noch mehr kommen muss. Zu viele Abspielfehler in der Vorwärtsbewegung brachten immer wieder Ballverluste, und genau dort sieht er das größte Verbesserungspotenzial. Den Unterschied zwischen beiden Teams fasste er ebenso klar zusammen: „Der SV Krenglbach hat vorne keinen Vollstrecker gehabt. Wir haben einen Vollstrecker, der aus drei Chancen zwei Tore macht.“ Lob gab es von ihm außerdem für Schiedsrichter Haliti, der „eine ausgezeichnete Leistung“ geboten habe. Mit Blick auf das nächste Spiel gegen Schlüßlberg hofft Heigl nun auf eine bessere Mittelfeldleistung und darauf, dass die Union Haag den kämpferischen Zugang erneut auf den Platz bringt.