Spielberichte

SV Schlüßlberg verliert nach 1:0 und 2:2 in Haag/Hausruck

Union Haag/Hausruck
SV Schlüßlberg

In der 1. Klasse Mitte-West hat die Union Pizza & Baguette Haag/Hausruck am Sonntagnachmittag den SV Schlüßlberg mit 4:2 bezwungen. Aus Sicht der Gäste war es eine Niederlage, die Roland Lindenbauer besonders wegen der vergebenen Möglichkeiten wurmte. Sein Team ging in Führung, kam nach der Pause noch einmal zum Ausgleich und stand am Ende trotzdem mit leeren Händen da, weil Haag die wenigen Chancen konsequenter nutzte.

Nahaufnahme: Spieler holt zum Eckball aus. Weiß-grüner Ball, grüne Stutzen

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Guter Beginn, Führung und dann zwei Fehler

Roland Lindenbauer sah seine Mannschaft zunächst genau so auftreten, wie er es sich vorgestellt hatte. "Wir sind sehr gut gestartet, gut ins Spiel gekommen und hatten mit Sicherheit 80 Prozent Ballbesitz", sagte der Trainer nach dem Spiel. Schlüßlberg war früh das aktivere Team, hatte laut seinem Coach viel Kontrolle und spielte sich dazu mehrere gute Möglichkeiten heraus. In der 24. Minute wurde dieser Aufwand auch belohnt, als Thomas Schick zum 1:0 für die Gäste traf. Gerade deshalb schmerzte der weitere Verlauf aus Schlüßlberger Sicht umso mehr. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld kam Haag in der 33. Minute durch Emir Muminovic zum 1:1, und kurz vor der Pause drehte derselbe Spieler die Partie mit dem 2:1, nachdem Schlüßlberg einen Rückpassfehler nicht mehr korrigieren konnte.

Winkler bringt Schlüßlberg zurück, Haag schlägt spät zu

Nach dem Seitenwechsel wollte Schlüßlberg das Spiel unbedingt wieder auf Gleichstand stellen, und Lindenbauer hatte auch in dieser Phase das Gefühl, das seine Mannschaft wieder näher an ihrem Plan war. "Wir waren nach der Pause wieder die klar bessere Mannschaft", erklärte er. Der verdiente Ausgleich fiel in der 66. Minute durch Florian Winkler nach einer Standardsituation die von  den die Gäste zum 2:2 genutztwurde. Viel Zeit, um daraus Kapital zu schlagen, blieb aber nicht. Lindenbauer verwies auf den Bruch nach der Trinkpause in der 76. Minute. Kurz danach traf Qail Idrizi zum 3:2 für Haag, nur zwei Minuten später stellte Enis Duranovic auf 4:2. "Da war es dann nicht mehr möglich, das Spiel noch einmal zu drehen", sagte der Schlüßlberg-Coach.

Knackpunkt lag für Coach Lindenbauer klar vor dem Tor

Die Erklärung des Trainers fiel nach dem Spiel deutlich aus und zog sich wie ein roter Faden durch seine Analyse. "Der Knackpunkt war, dass wir aus unseren vielen Chancen keine Tore erzielt haben", sagte Lindenbauer. Gerade weil er mit mehreren Aspekten des eigenen Spiels durchaus einverstanden war, fiel dieses Manko für ihn besonders ins Gewicht. "Das Spiel im Ballbesitz war sehr gut", hielt er fest. Auch gegen den Ball habe seine Mannschaft vieles ordentlich gemacht, weil sie sehr offensiv stand und den Gegner früh in dessen Hälfte attackierte. Mit dem Rückstand sei es dann schwieriger geworden, weil Haag tiefer stand und die Räume enger wurden. Dazu kam aus seiner Sicht die starke Leistung des Gegners im Abschluss. "Der gegnerische Tormann war sehr gut, und die Effizienz des Gegners bei der Chancenauswertung war top", sagte Lindenbauer. Dass Haag mit wenigen Chancen vier Tore machte, war für ihn letztlich der entscheidende Unterschied.

Viel Aufwand, kein Ertrag und klarer Blick nach vorne

So blieb für den SV Schlüßlberg nach einer Partie mit viel Ballbesitz, guten Phasen und zwei eigenen Treffern am Ende nur wenig Zählbares. Lindenbauer wollte die Niederlage dabei weder schönreden noch seine Mannschaft komplett infrage stellen. "Eine Niederlage ist eine Niederlage, ob man jetzt gut spielt oder nicht", sagte er nüchtern. Nach vier Runden hält der SV nun bei sechs Punkten und muss die Partie rasch einordnen. Der Trainer formulierte auch gleich, wie seine Mannschaft damit umgehen soll: "Wir müssen auf unserem Weg bleiben, noch besser trainieren und versuchen, es nächste Woche besser zu machen." Genau diese Mischung aus Ärger und einem klaren Blick nach vorne nahm Schlüßlberg aus Haag mit.

1. Klasse Mitte-West: Union Haag : Schlüßlberg - 4:2 (2:1)

  • 78
    Enis Duranovic 4:2
  • 76
    Qail Idrizi 3:2
  • 66
    Florian Winkler 2:2
  • 43
    Emir Muminovic 2:1
  • 33
    Emir Muminovic 1:1
  • 24
    Thomas Schick 0:1