In der 1. Klasse Mitte-West hat sich die Union Pizza & Baguette Haag/Hausruck im Nachbarschaftsduell gegen die Union VTA Rottenbach mit 1:0 durchgesetzt. Nach einem torlosen ersten Durchgang machte Qail Idrizi die Partie kurz nach der Pause entscheidend. Obmann Walter Heigl führte den Heimsieg vor allem auf das frühe Angriffspressing und den großen Willen seiner Mannschaft zurück, sprach aber auch offen an, dass im Aufbauspiel noch Luft nach oben bleibt.

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Für Heigl begann die Partie genau so, wie es sich die Gastgeber vorgestellt hatten. "Unser Angriffspressing hat sich von den ersten Minuten an positiv auf den Spielverlauf ausgewirkt", sagte der Haager Obmann nach dem Schlusspfiff. Aus seiner Sicht hatte seine Mannschaft gerade in der Anfangsphase mehr vom Spiel und kam durch gute Kombinationen immer wieder in gefährliche Zonen. Er formulierte es sogar sehr deutlich: "Nach einer halben Stunde hätte es mindestens 3:0 für uns stehen müssen." Genau darin lag aber auch der Haken dieses ersten Durchgangs. Haag war das aktivere Team, brachte die Überlegenheit aber nicht in Zählbares um, weshalb es mit dem 0:0 in die Pause ging.
Ganz ohne heiklen Moment blieb die erste Hälfte aus Haager Sicht trotzdem nicht. Heigl schilderte, dass Rottenbach mit Fortdauer des Spiels besser in die Partie fand und sich zunehmend auf die Spielweise der Hausherren einstellte. Ein Abspielfehler im Aufbauspiel der Haager Hintermannschaft öffnete den Gästen dann auch eine gute Möglichkeit, ein weiter Schuss landete aber nur an der Querlatte. Mehr Ertrag brachte Rottenbach aus dieser Phase nicht mit. Die Entscheidung fiel schließlich früh nach Wiederbeginn. In der 51. Minute spielte Haag den Angriff laut Heigl "ideal" über die rechte Seite fertig, Gerold Jedinger brachte den Ball in die Mitte und Qail Idrizi drückte ihn zum 1:0 über die Linie. Es war jener sauber ausgespielte Angriff, den Heigl später als ausschlaggebend für den Sieg hervorhob.
Mit der Führung im Rücken wurde die Partie danach nicht unbedingt spektakulärer, aber aus Haager Sicht kontrollierbarer. Heigl sagte, das Spiel sei in der zweiten Hälfte über weite Strecken etwas dahin geplätschert, ehe ein Doppeltausch bei Rottenbach noch einmal kurz Schwung brachte. Wirklich zwingend wurden die Gäste aus seiner Sicht aber nicht. "Rottenbach blieb nur durch Standards gefährlich", erklärte er, während er seiner eigenen Defensive ein ordentliches Zeugnis ausstellte. Vor allem in den Zweikämpfen sah er Vorteile bei den Hausherren. "Haag wollte den Sieg unbedingt, war präsenter in den Zweikämpfen und ließ kaum Chancen zu", sagte Heigl. Weil die Haager Hintermannschaft in dieser Phase souverän verteidigte und hinten wenig zuließ, blieb es am Ende beim knappen, aus seiner Sicht "etwas glücklichen" 1:0.
Trotz des knappen Spielstands blieb vom Nachbarschaftsduell laut Heigl vor allem ein sauberer Fußballnachmittag in Erinnerung. "Es gab keine strittigen Szenen. Das Spiel verlief äußerst fair", sagte er und betonte, dass die gute Stimmung auch abseits des Platzes spürbar gewesen sei. Gerade weil es ein Derby sei, in dem "jeder jeden kennt", habe das einen positiven Rahmen geschaffen. Inhaltlich blickte Heigl aber nicht nur auf den Sieg, sondern auch auf die Baustellen seiner Mannschaft. "Verbesserungspotenzial sehe ich in der Aufbauphase", stellte er klar. Durch unnötige Abspielfehler mache man es dem Gegner zu leicht, zu gefährlichen Kontern zu kommen. In der Tabelle bleibt die Union Haag nach elf Runden mit 22 Punkten auf Rang zwei dran. Der Heimsieg bringt also nicht nur drei Zähler, sondern auch das Gefühl, dass eine Mannschaft, die früh Druck macht und hinten konzentriert bleibt, weiter ganz vorne mitmischen kann.