In der 1. Klasse Mitte-West haben sich die Union SGS Dorf/Pram und der SV Schlüßlberg mit einem 1:1-Unentschieden getrennt. Nach einem torlosen ersten Durchgang brachte Marko Kovjenic die Gastgeber direkt nach Wiederbeginn per Freistoß in Führung, ehe Florian Winkler für die Gäste ausglich. Co-Trainer Stefan Iglseder sprach danach von einem insgesamt chancenarmen Spiel, in dem sein Team nach vorne zu wenig zustande brachte, sich den Punkt aber mit viel Einsatz dennoch sicherte.

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Iglseder machte nach dem Abpfiff keinen Hehl daraus, dass diese Partie aus seiner Sicht nur selten ansehnlich war. „Es war von Anfang an nicht wirklich ein gutes Fußballspiel“, sagte der Co-Trainer und erklärte auch gleich, warum die Begegnung für beide Seiten nur schwer ins Laufen kam. Beide Mannschaften arbeiteten oft mit hohen Bällen, dazu schlichen sich im Aufbau immer wieder Fehler ein. Das nahm dem Spiel den Rhythmus und sorgte auch dafür, dass klare Möglichkeiten Mangelware blieben. „Beide Seiten haben sehr viel mit hohen Bällen agiert, und es waren viele Fehler im Spielaufbau drin“, so Iglseder. Dass es mit einem 0:0 in die Pause ging, passte deshalb ins Bild. Schlüßlberg fand mit Ball zu selten die nötige Ruhe, und auch Dorf an der Pram machte die Räume eng, sodass sich lange Zeit kein Team echte Vorteile erarbeiten konnte.
Der Bruch kam dann unmittelbar nach dem Seitenwechsel. In der 46. Minute bekam Dorf an der Pram einen Freistoß zugesprochen, und Marko Kovjenic nutzte diese Gelegenheit zur 1:0-Führung. Iglseder beschrieb die Szene nüchtern, musste aber anerkennen, dass der Abschluss kaum besser hätte ausfallen können. „Das war ein klassisches Foul, der Freistoß war in Ordnung. Und den hat er dann schön verwertet, über die Mauer ins Kreuzeck“, sagte er. Für Schlüßlberg war dieser Zeitpunkt natürlich besonders unangenehm, weil der Rückstand direkt nach der Pause wie ein Wirkungstreffer kam. Umso wichtiger war aus Sicht der Gäste, dass die Antwort nicht ausblieb. Auch wenn Iglseder die Entstehung des Strafstoßes selbst nicht genau sehen konnte, blieb für ihn vor allem hängen, dass seine Mannschaft nach dem 0:1 nicht auseinanderfiel. Florian Winkler übernahm schließlich Verantwortung und verwertete den Elfmeter in der 80. Minute zum 1:1. „Positiv war wirklich, dass wir nach dem Schock gleich nach der Halbzeit wieder zurückgekommen sind. Wir haben uns zurückgekämpft, und es hat keiner aufgegeben bis zum Schluss“, betonte der Schlüßlberger Co-Trainer.
In seiner Analyse legte Iglseder den Finger trotzdem klar in die Wunde. Er sah seine Mannschaft defensiv ordentlich aufgestellt, offensiv aber zu harmlos, um das Spiel noch ganz auf die eigene Seite zu ziehen. „Defensiv sind wir eigentlich ganz gut gestanden“, sagte er und schränkte nur ein, dass der eine Freistoß eben passieren könne. Viel schwerer wog für ihn, dass Schlüßlberg im eigenen Ballbesitz zu wenig Lösungen fand. „Spielerisch war das keine gute Leistung“, erklärte Iglseder. Dorf an der Pram habe sehr tief verteidigt und es gut verstanden, die schnellen Spitzen der Gäste nicht zur Geltung kommen zu lassen. „Sie haben versucht, uns das Leben schwer zu machen, und das haben sie gut gemacht“, meinte er. Gerade jene Bälle in die Tiefe, mit denen Schlüßlberg sonst gerne arbeitet, kamen diesmal kaum an. So blieb es bei wenigen Abschlüssen und einem Spiel, in dem viel gearbeitet, aber wenig herausgespielt wurde.
Am Ende ordnete Iglseder das 1:1 als gerechtes Ergebnis ein, ohne sein Team damit aus der Pflicht zu nehmen. „Ich denke schon, dass das Unentschieden in Ordnung geht. Beide haben nicht viele Chancen gehabt“, sagte er. Genau darin sah er auch den Hauptgrund, warum es beim Remis blieb. Der SV Schlüßlberg habe hinten insgesamt stabil gewirkt, nach vorne aber zu wenig Gefahr erzeugt. „Wir waren offensiv definitiv zu harmlos. Wir haben sehr wenig Chancen gehabt, das muss man einfach so sagen“, hielt der Co-Trainer fest. Dazu komme, dass seiner Mannschaft im Moment vielleicht auch ein wenig das Selbstvertrauen abgehe, das es in engen Spielen brauche. Diskussionen um den Unparteiischen wollte er dagegen gar nicht erst groß machen. „Die Leistung von Schiedsrichter Pfannenstein war absolut okay“, sagte Iglseder. So nimmt Schlüßlberg aus einem zähen Auswärtsspiel zumindest einen Punkt mit und kann sich darauf stützen, dass der Wille bis zum Schluss da war, auch wenn mit Ball diesmal deutlich Luft nach oben blieb.