In der 1. Klasse Mitte-West hat der SV SPAR Hochhauser Pichl 1963 am Sonntagnachmittag die Union Gaspoltshofen mit 9:3 besiegt und damit einen weiteren starken Auftritt auf den Platz gebracht. Trainer Levente Kresz sprach von einer Partie, die seine Mannschaft von Beginn an kontrollierte. Vor allem nach vorne ließ Pichl kaum Zweifel daran, wohin dieses Spiel laufen würde, auch wenn die drei Gegentreffer zeigen, dass noch nicht alles perfekt war.

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Pichl wollte nach den Worten von Levente Kresz von der ersten Minute an die Richtung vorgeben, und genau so entwickelte sich die Partie dann auch. „Wir wollten von Anfang an dominieren und das Spiel kontrollieren, und das haben wir auch gemacht“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Schon in den ersten Minuten sei zu sehen gewesen, dass seine Mannschaft gut im Spiel war. Kresz sprach von einem sehr konzentrierten Beginn, von mutigem Fußball nach vorne und von viel Spielfreude. Die erste Möglichkeit sei laut Trainer bereits nach zwei, drei Minuten da gewesen, wenig später fiel dann auch das frühe 1:0 durch Nikolay Borisov in der 4. Minute. Ganz ohne Antwort blieb Gaspoltshofen aber nicht, denn Lorenz Kumpfmüller stellte in der 11. Minute auf 1:1. Wirklich aus dem Konzept brachte das die Gastgeber jedoch nicht. Alex Pal Svedyuk stellte in der 16. Minute wieder auf 2:1, Matthias Kraxberger legte in der 22. Minute das 3:1 nach und Toni Bujak sorgte noch vor der Pause für das 4:1. Für Kresz war schon ganz früh klar, dass seine Mannschaft an diesem Tag den richtigen Zugriff hatte: „Von Anfang an hat man gesehen, dass die Jungs sehr gut drauf sind, mutig sind und richtig Bock auf dieses Heimspiel haben.“
Auch nach dem Seitenwechsel ließ Pichl nicht locker und blieb klar das aktivere Team. Martin Hegedüs erhöhte in der 51. Minute auf 5:1, Paul Enis Kurt stellte in der 60. Minute auf 6:1. Damit war die Partie längst in eine Richtung gekippt, auch wenn Gaspoltshofen mit dem zweiten Treffer von Lorenz Kumpfmüller zum 6:2 in der 64. Minute noch einmal anschreiben konnte. Pichl antwortete aber wieder sofort und ließ keine Unruhe aufkommen. Matthias Kraxberger traf in der 70. Minute zum 7:2, ehe Markus Gradinger nur zwei Minuten später auf 7:3 verkürzte. Das war dann aber auch schon die letzte Ergebnisbewegung zugunsten der Gäste. Hegedüs schnürte in der 78. Minute seinen Doppelpack, und Valentin Lemberger setzte in der 81. Minute den Schlusspunkt zum 9:3. Kresz gefiel vor allem, dass seine Mannschaft nach der frühen Führung nicht zurückschaltete: „Wir haben nicht aufgehört, weiter nach vorne gedrückt, sehr mutig gespielt, sehr gute Laufwege gehabt und teilweise sehr schöne Kombinationen gezeigt.“ Dass am Ende neun Tore auf der Anzeigetafel standen, passte also genau zu dem Bild, das der Trainer von diesem Nachmittag zeichnete.
Bei aller Freude über neun Treffer beließ es der Pichl-Coach nicht beim reinen Jubel über die Offensivleistung. Natürlich hob er zuerst hervor, wo seine Mannschaft die größten Stärken hatte. „Offensiv waren wir sehr stark, aber hinten sind wir auch gut gestanden“, sagte Kresz. Sein Lob richtete sich ausdrücklich an die ganze Mannschaft: „Ich muss eigentlich vom Tormann bis zur Verteidigung, übers Mittelfeld bis ganz vorne ein großes Lob aussprechen. Es hat alles funktioniert.“ Gleichzeitig sprach er aber auch einen Punkt an, der ihm trotz des klaren Sieges wichtig war. Einerseits hätte man aus seiner Sicht vielleicht noch das eine oder andere Gegentor verhindern können. Andererseits sah er auch bei der Chancenverwertung noch Luft nach oben. „Wenn wir vorne noch konzentrierter sind, wird das Ergebnis zweistellig“, meinte Kresz. Das klingt bei einem 9:3 fast ungewöhnlich, zeigt aber gut, wie überlegen Pichl dieses Spiel nach seiner Einschätzung über weite Strecken angelegt hatte. Über Gaspoltshofen verlor er trotzdem kein schlechtes Wort. Er bezeichnete den Gegner als junge Mannschaft mit ein, zwei erfahrenen Spielern und sagte: „Die werden sicherlich noch weitere Punkte machen.“
Mit dem Heimsieg steht der SV Pichl nach elf Runden bei 27 Punkten und bleibt damit an der Spitze der Tabelle. Der Auftritt gegen die Union Gaspoltshofen passte auch deshalb gut ins Bild, weil Kresz nicht nur das Ergebnis, sondern vor allem die Art und Weise gefiel. Seine Mannschaft war von Beginn an wach, ging früh in Führung, stellte nach dem 1:1 sofort wieder die Ordnung her und blieb auch nach der Pause auf Zug. Dass am Ende trotzdem drei Gegentreffer in der Statistik stehen, war für den Trainer kein Grund, das Gesamtbild kleiner zu machen, aber eben auch kein Punkt, den er einfach wegwischte. Genau diese Mischung aus Zufriedenheit und Anspruch kam nach dem Spiel klar heraus. „Ich bin zufrieden“, sagte Kresz, und mehr musste er zu diesem Nachmittag eigentlich gar nicht hinzufügen. Denn ein 9:3 spricht im Unterhaus ohnehin für sich, wenn eine Mannschaft es schafft, das Tempo über lange Zeit hochzuhalten und den Gegner immer wieder vor Probleme zu stellen.