Spielberichte

„Das 3:0 und 4:0 haben das Spiel entschieden“ – Union Taiskirchen belohnt starke erste Halbzeit

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Union Taiskirchen
SC Offenhausen

In der 1. Klasse Mitte-West hat sich die Union MAO Bodenbeschichtung Taiskirchen mit 4:2 gegen den Sportclub Offenhausen durchgesetzt und dabei vor allem mit einer starken ersten Halbzeit den Grundstein gelegt. Sportchef Sandro Helml sprach nach dem Spiel von einem sehr effektiven Auftritt nach vorne, betonte aber ebenso, dass seine Mannschaft die Partie trotz der zwischenzeitlichen 4:0-Führung nicht sauber zu Ende gespielt habe. Vor allem das 3:0 und 4:0 seien in einer Drangphase des Aufsteigers und Tabellenletzten entscheidend gewesen.

Mehrere Paar Trainingsschuhe stehen am Spielfeldrand neben der Bande

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Frühe Führung legt Grundstein

Taiskirchen kam nach den Worten von Sandro Helml so in die Partie, wie man sich das auf eigener Anlage wünscht. „Wir sind ganz gut ins Spiel gestartet und haben in der ersten Halbzeit sehr effektiv gespielt“, sagte der sportliche Leiter. Schon in der 4. Minute brachte Raffael Feichtinger die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Helml schilderte den Beginn als Phase mit guten Aktionen und viel Zug nach vorne. Auch danach blieb seine Mannschaft offensiv gefährlich. In der 37. Minute erhöhte Csaba Sógor auf 2:0, kurz vor der Pause legte Michael Berthold noch das 3:0 nach. Gerade diese erste Hälfte ordnete Helml trotz aller Zufriedenheit nicht nur euphorisch ein: „Wir waren sehr effektiv, aber vielleicht war die Führung auch ein bisschen zu hoch.“ Damit machte er klar, dass das Ergebnis schon deutlich war, Offenhausen aber keineswegs chancenlos wirkte.


4:0 bringt Ruhe, Offenhausen kommt trotzdem noch heran

Ganz entschieden war die Partie zur Pause aus Helmls Sicht dennoch nicht, auch wenn Taiskirchen kurz nach Wiederbeginn durch Adam Horog in der 54. Minute sogar auf 4:0 stellte. Genau hier sah er den wichtigsten Abschnitt des Nachmittags. „Das 3:0 und 4:0 haben das Spiel entschieden“, sagte Helml, weil diese Tore gerade in einer Phase fielen, in der der Gegner immer wieder gute Ansätze hatte. Den Auftritt von Offenhausen bewertete er insgesamt durchaus positiv. „Wir haben gewusst, da kommt eine gute, stabile Mannschaft“, erklärte er, und genau diesen Eindruck habe der Tabellenletzte auch bestätigt. Offenhausen sei spielerisch gut gewesen, habe einen Plan gehabt und sich immer wieder Möglichkeiten erarbeitet. Das zeigte sich auch am Spielstand: Bernd Wiesinger verkürzte in der 58. Minute auf 4:1, Clemens Eislmeir stellte in der 67. Minute auf 4:2. Taiskirchen hatte sich damit zwar einen Polster geschaffen, musste aber erleben, dass die Partie nach dem 4:0 noch einmal enger wirkte, als es zwischenzeitlich ausgesehen hatte.

Vorne stark, im Finish aber nicht konsequent genug

Dass Helml nach dem Schlusspfiff nicht nur die vier eigenen Tore hervorhob, lag auch daran, dass er im weiteren Verlauf noch Luft nach oben sah. „Definitiv hat das Offensivspiel gut funktioniert“, sagte er, und das galt vor allem für die Phase bis zum 4:0. Gleichzeitig verwies er darauf, dass seine Mannschaft danach zu viel liegen ließ. „Da waren Chancen auf das fünfte, sechste, siebte Tor. Da waren wir nicht effektiv genug“, meinte Helml. Genau darin lag für ihn der Unterschied zwischen einer sehr guten ersten Halbzeit und einem zweiten Durchgang, den Taiskirchen nicht ordentlich fertig spielte. Weil Offenhausen mit zwei Treffern wieder näher kam, bekam diese fehlende Konsequenz zusätzlich Gewicht. Der sportliche Leiter lobte zwar die Durchschlagskraft im letzten Drittel, machte aber ebenso klar, dass seine Mannschaft in solchen Phasen sauberer und ruhiger bleiben müsse, wenn sie ein Spiel früh entscheidet.

Diskussion um Gelb-Rot und Sieg mit klarer Botschaft

Neben dem rein sportlichen Verlauf sprach Helml auch eine Szene an, über die aus seiner Sicht diskutiert werden darf. Gegen einen Taiskirchner Stürmer gab es eine Gelb-Rote Karte, die er nicht nachvollziehen konnte. Die erste Verwarnung wegen Meckerns könne man noch geben, sagte Helml, auch wenn Schiedsrichter Pfanzeltner-Enzinger das vorangegangene Foul an seinem Spieler ebenfalls gepfiffen hätte. Mit der zweiten Entscheidung hatte er dann aber große Probleme. „Ihn mit Gelb-Rot runterzuschicken für eine Aktion, die meiner Meinung nach nicht einmal ein Foul war, das kann ich auf keine Art und Weise nachvollziehen“, erklärte er. Unter dem Strich überwog bei der Union Taiskirchen dennoch klar die Freude über drei wichtige Punkte. Nach zwölf Runden steht die Mannschaft bei 19 Zählern, Helml nannte die Tabellensituation deshalb „ganz okay“. Sein Fazit fiel passend zum Spiel aus: glücklich über den Sieg, aber keineswegs selbstzufrieden. „Wir müssen uns in gewissen Sachen weiterentwickeln, um das stabiler und sauberer fertigzuspielen“, sagte er. Genau das blieb von diesem 4:2 hängen.

1. Klasse Mitte-West: Taiskirchen : Offenhausen - 4:2 (3:0)

  • 67
    Clemens Eislmeir 4:2
  • 58
    Bernd Wiesinger 4:1
  • 54
    Adam Horog 4:0
  • 45
    Michael Berthold 3:0
  • 37
    Csaba Sógor 2:0
  • 4
    Raffael Feichtinger 1:0