In der 1. Klasse Mitte-West hat die Union Bruckmühl gegen den SK Blau-Weiss Stadl-Paura mit 0:4 verloren, und für Albert Hofbauer lag der Schlüssel früh offen. „Das rasche 1:0 war der wichtigste Moment“, sagte der sportliche Leiter nach einem Samstagnachmittag, an dem der ersatzgeschwächte Aufsteiger von Beginn an besser in die Zweikämpfe kam, die Partie über weite Strecken kontrollierte und sich für einen mutigen Auftritt klar belohnte.

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Die Ausgangslage war laut Hofbauer auf beiden Seiten alles andere als einfach. Die Tabellensituation sorgte für Druck, dazu kamen auf beiden Seiten personelle Probleme. Bei Stadl-Paura fehlten nach seinen Angaben gleich mehrere Stammkräfte, auch Bruckmühl musste Ausfälle verkraften. Trotzdem entwickelte sich aus seiner Sicht „ein gutes Spiel“, in das seine Mannschaft sofort besser hineinfand. Die Gäste waren aggressiver in den Zweikämpfen, wirkten wacher in den Duellen und hatten nach vorne früh die besseren Aktionen. Schon in der 3. Minute brachte Mirza Mahmuljin Stadl-Paura in Führung, und genau dieses frühe Tor sah Hofbauer als Knackpunkt. „Dann haben wir das Spiel über weite Strecken kontrolliert“, sagte er. Bruckmühl hatte vor der Pause zwar eine große Möglichkeit auf den Ausgleich, doch statt eines 1:1 fiel noch vor dem Seitenwechsel das 0:2 durch Michael Zavaczki in der 18. Minute.
Wie die Treffer zustande kamen, schilderte Hofbauer sehr genau, und dabei zog sich ein Muster durch den Nachmittag. Das 0:1 sei „eine super ausgespielte Aktion über die linke Seite“ gewesen. Oliver Herzig wurde stark freigespielt, ging durch und brachte den Ball zwischen Fünfer und Elfmeterpunkt hinein, wo Mirza Mahmuljin trocken abschloss. Beim 0:2 lief der Angriff dann über die andere Seite. Ein guter langer Ball fand Lukas Kolak, der noch in den Strafraum marschierte und querlegte, wo Michael Zavaczki keine Mühe mehr hatte. Auch nach der Pause blieb Stadl-Paura am Drücker. Mahmuljin erhöhte in der 49. Minute auf 0:3, Zavaczki legte in der 64. Minute das 0:4 nach. Für Hofbauer war deshalb klar, dass der Sieg „vollkommen in Ordnung geht, auch in der Höhe“, weil seine Mannschaft „von der ersten bis zur letzten Minute den Sieg unbedingt wollte“.
Besonders zufrieden war Hofbauer nicht nur mit der Chancenverwertung, sondern vor allem mit dem Gesamtbild seiner Mannschaft. „Vom Torwart bis zum Stürmer waren wir eine Einheit“, sagte er, und genau so beschrieb er den Auftritt auch inhaltlich. Der Trainer habe die Mannschaft unter der Woche gut eingestellt und am Spieltag eine Linie vorgegeben, die 90 Minuten lang konsequent eingehalten worden sei. Gerade deshalb misst Hofbauer diesem Sieg viel Wert bei, weil Stadl-Paura personell stark eingeschränkt war. Zur Halbzeit kam noch eine weitere Schwierigkeit dazu, als Samuel Maier wegen Kreislaufproblemen nicht weitermachen konnte. Für ihn kam ein 15-jähriger U17-Spieler zu seinen ersten 45 Minuten in der Kampfmannschaft auf der linken Außenbahn. Hofbauer hob das ausdrücklich hervor und sagte, der junge Spieler habe seine Aufgabe „bravourös gelöst“ und das ihm geschenkte Vertrauen sofort zurückgezahlt.
Den klaren Sieg wollte Hofbauer trotzdem nicht kleinreden, aber auch nicht so darstellen, als wäre er gegen einen harmlosen Gegner zustande gekommen. Die Union Bruckmühl bezeichnete er trotz des 0:4 als „Top-Mannschaft“ und als starken Gegner auf eigener Anlage. Umso höher wertete er, dass seine Mannschaft am Samstag mehr Zugriff hatte und den Dreier spürbar mehr wollte. Genau darin sah er den Unterschied: mehr Aggressivität in den Zweikämpfen, mehr Entschlossenheit in den Kopfballduellen und vorne die nötige Kaltschnäuzigkeit. Diskussionen rund um die Partie gab es aus seiner Sicht keine. Schiedsrichter Fürlinger nannte Hofbauer „tadellos“ und lobte ausdrücklich dessen Leistung. Für den SK Blau-Weiß Stadl-Paura ist dieser Auftritt damit nicht nur ein deutlicher Auswärtssieg, sondern auch ein Beleg dafür, dass die Mannschaft selbst mit vielen Ausfällen liefern kann, wenn sie als geschlossene Einheit auftritt.