1. Klasse Mitte

„Der Verein ist auf einem sehr guten Weg“ – Christoph Gaigg startet bei Union Pichling mit klarem Plan

Union Pichling

In der 1. Klasse Mitte geht die DSG Union Pichling mit viel Rückenwind in die neue Saison. Der Vizemeister beendete das Spieljahr mit 55 Punkten auf Rang zwei, blieb seit Oktober ungeschlagen und legte eine starke Rückrunde hin. Mit Christoph Gaigg übernimmt nun ein neuer Cheftrainer, der auf Kontinuität setzt, den eingeschlagenen Weg fortführen will und personell vorerst vor allem auf den bestehenden Kader baut, zugleich aber auch junge Spieler mit Potenzial fördern möchte. Auf einer wichtigen Position gibt es aber eine markante Veränderung.

Nahaufnahme: Spieler setzt zum Eckball an

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Eine Rückrunde, an die Pichling anknüpfen will

Auch wenn Christoph Gaigg die Mannschaft erst jetzt im Sommer übernimmt, ist für ihn klar erkennbar, auf welcher Grundlage in Pichling weitergearbeitet werden soll. „Die Mannschaft hat 33 von 39 möglichen Punkten geholt, eine sehr gute Rückrunde gespielt und ist seit Oktober ungeschlagen“, sagt der neue Trainer und verweist damit auf Zahlen, die in der Liga sofort auffallen. Pichling schob sich im Verlauf der Saison immer weiter nach vorne und stand ab Runde 19 durchgehend auf Platz zwei. Auch der Schlussspurt passt in dieses Bild: Aus den letzten fünf Spielen holte die Mannschaft 13 Punkte, spielte 1:1 gegen ATSV St. Martin/Traun und gewann danach gegen ASK St. Valentin 1b mit 3:1, gegen SPG Stahl Linz FC / Ebelsberg mit 2:1, gegen Wilhering/Mühlbach mit 1:0 und gegen Dionysen/Traun mit 5:3. Für Gaigg ist das ein klarer Hinweis darauf, „dass der Verein auf einem sehr guten Weg ist“.

Neuer Cheftrainer, vertrautes Umfeld

Die größte Veränderung betrifft die Trainerbank. Der bisherige Cheftrainer Mario Schiffmann tritt nach neun erfolgreichen Jahren etwas kürzer, Gaigg übernimmt die Kampfmannschaft und spricht offen davon, dass ihn diese Aufgabe besonders freut. „Es ist für mich eine Herzensangelegenheit, bei dem Verein das Vertrauen zu bekommen, bei dem ich jahrelang gespielt habe und ich vor meiner Zeit beim LASK auch im Nachwuchs bereits als Trainer tätig war“, sagt er. Gleichzeitig macht er deutlich, dass in Pichling kein kompletter Umbruch geplant ist. Im Gegenteil: Das bestehende Trainerteam bleibt in weiten Teilen erhalten, die Aufgaben sind klar verteilt und Gaigg sieht den Verein in diesem Bereich breit aufgestellt. Genau diese Mischung aus neuem Cheftrainer und gewachsener Struktur soll helfen, die starke Entwicklung der vergangenen Monate nicht abreißen zu lassen. Auch am Kader will man nichts künstlich verändern. „Es gibt noch keine fixen Neuzugänge zu vermelden“, sagt Gaigg, ergänzt aber ebenso deutlich: „Unser Kader hat unser volles Vertrauen.“

Janovsky hört auf, Praml rückt nach

Eine Personalie ragt in diesen Wochen dennoch heraus, weil sie sportlich und menschlich Gewicht hat. Torhüter Lukas Janovsky beendet seine Karriere, und Gaigg macht kein Geheimnis daraus, welchen Stellenwert dieser Abgang im Verein hat. „Er wird uns vor allem auch als Typ sehr fehlen in der Kabine. Er war unser Kapitän und viele Jahre ein absoluter Leistungsträger für den Verein“, sagt der Trainer. Gleichzeitig soll auf dieser Position keine Unsicherheit aufkommen. Mit Jonas Praml rückt der bisherige Ersatzmann nach, und in Pichling traut man ihm den Schritt zu. „Er war über lange Jahre die Nummer zwei, hat bewiesen, dass er für den nächsten Schritt absolut bereit ist und hat unser volles Vertrauen. Wir sind überzeugt, dass er das richtig gut machen wird“, so Gaigg. Weitere fixe Abgänge gibt es derzeit noch nicht, auch wenn noch Gespräche laufen. Der Grundtenor bleibt klar: Ein Großteil des Kaders soll zusammenbleiben, darüber hinaus sollen gezielt junge Eigenbauspieler, die hohes Potenzial mitbringen, forciert werden. Dazu kommt, dass Gaigg bewusst nicht einzelne Spieler hervorheben will. Für ihn war gerade die Geschlossenheit ein entscheidender Punkt. Er spricht von einer Mannschaft, die in allen Teilen sehr gut funktioniert habe, von jungen Spielern, die nachgekommen seien, und von Führungsspielern, die vorangegangen seien.

Knapp hinter Blaue Elf, aber mit viel Zuversicht in die neue Saison

Dass Pichling am Ende trotzdem nicht ganz oben stand, lag an einem Konkurrenten, den Gaigg ausdrücklich würdigt. „Man muss Blaue Elf Linz zum Aufstieg gratulieren. Sie haben eine sehr starke Saison gespielt“, sagt er. Der Vorsprung des Meisters fiel mit zwei Punkten knapp aus, was den eigenen Auftritt im Rückblick aber nicht schmälert. Gaigg sieht vielmehr eine Mannschaft, die sich über Monate auf hohem Niveau präsentiert hat und nun in einer spannenden neuen Saison wieder gefragt sein will. Er rechnet mit einer starken und ausgeglichenen Liga, verweist auf neue Vereine, Absteiger und Aufsteiger und blickt den kommenden Aufgaben mit Vorfreude entgegen. „Wir freuen uns schon auf viele spannende Duelle und auch Derbys“, sagt der neue Coach. Nach einer Rückrunde ohne Niederlage und mit einem stabilen Gerüst im Verein ist klar, in welche Richtung der Blick in Pichling geht: Der Schwung aus den vergangenen Monaten soll mitgenommen werden.