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SPG Wilhering/Mühlbach – Alexander Oppolzer: „Späte Ecke fixiert 2:1 – Chancenauswertung bleibt Thema“

SC Marchtrenk Juniors
Wilhering/Mühlbach

Ein später Standard entschied das Auswärtsduell von SPG Wilhering/Mühlbach bei SC Gartenkomplett Marchtrenk Juniors in der 1. Klasse Mitte – und prägte die Stimmung nach dem 2:1. Trainer Alexander Oppolzer sah über 90 Minuten eine verdiente Leistung, sprach aber angesichts des sehr späten Siegtreffers von „ein wenig Glück zum Schluss“. Er beschrieb frühe Marchtrenker Chancen, eine starke erste Hälfte seiner Elf und bemängelte die ausgelassenen Möglichkeiten – zugleich lobte er die faire Atmosphäre, die Auswärtsunterstützung und den schwierigen, jedoch für beide Teams beherrschbaren Untergrund.

Rote Schalensitze einer Fußballtribüne

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Spielverlauf und späte Entscheidung

„Das Ergebnis war über 90 Minuten gesehen verdient – auch wenn der Siegtreffer sehr spät fiel“, ordnete Oppolzer ein. Zu Beginn musste seine Mannschaft allerdings durchatmen: Marchtrenk hatte in der ersten Halbzeit zwei gute Chancen, die der Torhüter vereitelte. Danach übernahm Wilhering/Mühlbach das Kommando – und ging früh mit 1:0 in Führung, als Jannik Stelzer in der 7. Minute traf. Oppolzer hielt fest: „Wir waren spielbestimmend, haben das 1:0 hochverdient gemacht und müssen eigentlich das zweite und dritte Tor nachlegen – das haben wir wieder einmal verabsäumt.“ Bestraft wurde diese Nachlässigkeit kurz vor der Pause: Mirko Bozic glich in der 44. Minute zum 1:1 aus, womit es mit diesem Spielstand in die Kabinen ging. „Die zweite Halbzeit war etwas ausgeglichener, mit ein, zwei Chancen auf beiden Seiten“, beschrieb der Coach den Wiederbeginn. Die Entscheidung fiel spät – nach einem Eckball war Daniel Knezevic in der 87. Minute aus kurzer Distanz zur Stelle und stellte auf 2:1.

Standards als Hebel

Oppolzer ordnete den späten Sieg klar ein: „Standardsituationen geben bei engen Spielen oft den Ausschlag – das wissen und trainieren wir. Ob direkter Freistoß oder Eckball: Wir haben Spieler, die hier gefährlich werden können.“ So fiel auch das 2:1 nach einer Ecke: Knezevic bewegte sich clever in den freien Raum und überwand den Torhüter aus kürzester Distanz. Zugleich bleibt die Effizienz aus dem Spiel heraus ein Dauerthema: Schon vor der Pause sah der Trainer seine Elf „spielbestimmend“ und monierte, dass das „zweite und dritte Tor“ nicht nachgelegt wurde – ein roter Faden, der den Verlauf bis zur späten Entscheidung prägte.

Fairer Rahmen, leise Kulisse und der Blick nach vorn

Zur Atmosphäre fiel Oppolzer ein klares Urteil: „Es war ein sehr faires Spiel. Der Schiedsrichter hat eine sehr ordentliche Leistung gebracht und ist nicht negativ aufgefallen. Es gab keine strittigen Situationen.“ Rund um das Geschehen blieb es eher ruhig: Obwohl zuvor die erste Mannschaft von Marchtrenk gespielt hatte, waren nur wenige Zuschauer da – dafür überraschten einige mitgereiste Auswärtsfans. Die Platzverhältnisse seien zwar schwierig, „aber beide Mannschaften haben das gewusst und sich gut darauf einstellen können – ausschlaggebend war das nicht“. Inhaltlich richtet der Coach den Fokus auf ein altbekanntes Thema – und verknüpft es mit einer klaren Marschroute: „Woche für Woche ist es dasselbe: Die Chancenauswertung bleibt unser Thema. Aber wir haben jetzt zweimal gewonnen, wollen das Selbstvertrauen in die nächsten Spiele mitnehmen. Nächste Woche steht das Derby an, auf das wir uns richtig freuen – wir wollen an die Leistung anknüpfen und den dritten Sieg in Serie einfahren.“

1. Klasse Mitte: SC Marchtrenk Juniors : Wilhering/Mühlb. - 1:2 (1:1)

  • 87
    Daniel Knezevic 1:2
  • 44
    Bozic Mirko 1:1
  • 7
    Jannik Paul Stelzer 0:1