Spielberichte

Joachim Taferner (Trainer ASKÖ Luftenberg): "Sehr wichtiger Auswärtssieg“

Franckviertel Linz
ASKÖ Luftenberg

Die 22. Runde der 1. Klasse Mitte brachte dem ASKÖ Luftenberg einen 2:1-Arbeitssieg beim SV Franckviertel Linz. Nach einem frühen 0:1 durch Fabian Hoislbauer und einer roten Karte gegen Yorro Baldeh kamen die Linzer über einen Standard zum 1:1, ehe Jonas Hütter kurz vor der Pause das 1:2 setzte. Nach dem Seitenwechsel blieb es eine Zitterpartie. „Wir mussten bis zur letzten Minute alles hineinlegen“, sagte Trainer Joachim Taferner erleichtert.

Ball auf blauer Kunstrasenmatte

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Blitzstart, frühe Rote – und die späte Antwort vor der Pause

Luftenberg erwischte einen Traumstart: Bereits in Minute 4 stellte Fabian Hoislbauer auf 0:1. Dass der Führungstreffer vom Punkt kam, bestätigte Trainer Joachim Taferner offen: „Wir konnten sehr bald in Führung gehen, das erste Tor war ein Elfmeter. Für mich die richtige Entscheidung.“ Nur wenig später kippte die Partie personell. In der 15. Minute sah Franckviertels Yorro Baldeh Rot. „Der Ausschluss war definitiv der entscheidende Moment. Unser Torhüter hat sich in derselben Situation verletzt. Das schwächte beide Seiten, aber wir waren in Überzahl“, erklärte Taferner. Franckviertel antwortete trotz Unterzahl prompt: In Minute 23 traf Gregor Hoflehner zum 1:1 – „wir kassierten durch einen Standard den Ausgleich“, so der Coach. Kurz vor der Pause schlug Luftenberg noch einmal zu: Jonas Hütter stellte in der 44. Minute auf 1:2, ein Treffer, den Taferner als „extrem wichtig“ bezeichnete: „Damit sind wir mit einem besseren Gefühl in die Kabine gegangen.“

Möglichkeiten aufs 3:1 – doch das Zittern blieb bis zum Schluss

Die zweite Halbzeit brachte keinen weiteren Treffer, aber reichlich Nervenkitzel. Trotz Überzahl war es ein Hin und Her und Luftenberg brachte die Entscheidung nicht zustande. „Wir haben es leider nicht geschafft, mit dem dritten Treffer den Deckel draufzumachen. Unsere Chancen haben wir vor dem Tor nicht fertig ausgespielt, die Abschlüsse waren nicht zwingend genug“, ärgerte sich Taferner über verpasste Möglichkeiten. Seine Mannschaft blieb dennoch griffig. „Wir haben bis zur 90. Minute wirklich gekämpft, sind in die Zweikämpfe gut reingegangen“, lobte er den Einsatz. Gleichzeitig war spürbar, dass Franckviertel sich nicht geschlagen gab: „Man hat von Anfang an gemerkt, dass es ein sehr starker Gegner ist. Trotz roter Karte haben sie sich kaum aufgegeben und es uns absolut nicht leicht gemacht.“ Taferners Hausaufgabe fiel klar aus: „Mit Ball müssen wir eine Überzahl besser ausnutzen und im letzten Drittel schneller und sauberer spielen.“

Schiri, knappe Szenen – und ein Arbeitssieg

Diskussionsstoff gab es genügend, doch Taferner stellte dem Unparteiischen ein gutes Zeugnis aus: „Für den Schiedsrichter war es mit Sicherheit keine leichte Partie. Meiner Meinung nach hat er in den entscheidenden Situationen die richtige Entscheidung getroffen.“ Gefragt nach dem Unterschied, legte er sich fest: „Mit der Überzahl auf unserer Seite und vielleicht in gewissen Momenten die Zweikämpfe, in die wir besser reinkamen, lag der Unterschied. Ansonsten nahmen sich beide Mannschaften nicht viel.“ Das 2:1 bezeichnete er als „Arbeitssieg“ – einer, der in der Rückrunde zuvor  trotz knappen Partien oft ausblieb. In der Tabelle steht Luftenberg bei 26 Punkten auf Rang 11, Franckviertel hält bei 33 Zählern. „Es waren sehr wichtige Punkte, die uns viel Motivation für die nächste Heimpartie geben“, blickte Taferner nach dem nervenaufreibenden Auswärtsdreier bereits voraus.

1. Klasse Mitte: Franckviertel : Luftenberg - 1:2 (1:2)

  • 44
    Jonas Hütter 1:2
  • 23
    Gregor Hoflehner 1:1
  • 4
    Fabian Hoislbauer 0:1