In der 1. Klasse Mitte hat ASKÖ Dionysen/Traun gegen DSG Union Pichling nach einem 2:2 zur Pause noch klar mit 2:6 verloren. Sportlicher Leiter Dominik Matias sah lange ein offenes Spiel, in dem seine Mannschaft sogar etwas mehr Ballbesitz hatte. Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie aber schnell, weil Dionysen die Fehler nicht abstellte und Pichling sie konsequent bestrafte.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Bis zum Seitenwechsel war von einer klaren Angelegenheit noch nichts zu sehen. Pichling ging in der 9. Minute durch Julian Henebichler in Führung, doch Dionysen hatte schnell die passende Antwort: Nikolaus Dabo traf in der 14. Minute zum 1:1. Auch nach dem 1:2 durch Alexander Walter in der 26. Minute blieb die Partie offen, ehe Dabo in der Nachspielzeit der ersten Hälfte noch einmal zur Stelle war und auf 2:2 stellte. Genau diese Phase hob Matias im Gespräch besonders hervor. „Die erste Halbzeit war ziemlich ausgeglichen“, sagte er und ergänzte, dass Dionysen „meiner Meinung nach mehr im Ballbesitz“ gewesen sei. Für ihn war das eine starke erste Hälfte von beiden Mannschaften, in der sich noch kein so deutlicher Endstand abgezeichnet hatte.
Die entscheidende Phase kam dann unmittelbar nach Wiederbeginn, und sie lief aus Sicht der Gastgeber komplett in die falsche Richtung. Zwischen der 54. und 59. Minute traf Henebichler gleich dreimal und machte aus dem 2:2 innerhalb weniger Minuten ein 2:5. Für Matias war genau das der Knackpunkt des Nachmittags. „Dadurch, dass Julian Henebichler seinen Raum bekommen hat, hat er das richtig stark ausgenutzt“, sagte der sportliche Leiter. Noch konkreter wurde er bei den Gegentoren: „Zum 3:2 und zum 4:2 waren es zwei Stellungsfehler von uns, ziemlich identisch. Beim 5:2 waren wir sehr statisch.“ Dass Alexander Walter in der 69. Minute noch zum 2:6 nachlegte, war aus Dionysener Sicht dann nur mehr die Fortsetzung einer zweiten Hälfte, in der Pichling das Spiel schnell und konsequent auf seine Seite gezogen hatte.
Matias ordnete die Niederlage nicht nur über diese eine kurze Phase ein, sondern auch über ein Problem, das seine Mannschaft schon länger begleitet. „Dieses Problem zieht sich seit dem ersten Spieltag, dass wir nach der Halbzeitpause nicht mehr unser Spiel finden“, sagte er. Genau darin lag für ihn am Ende auch der Unterschied zwischen den beiden Teams. Pichling sei nach dem Wechsel „konstanter“ gewesen, habe die Fehler ausgenutzt und damit früh für klare Verhältnisse gesorgt. Trotz des bitteren Endstands fand Matias auch einen Punkt, den er ausdrücklich positiv ansprach: „Die Schiedsrichterleistung war top. Sehr fair gepfiffen, unparteiisch, wie es sein sollte.“ Für Dionysen bleibt nach Runde sieben und drei Punkten damit vor allem die Aufgabe, die gute erste Hälfte künftig länger ins Spiel mitzunehmen. Pichling nimmt nach dem 6:2 dagegen elf Zähler aus den ersten sieben Spielen mit.