In der 1. Klasse Mitte hat die Union Thalheim Samstagmittag die ASKÖ Dionysen/Traun mit 3:1 besiegt und damit vor allem mit einer starken ersten Halbzeit den Unterschied gemacht. Trainer Ivan Vareskic sprach nach dem Schlusspfiff zwar nicht von einem rundum gelungenen Auftritt, sah den Grundstein aber früh gelegt: Das 1:0 habe „für den Kopf gutgetan“, danach kam vor der Pause noch das 2:0 dazu.

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Thalheim war vom Anpfiff weg sofort im Spiel. „Wir waren in der ersten Halbzeit gut drinnen, haben weit vorne angepresst und viele Fehler erzwungen“, fasste Vareskic den Auftakt zusammen. Genau daraus entwickelte sich auch die Führung in der 21. Minute, als Filip Batinic das 1:0 erzielte. Für den Trainer war dieser Treffer mehr als nur ein Spielstand. „Das 1:0 hat für den Kopf gutgetan“, sagte er, weil damit Sicherheit ins Spiel der Gastgeber kam. Kurz vor der Pause legte Thalheim nach, Tino Krajina traf in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zum 2:0. Einen der Treffer beschrieb Vareskic als „gutes Teamspiel“ mit einem kurzen Ball auf die erste Stange und einem direkten Abschluss.
Mit diesem Vorsprung schien die Partie eigentlich in eine klare Richtung zu laufen, doch nach dem Wechsel wurde Thalheim deutlich weniger sauber. Vareskic sprach offen an, dass seine Mannschaft „ein wenig Gas runtergedreht“ habe und dazu Konzentrationsfehler kamen. Genau das brachte die Gäste zurück. Dionysen/Traun spielte aus Sicht des Trainers mehrfach mutig von hinten heraus und fand damit Lösungen gegen das Pressing. „Da war das Pressing von uns kein Widerstand“, meinte Vareskic. In der 69. Minute verkürzte Stefan Djukic auf 2:1, und damit wurde es noch einmal unangenehm. Der Thalheimer Trainer sagte selbst, dass die Partie in dieser Phase „gefährlicher geworden“ sei.
Trotzdem stellte Vareskic dem Gegner ein ordentliches Zeugnis aus und vermied jeden Schönrednerton auf der eigenen Seite. „Sie haben das gut gemacht und waren sehr mutig“, sagte er über Dionysen/Traun. Gerade deshalb fiel sein Gesamturteil über die eigene Leistung auch überraschend kritisch aus: „Grundsätzlich war ich nicht zufrieden mit der Mannschaftsleistung, aber die drei Punkte zählen.“ Auf der anderen Seite sieht er in seiner Gruppe genug Substanz, um solche Spiele zu ziehen. „Die Teamchemie ist hervorragend. Da kämpft jeder für jeden“, betonte der Coach. Für ihn lag über 90 Minuten der Unterschied dennoch in der Qualität und Erfahrung seiner Mannschaft, auch wenn er ausdrücklich keine perfekte Vorstellung gesehen hat.
Die endgültige Ruhe kam erst in der 81. Minute zurück, als Pio Pavlovic das 3:1 für die Union Thalheim erzielte und damit die Phase der Unsicherheit beendete. Mit diesem Sieg hält die Union nun bei 15 Punkten und bleibt als Zweiter im Spitzenfeld. Dass Vareskic nach dem Schlusspfiff trotzdem nicht nur lobte, passt zu seinem Blick auf die Entwicklung seiner Mannschaft. Er sieht Fortschritte, aber auch klare Aufgaben. „Taktisch, bei ein paar Stellungsfehlern und bei den Konzentrationsfehlern gehört noch ein wenig geschliffen. Dann sind wir auf dem richtigen Weg“, sagte der Trainer. Der Ertrag des Samstags war also eindeutig, die Zufriedenheit mit allem darüber hinaus noch nicht.