In der 1. Klasse Mitte hat Union BS-PrintStore Pucking gegen SC St. Pantaleon-Erla einen 0:2-Rückstand noch in einen 3:2-Heimsieg gedreht. Trainer Helmut Mayr sah trotz des frühen Doppelschlags gegen seine Mannschaft lange sein Team als die bessere Mannschaft. Entscheidend war für ihn, dass Pucking diesmal nicht den Glauben verlor und nach dem Anschluss vor der Pause mit mehr Überzeugung weiterspielte. „Wir haben in die Tiefe gespielt statt in die Breite“, sagte Mayr.

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Für Mayr war der Spielverlauf zunächst schwer zu greifen, weil seine Mannschaft aus seiner Sicht ordentlich in die Partie gekommen war. „Wir haben die Partie dominiert oder unter Kontrolle gehabt“, sagte der Trainer, ehe Pucking in der 15. Minute durch Moritz Riedl das 0:1 hinnehmen musste. Mayr sprach dabei von einem Individualfehler, der seine Elf in Rückstand brachte. Noch bitterer wurde es in der 24. Minute, als Michael Schimbäck auf 0:2 stellte. Der Puckinger Trainer beschrieb diesen Gegentreffer als Folge einer missglückten Flanke, die seinem Team zusätzlich weh tat. Entscheidend war aber, dass seine Mannschaft nicht auseinanderfiel. Schon drei Minuten später brachte Adrien Gigl die Gastgeber mit dem 1:2 wieder heran. Genau dieser Treffer hielt die Partie offen und gab Pucking rechtzeitig vor der Pause wieder Hoffnung.
Mit dem 1:2 zur Halbzeit ging Pucking laut Mayr nicht mit gesenktem Kopf in die Kabine, sondern mit der Überzeugung, dass noch alles möglich war. „Wir haben in der Pause besprochen, dass wir das noch drehen können, weil wir die bessere Mannschaft waren“, sagte er. Diese Haltung war nach Wiederbeginn schnell zu sehen. In der 54. Minute gelang Oguz Tarakci der Ausgleich zum 2:2, und genau ab diesem Zeitpunkt spürte Mayr, dass seine Mannschaft nun auch in der Körpersprache voll da war. „Die Körpersprache hat für mich absolut gepasst“, erklärte der Trainer. Pucking blieb am Drücker und belohnte sich in der 70. Minute endgültig, als Jürgen Spielbichler das 3:2 erzielte. Mayr hob dabei besonders hervor, dass seine Mannschaft diesmal konsequent auf den zweiten Ball ging und eine Standardsituation nicht einfach verstreichen ließ. „Wir haben endlich einmal reagiert und nicht zugeschaut“, sagte er.
Für den Puckinger Trainer lag der Schlüssel zum Comeback nicht in einem einzelnen Moment, sondern in der Haltung seiner Mannschaft über das ganze Spiel hinweg. „Ausschlaggebend für den Sieg war der unbedingte Wille, endlich einmal daran zu glauben, dass wir nicht einfach verlieren, wenn wir ein Tor bekommen“, sagte Mayr. Dazu kam eine klare Veränderung im Offensivspiel. „Wir haben in die Tiefe gespielt statt in die Breite“, meinte er und sprach davon, dass sein Team in den vergangenen Wochen oft anders aufgetreten sei. Diesmal habe die Mannschaft ihre Angriffe mit mehr Überzeugung zu Ende gespielt. Für Mayr war das besonders wichtig, weil seiner Elf zuletzt ein Erfolgserlebnis gefehlt hatte. Umso größer war sein Lob an die Gruppe. „Ein riesiges Kompliment an die gesamte Mannschaft und an die Spieler, die zum Einsatz gekommen sind“, sagte er. Auch den Gegner ordnete er fair ein: St. Pantaleon-Erla sei „eine sehr faire Mannschaft“ und „kämpferisch sehr, sehr stark“ gewesen.
So wertvoll der Heimsieg nach dem 0:2 auch ist, erledigt sieht Mayr seine Aufgaben damit nicht. „Verbesserungspotenzial gibt es immer auf allen Linien“, sagte er nach dem Schlusspfiff. Der Trainer wünscht sich, dass seine Mannschaft in Zukunft weniger zulässt, noch kontrollierter spielt und speziell nach einer Führung souveräner auftritt. Gerade diese Punkte nannte er als nächsten Schritt, wenn Pucking auf dieser Leistung aufbauen will. Kurz vor Schluss gab es laut Mayr noch eine Szene, über die er mit dem Schiedsrichter gesprochen hat, grundsätzlich bewertete er dessen Auftritt aber klar positiv. „Die Schiedsrichterleistung war absolut okay“, stellte er fest. Unterm Strich überwog für ihn ohnehin etwas anderes: Dieser Sieg sei „extrem wichtig fürs Selbstvertrauen“ einer Mannschaft gewesen, die sich vorgenommen hatte, trotz Rückschlägen bedingungslos an den Erfolg zu glauben. Genau das hat Pucking an diesem Nachmittag am Ende auch auf den Platz gebracht.