In der Bezirksliga Nord musste sich die SPG Print&Wear Putzleinsdorf/Hofkirchen bei der SPG Intersport Pötscher Bad Leonfelden/Schenkenfelden 1b mit 1:3 geschlagen geben. Dabei begann die Partie für den Landesliga-Absteiger ideal, doch nach starkem Start kippte das Spiel noch vor der Pause. Co-Trainer Robert Riederer sprach danach von einem hochklassigen Aufsteiger, ungünstigen Zeitpunkten bei den Gegentoren und einer eigenen Leistung, mit der man sich trotz der Niederlage nicht viel vorwerfen müsse.

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Für Putzleinsdorf/Hofkirchen hätte der Abend kaum besser beginnen können. Schon in der 2. Minute gingen die Gäste nach einem Eckball in Führung, Marco Zeller setzte den Ball laut Riederer „schön neben die Stange rein“. Der Co-Trainer hob danach hervor, dass diese Stärke bei ruhenden Bällen derzeit kein Zufall sei: „Da sind wir heuer stark. Wir haben in den letzten vier Spielen vier Tore nach Eckbällen gemacht.“ Auch nach diesem frühen 1:0 blieb seine Mannschaft zunächst stabil. Riederer schilderte, dass man in den ersten 20 Minuten „fast gar nichts zugelassen“ habe und dabei keineswegs nur tief gestanden sei. Vielmehr habe man versucht, das Spiel mit eigenen Ballbesitzphasen ruhig zu halten und nicht nur zu reagieren. Genau dieser Beginn machte aus Sicht der Gäste auch Mut, weil man gegen einen Gegner, den Riederer später als bislang spielerisch stärksten Gegner bezeichnete, zunächst gut in der Partie war.
Dann aber änderte sich das Spiel. In der 23. Minute gelang Florian Watzinger nach dem laut Riederer ersten wirklich gefährlichen Angriff der Gastgeber der Ausgleich zum 1:1. Der Co-Trainer beschrieb die Entstehung klar: Auf der linken Seite sei rund 25 Meter vor dem eigenen Tor der Ball verloren gegangen, danach habe Bad Leonfelden schnell in die Mitte gespielt, wo Watzinger vor dem Verteidiger an den Ball kam. Nur fünf Minuten später war es wieder Watzinger, der zum 2:1 traf und das Spiel endgültig drehte. Riederer nannte genau diese Phase als einen wesentlichen Punkt der Niederlage: „Wahrscheinlich war es entscheidend, dass wir gleich nach dem Ausgleich das 2:1 kassiert haben.“ Direkt nach der Pause legten die Hausherren nach, Niklas Ganglberger erhöhte in der 58. Minute per Elfmeter auf 3:1. Riederer meinte dazu offen, dass es „wahrscheinlich auch ein Elfer war“, verwies aber zugleich darauf, dass seine Mannschaft schon in der Entstehung nicht gut verteidigt habe.
Trotz des Zwei-Tore-Rückstands war die Partie für die Gäste damit noch nicht erledigt. Gerade diese Phase hob Riederer nach dem Spiel mehrfach hervor. „Nach 60 Minuten hat man schon gemerkt, dass wir dann die besseren Chancen gehabt haben“, sagte er. Unmittelbar nach dem 3:1 vergab Putzleinsdorf/Hofkirchen per Kopfball aus fünf Metern eine große Möglichkeit, später kam in der Schlussphase noch eine weitere gute Chance dazu, als ein Angreifer allein vor dem Tor zu lange mit dem Abschluss wartete. Für den Co-Trainer lag genau dort die verpasste Möglichkeit, das Spiel noch einmal richtig aufzumachen: „Wenn das 3:2 fällt, wäre vielleicht mehr drin gewesen.“ Gleichzeitig blieb seine Einordnung nüchtern. Er betonte einerseits, dass die Gäste das Spiel lange offen gehalten hätten und bis zum Schluss zu ihren Möglichkeiten kamen. Andererseits stellte er auch klar fest: „Sie haben Tore gemacht und wir nicht.“ Darin lag für ihn letztlich der Unterschied, weil Bad Leonfelden die wenigen Fehler der Gäste konsequent nützte.
Riederer fand nach dem Schlusspfiff insgesamt viele anerkennende Worte für den Gegner, ohne die eigene Leistung kleinzureden. Er sprach von einem Team, das spielerisch und in der individuellen Qualität „sicher der stärkste Gegner bis jetzt“ gewesen sei. Über weite Strecken, vor allem bis rund zur 55. Minute, habe die SPG Bad Leonfelden 1b/Schenkenfelden den Ball sehr gut laufen lassen und damit ein hohes Niveau auf den Platz gebracht. Trotzdem war beim Co-Trainer keine grundsätzliche Unzufriedenheit herauszuhören. „Man kann eigentlich jetzt niemandem einen Vorwurf machen“, sagte er über seine Mannschaft. Auch Schiedsrichter Fejziu nahm er ausdrücklich aus jeder Diskussion heraus: „Der Referee hat sicher nicht Schuld gehabt, dass wir da verlieren.“ Für die SPG Putzleinsdorf/Hofkirchen richtet sich der Blick deshalb bereits nach vorne. Schon am Freitag geht es weiter, es ist dann das dritte Spiel innerhalb von acht Tagen. Riederer meinte dazu, die Tabelle und auch die Punktezahl würden derzeit schlechter aussehen, als es die Leistungen hergeben. Gerade weil man gegen einen aus seiner Sicht sehr starken Gegner phasenweise mithalten konnte, nimmt man aus der 1:3-Niederlage zumindest die Überzeugung mit, „dass wir eigentlich mit jeder Mannschaft mithalten können“.