In der 1. Klasse Mitte hat die DSG Union Pichling im Duell mit der Union Thalheim eine 1:0-Pausenführung nicht über die Zeit gebracht und musste sich mit einem 2:2-Unentschieden begnügen. Neo-Trainer Christoph Gaigg sprach nach einer starken ersten Hälfte von zwei verlorenen Punkten. Vor allem die Phase direkt nach der Pause, in der Pichling erst den Ausgleich und wenig später auch das 1:2 kassierte, war für ihn der Knackpunkt.

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Christoph Gaigg hatte nach dem Schlusspfiff vor allem die erste Hälfte im Kopf, weil Pichling dort über weite Strecken das auf den Platz brachte, was man sich vorgenommen hatte. "Wir hatten das Spiel in der ersten Halbzeit sehr gut unter Kontrolle", sagte er. Die Gastgeber hatten viel Ballbesitz, ließen den Ball ordentlich laufen und fanden auch gegen tief stehende Gäste immer wieder Lösungen. Thalheim verteidigte laut Gaigg "sehr kompakt" und machte die Räume eng, trotzdem kam Pichling zu Möglichkeiten und ließ auf der anderen Seite wenig zu. Belohnt wurde diese Phase in der 42. Minute, als Simon Zenger einen schönen Angriff über die rechte Seite zum verdienten 1:0 abschloss. Für Gaigg war das die Bestätigung einer Halbzeit, in der seine Mannschaft konzentriert arbeitete, die langen Bälle des Gegners gut wegverteidigte und insgesamt das aktivere Team war.
Umso bitterer war aus Pichlinger Sicht der Beginn nach der Pause. Gaigg machte keinen Hehl daraus, wo für ihn der entscheidende Bruch lag. "Wir haben nach der Halbzeit eine Umschaltsituation nach einem eigenen Eckball nicht gut verteidigt", sagte er. Aus dieser Szene entstand ein Freistoß für Thalheim, den Tino Krajina in der 52. Minute direkt verwertete. Gaigg beschrieb den Ball als "sehr, sehr scharfen Schuss" und stellte klar, dass es für den Torhüter keine Chance gab. Mit dem 1:1 änderte sich für ihn der Charakter der Partie deutlich. "Mit diesem Ausgleich ist bei uns ein wenig der Faden gerissen", sagte er. Nur drei Minuten später legten die Gäste nach. Beim 1:2 durch Almedin Durmisevic über Pichlings rechte Abwehrseite verteidigte die Heimelf nach eigener Einschätzung erneut nicht optimal. Genau das machte den Zwischenstand für Gaigg so ärgerlich, weil seine Mannschaft das Spiel davor lange Zeit unter Kontrolle gehabt hatte.
Die Union Pichling fing sich danach aber wieder und zeigte zumindest die richtige Reaktion. Gaigg hob ausdrücklich hervor, dass seine Mannschaft schon mehrfach nach einem Rückstand zurückgekommen sei, und genau das gelang auch diesmal wieder. Die Gastgeber waren nach dem 1:2 erneut mehr am Drücker und kamen in der 74. Minute durch Benjamin Joseph zum verdienten 2:2. Ganz zufrieden war Gaigg mit dem Punkt trotzdem nicht. "Unter dem Strich sind es für uns zwei verlorene Punkte", sagte er, weil aus seiner Sicht mehr möglich gewesen wäre. Auch in der Schlussphase sah er seine Mannschaft etwas näher am dritten Tor. "Wir hatten am Ende noch die eine oder andere Möglichkeit", erklärte er, sprach auch von Situationen in Überzahl, die nicht optimal zu Ende gespielt wurden. Deshalb blieb am Ende ein Remis, mit dem Pichling leben muss, auch wenn Gaigg überzeugt ist, dass die drei Punkte drin gewesen wären. In der Tabelle bleibt es im vorderen Bereich eng: Thalheim hält nach elf Runden bei 22 Punkten, Pichling bei 21.