Spielberichte

"Wir waren in jedem Zweikampf der Zweite" – Oppolzer über Wilherings schwache erste Halbzeit in Marchtrenk

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SC Marchtrenk Juniors
Wilhering/Mühlbach

In der 1. Klasse Mitte hat die SPG Wilhering/Mühlbach beim SC Gartenkomplett Marchtrenk Juniors eine klare 0:3-Niederlage einstecken müssen. Für Trainer Alexander Oppolzer war vor allem die erste Halbzeit der Knackpunkt. Seine Mannschaft sei von Beginn an nicht ins Spiel gekommen, habe in den Zweikämpfen zu wenig Zugriff gehabt und über weite Strecken in fast allen Bereichen den Kürzeren gezogen.

Rote Schalensitze einer Fußballtribüne

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Eine erste Halbzeit, mit der Wilhering gar nicht zufrieden sein konnte

Oppolzer fand nach dem Schlusspfiff deutliche Worte und machte kein Geheimnis daraus, wie er den Auftritt seiner Mannschaft einordnete. "Wir sind von Anfang an überhaupt nicht ins Spiel gekommen", sagte der Trainer der Gäste. Vor allem die ersten 45 Minuten seien aus seiner Sicht klar unter den eigenen Erwartungen geblieben. "Die erste Halbzeit war richtig schlecht, das war sicher die schlechteste Halbzeit in der Herbstsaison", hielt Oppolzer fest. Besonders geärgert hat ihn dabei, dass seine Mannschaft weder in die Zweikämpfe gekommen sei noch läuferisch auf der Höhe gewesen sei. Gerade das sei etwas, das er von seiner Elf normalerweise anders kenne. Deshalb sprach er auch von einem "rabenschwarzen Tag", an dem sehr wenig von dem aufgegangen sei, was man sich vor dem Spiel vorgenommen hatte.


Marchtrenk legt vor, Wilhering findet keinen Zugriff

Dass Marchtrenk mit der Führung in der 37. Minute das Spiel in seine Richtung zog, passte für Oppolzer ins Gesamtbild dieser Partie. Vor dem 1:0 durch Marko Andrejevic hätte Wilhering den Ball laut seinem Trainer eigentlich schon klären können. "Wir haben uns da nicht abgesprochen", erklärte Oppolzer, der in dieser Szene den Ursprung des Rückstands sah. Danach sei es noch schwieriger geworden, zumal Andrejevic die Situation zum 1:0 nutzte und die Gastgeber damit für ihre aktivere Anfangsphase belohnt wurden. Oppolzer formulierte es insgesamt sehr klar: "Die Marchtrenker wollten das heute viel mehr." Sie seien laufbereiter, intensiver in den Zweikämpfen und von der ersten Minute an mit mehr Nachdruck aufgetreten. Deshalb sprach der Wilheringer Trainer auch von einer "völlig verdienten" Niederlage, weil seine Mannschaft im Großen und Ganzen einfach zu wenig auf den Platz gebracht habe.

Nach der Pause etwas besser, doch das 2:0 nimmt die Hoffnung

Ganz ohne Reaktion blieb Wilhering nach dem Seitenwechsel nicht. Oppolzer sagte, dass seine Mannschaft das Spiel in der zweiten Halbzeit "ein bisschen besser im Griff" gehabt habe und nach einer Systemumstellung aktiver geworden sei. Bis etwa zur 60. Minute sei aber praktisch gar nichts so gelaufen, wie er sich das vorgestellt habe. Auch nach dem 2:0 habe sein Team zumindest noch versucht, wieder in die Partie hineinzukommen. Der zweite Treffer durch Narcis Beniamin Petrean in der 54. Minute fiel aus Sicht des Trainers nach einer guten Umschaltaktion der Gastgeber, bei der seine Mannschaft defensiv "nicht hellwach" gewesen sei. Genau das sei an diesem Tag mehrfach ein Thema gewesen. Wilhering habe zudem zu wenige Umschaltmomente sauber ausgespielt, nur wenige Strafraumsituationen erzeugt und die wenigen vorhandenen Chancen ebenfalls nicht nutzen können. So blieb die Phase nach der Pause zwar ordentlicher, aber nicht stark genug, um das Spiel noch einmal offen zu machen.

Ein verdienter Sieg für Marchtrenk und ein klarer Befund von Oppolzer

Mit dem 3:0 in der Nachspielzeit durch Flavius Samuel Petrean war die Partie endgültig entschieden. Oppolzer nannte dieses Tor "das Tüpfchen auf dem i", weil seine Mannschaft schon davor nicht mehr wirklich zurück in die Begegnung gefunden hatte. Besonders bezeichnend war für ihn, dass Marchtrenk bis zur 60. Minute "in jedem Bereich besser" gewesen sei. "Ich könnte es ganz einfach sagen: alles", antwortete er auf die Frage, was der Gegner besser gemacht habe. Giftiger, spritziger und lauffreudiger seien die Gastgeber gewesen, während Wilhering in zu vielen Duellen nur den zweiten Zugriff gehabt habe. Immerhin stellte Oppolzer auch klar, dass es ein faires Spiel ohne strittige Situationen gewesen sei und der Schiedsrichter eine gute Leistung gezeigt habe. Für Wilhering bleibt damit nach Runde zwölf die Erkenntnis, dass auf gute Wochen diesmal kein weiterer Schritt gefolgt ist. Der Trainer machte aus seiner Sicht keinen Hehl: "Wenn man in jedem Zweikampf der Zweite ist und die Laufbereitschaft nicht auf den Platz bringt, dann kommt so ein Ergebnis zustande."

1. Klasse Mitte: SC Marchtrenk Juniors : Wilhering/Mühlb. - 3:0 (1:0)

  • 92
    Flavius Samuel Petrean 3:0
  • 54
    Narcis Beniamin Petrean 2:0
  • 37
    Marko Andrejevic 1:0