In der 1. Klasse Mitte hat die Union BS-PrintStore Pucking am Samstag gegen Union Leonding einen 0:1-Pausenrückstand noch in einen 3:1-Heimsieg verwandelt. Trainer Helmut Mayr machte nach der Partie vor allem den Glauben an die Wende und den starken Teamgeist als Schlüssel aus. Nach einem sehr frühen Gegentor blieb das Spiel lange zäh, ehe Pucking nach der Pause deutlich effektiver wurde und die Partie drehte.

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Für Pucking begann die Partie denkbar ungünstig, denn schon in der 1. Minute brachte Ademir Serdarevic die Gäste mit 1:0 in Führung. Mayr sprach danach von einem kapitalen Fehler ganz am Anfang: „Wir sind praktisch mit einem 0:1 aus der Kabine gestartet. Das war ein kompletter Konzentrationsfehler.“ Gerade deshalb war der Start aus Sicht der Gastgeber unerquicklich, weil sie von Beginn an einem Rückstand nachlaufen mussten. Viel mehr änderte sich in dieser Phase aber nicht, denn der Pucking-Coach beschrieb den weiteren Verlauf vor der Pause recht deutlich: „Bis zur Halbzeit war das eigentlich eine reine 0:0-Partie.“ Leonding stand laut Mayr „extrem diszipliniert“ und „extrem kompakt“, machte die Räume eng und ließ die Begegnung über weite Strecken dahinlaufen. Pucking hatte zwar das Ergebnis gegen sich, fand aber vorerst keinen Weg, daraus schon vor dem Seitenwechsel Kapital zu schlagen.
Entscheidend wurde dann die Phase nach der Pause. Mayr berichtete, dass man in der Halbzeit „ein bisschen etwas umgestellt“ und „gewisse Dinge angesprochen“ habe. Vor allem aber sei seine Mannschaft danach klarer und zielstrebiger aus der Kabine gekommen: „Wir sind effektiver aus der Kabine gekommen und haben das Spiel gedreht.“ Das zeigte sich zuerst in der 51. Minute, als Pucking zum Ausgleich kam. Nach einem Angriff sorgte zunächst ein Distanzschuss von Adrien Gigl für Gefahr, der Ball konnte nicht sauber festgehalten werden, und Branislav Rozic setzte nach und stellte auf 1:1. Für Mayr war genau diese Phase der Knackpunkt: „Nach dem Ausgleich haben wir daran geglaubt, dass wir das Spiel drehen können.“ Dieser Glaube zahlte sich aus. In der 70. Minute brachte Yakup Cingi die Gastgeber per Freistoß mit 2:1 in Führung. Den Schlusspunkt setzte dann in der 87. Minute Adrien Gigl, der nach erneutem Nachsetzen mit einem Weitschusstor auf 3:1 stellte und die Wende endgültig absicherte.
In der Analyse des Trainers zog sich ein Punkt durch alle Aussagen: Pucking gewann diese Partie aus seiner Sicht vor allem als Kollektiv. „Gut funktioniert hat vor allem der Teamgeist. Das absolute Kollektiv hat wieder daran geglaubt, nach einem Rückstand zurückzukommen und den Sieg unbedingt zu holen“, sagte Mayr. Gerade gegen einen Gegner, den er als schwer bespielbar einstufte, sei das besonders wichtig gewesen. Leonding blieb für ihn lange unangenehm, doch „je länger das Spiel gegangen ist, desto größere Räume haben sie für uns geöffnet“, erklärte der Puckinger Trainer. Dass seine Mannschaft diese Räume in der zweiten Hälfte besser nutzte, war letztlich der Unterschied. Diskussionsstoff abseits des Resultats sah Mayr keinen, im Gegenteil: „Der Schiedsrichter hat eine grundsolide Leistung gebracht.“ Unterm Strich blieb für ihn deshalb vor allem die Freude über den Ausgang. „Ich freue mich über die drei Punkte“, sagte er, ehe er den Blick schon wieder nach vorne richtete: In der nächsten Runde wolle seine Mannschaft nun noch einmal etwas mitnehmen.