Spielberichte

Mauthausen jubelt im Derby: „Das Tor nach der Pause war der Knackpunkt“

ASKÖ Mauthausen
Union Ried/Riedmark

In der 1. Klasse Nord-Ost behielt ASKÖ Mauthausen im Derby gegen Union Ried in der Riedmark mit 3:2 die Oberhand. Nach einem offenen ersten Durchgang fiel die Entscheidung nach der Pause, als Marius Bogdan seinen Doppelpack schnürte. Trainer Szabolcs Szegletes sprach von einer engen Partie, in der der frühe Treffer im zweiten Abschnitt den Unterschied machte und seine Elf in einer intensiven Schlussphase in Überzahl den Sieg heimspielte.

Torwart in Neongrün, im Vordergrund der Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Derby mit fünf Toren und dem besseren Ende für Mauthausen

Die Partie startete so, wie man es von einem Nachbarschaftsduell erwartet: giftig in den Zweikämpfen, aber fußballerisch mit offenem Visier. Union Ried in der Riedmark erwischte den besseren Beginn und ging in Minute 17 durch Maxim Bogdan mit 0:1 in Front. Mauthausen schüttelte sich kurz, kam dann aber zurück: In der 34. Minute stellte Marius Bogdan auf 1:1. Nur zwei Zeigerumdrehungen später drehte Noah Jöbstl das Spiel auf 2:1 (36.). Kurz vor der Pause konterten die Gäste ein zweites Mal – Moritz Aberl traf zum 2:2 (45.), mit dem es in die Kabinen ging. Nach Wiederbeginn legte Mauthausen zu und belohnte sich: Erneut Marius Bogdan netzte in der 57. Minute zum 3:2. In der Schlussphase mussten die Gäste nach Rot für Daniel Pührerfellner (76.) in Unterzahl alles riskieren, Mauthausen blieb stabil und brachte die drei Punkte über die Zeit.

Szegletes über Knackpunkt, Wille und die enge Partie

Für Mauthausen-Trainer Szabolcs Szegletes war es das Derby, das er erwartet hatte. „Das war ein richtiges Derby. Das Spiel war ausgeglichen, beide Mannschaften waren gut vorbereitet – und Gott sei Dank haben wir alle drei Punkte daheim behalten“, sagte er nach dem Schlusspfiff. Entscheidend sah er die Phase kurz nach der Pause: „Wenn du nach der Halbzeit rauskommst und machst das erste Tor, also das dritte, und führst wieder – das war der Knackpunkt für den Gegner.“ Gleichzeitig blieb seine Einordnung geerdet: „Ehrlich, das war eine Unentschieden-Partie. Aber wir machen das dritte Tor und gewinnen das Spiel.“ Besonders freute ihn die Haltung seiner Elf an diesem Abend: „Der Derbysieg ist unglaublich schön. Die Burschen wollten das durchziehen – letzte Heimpartie und dazu das große Derby für uns. Sie haben es durchgezogen, das war unsere Stärke.“

Gegner, Karten und Ausblick: „Wir bleiben kompakt und arbeiten weiter“

Szegletes fand trotz Derby-Hitze anerkennende Worte für die Gäste: „Ried war gut, stabil, mit vielen jungen Spielern und Routiniers – eine gute Mischung. Wir haben gewusst, dass sie in der Rückrunde stark gepunktet haben.“ Deutlich kritischer fiel sein Blick auf die Leitung aus: „Die Schiedsrichterleistung war heute sehr schlecht, es gab auf beiden Seiten viele Fehler. Wenn du mit dem Schiedsrichter nicht normal reden kannst, ist das traurig – heute war es eine Katastrophe.“ Der Coach schilderte aus seiner Sicht strittige Szenen, blieb aber vor allem beim Positiven: „Der Gegner hat am Ende Druck gemacht, aber wir haben das Spiel durchgezogen.“ Für die nächste Woche rechnet er mit Ausfällen, will jedoch am Weg festhalten: „Wir mussten oft umbauen wegen Sperren und Verletzungen. Wir bleiben kompakt, arbeiten weiter – auch körperlich unter der Woche. Glück kommt nicht von selbst, wir erarbeiten es uns.“

1. Klasse Nord-Ost: Mauthausen : Union Ried/Riedmark - 3:2 (2:2)

  • 57
    Marius Bogdan 3:2
  • 45
    Moritz Aberl 2:2
  • 36
    Noah Jöbstl 2:1
  • 34
    Marius Bogdan 1:1
  • 17
    Maxim Bogdan 0:1