In der 1. Klasse Nord-Ost setzte sich die TSU SCRIMO Wartberg / A. am 26. Spieltag mit 3:0 bei Union Bad Zell durch. Nach einer torlosen ersten Hälfte legten die Gäste nach der Pause zu und entschieden die Partie mit einem Doppelschlag von Alexander Lindmeir (69., 72.) sowie einem späten Elfmeter von Lukas Wolfinger (90.+3). Trainer Dominik Grössling sprach von viel Kontrolle – und von einem 1:0, das „das Spiel geöffnet“ und den Weg zum verdienten Auswärtssieg freigemacht habe.

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Wartberg/Aist übernahm früh das Kommando, tat sich gegen den kompakten Block der Hausherren aber lange schwer. „Wir waren von Beginn an spielbestimmend“, ordnete Trainer Dominik Grössling ein. „In der ersten Hälfte haben wir es aber nicht geschafft, mit schnellen Pässen zwischen den Ketten durchzukommen. Der Gegner ist defensiv sehr gut gestanden.“ Bad Zell hielt die Zentrale dicht und suchte sein Heil in hohen Bällen hinter die Wartberger Linie. „Sie haben sich nicht viel am Spiel beteiligt und immer wieder mit langen Bällen versucht, in unsere letzte Reihe zu kommen“, sagte Grössling. So ging es folgerichtig mit 0:0 in die Pause, obwohl die Gäste den Ball laufen ließen und mehr vom Spiel hatten. Erst nach dem Seitenwechsel fand Wartberg das nötige Tempo, um die letzte Kette der Gastgeber konsequenter zu bespielen und Abschlüsse zu erzwingen.
Als Wartberg/Aist das Tempo weiter anhob, kam auch der Ertrag. Der Führungstreffer in Minute 69 wirkte wie ein Befreiungsschlag – nicht nur auf der Anzeigetafel. „Natürlich war das 1:0 der Moment, der uns den Weg geebnet hat“, betonte Grössling. „Das Tor war gut herausgespielt, und mit dem 1:0 hat der Gegner sein Spiel öffnen müssen.“ Nur drei Minuten später legte Alexander Lindmeir nach und schnürte den Doppelpack (72.). „Das Zweite von Alex war mit unglaublicher Wucht“, schwärmte der Trainer. In der Nachspielzeit sorgte Lukas Wolfinger vom Elfmeterpunkt für den 3:0-Endstand (90.+3). „Das dritte war ein Elfmeter von Lukas Wolfinger“, bestätigte Grössling, der die Serie an klaren Abschlüssen als logische Folge der stärkeren zweiten Hälfte sah: „Da haben wir den Ball super laufen lassen und die letzte Kette gut bespielt.“
Trotz des klaren Resultats verteilte Grössling faire Worte an den Gegner: „Hinten sind sie gut gestanden und haben sehr wenig zugelassen, gerade in der ersten Halbzeit.“ Dass es nach der Pause doch deutlich wurde, führte er auf die spielerische Überlegenheit seiner Mannschaft zurück: „Wir hatten fußballerisch sicher mehr drauf als der Gegner.“ Diskussionen über den Unparteiischen blieben aus, der Trainer sprach von einer „Schiedsrichterleistung, die in Ordnung war“.
Mit dem Auswärtssieg kommt Wartberg/Aist nach 26 Runden auf 48 Punkte und steht damit im oberen Drittel der Liga. Zum Schluss wurde Grössling persönlich: „Ich möchte Lukas Wolfinger und Harald Fragner, die ihre Karriere in Wartberg beenden, alles Gute für den nächsten Weg nach dem Fußball wünschen. Ich hoffe, dass ich sie noch einige Male in Wartberg am Sportplatz treffe.“