In der 1. Klasse Nord-Ost ist die Union Agora Königswiesen mit einem 3:1-Auswärtssieg bei der Union Alberndorf gestartet. Nach einer torlosen und laut Neo-Trainer Rudolf Buchinger "sehr ausgeglichenen" ersten Hälfte machte vor allem der Auftritt nach der Pause den Unterschied. Der neue Coach sprach von einer "sehr starken zweiten Hälfte" seines Teams und sah darin den klaren Grund dafür, warum seine Mannschaft zum Auftakt drei Punkte mitnahm.

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Der Spielverlauf bestätigte genau das Bild, das Rudolf Buchinger nach dem Schlusspfiff zeichnete. In den ersten 45 Minuten entwickelte sich eine enge Partie, in der sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. "Die erste Hälfte war sehr ausgeglichen, das hätte in beide Richtungen gehen können", sagte der Trainer von Union Agora Königswiesen. Zur Pause stand es folgerichtig 0:0. Nach dem Seitenwechsel kam Union Agora Königswiesen aber deutlich besser in die Partie. Oliver Hackl brachte die Gäste in der 53. Minute mit 1:0 in Führung. Damit hatte die starke zweite Hälfte, von der Buchinger sprach, auch ein klares Ergebnis auf der Anzeigetafel. In der 75. Minute legte Daniel Vanek das 2:0 nach, ehe Marco Mühlbachler in der 84. Minute auf 3:0 stellte. Union Alberndorf kam durch Michael Leitner in der 90. Minute noch zum 1:3, am Ausgang der Partie änderte das aber nichts mehr.
Für Buchinger lag der Unterschied zwischen den beiden Teams nicht in einem einzelnen Moment, sondern in der Art, wie seine Mannschaft nach der Pause auftrat. "Der entscheidende Unterschied war unsere sehr starke zweite Hälfte", fasste er den Abend zusammen. Dass Union Agora Königswiesen den Auftakt gewinnen konnte, führte er vor allem auf zwei Dinge zurück. Einerseits gefiel ihm das Auftreten gegen den Ball. "Wir waren gegen den Ball kompakt", sagte er. Andererseits sah er seine Mannschaft in der zweiten Hälfte auch zielstrebiger vor dem Tor. Buchinger sprach von "schön herausgespielten Toren" und erklärte: "Wir haben die Tore gut herausgespielt und unsere Chancen zu unserem Torerfolg genutzt." Ganz ohne Kritik blieb der Trainer trotz der drei Treffer aber nicht. "Im Torabschluss haben wir noch Luft nach oben", sagte er und machte damit klar, dass der Sieg für ihn kein Anlass ist, sich nach dem ersten Spieltag zurückzulehnen.
Auffällig war nach dem Spiel auch, wie viel Respekt Buchinger für den Gegner übrig hatte. Die Union Alberndorf bezeichnete er als "sehr spielstarken Aufsteiger", und genau deshalb ordnete er den Auswärtssieg entsprechend hoch ein. Dass die Partie vor der Pause offen war, passte zu dieser Einschätzung. Umso mehr Gewicht bekam aus Sicht der Gäste jene Phase nach dem Seitenwechsel, in der die Union Königswiesen das Spiel auf ihre Seite zog. Auch für Schiedsrichter Wagner fand Buchinger klare Worte. "Das war eine sehr starke Schiedsrichterleistung, da gibt es keine Diskussionen über Spielsituationen", sagte der Trainer. Unter dem Strich steht damit ein Auftakt, der den Königswiesenern drei Punkte bringt und zugleich eine klare Erkenntnis liefert: Wenn die Mannschaft so kompakt auftritt wie in der zweiten Hälfte in Alberndorf, dann ist sie in dieser Liga sofort konkurrenzfähig.