In der 1. Klasse Nord-Ost hat die Sportunion Schweinbach am zweiten Spieltag gegen Union Agora Königswiesen einen 0:1-Rückstand gedreht und sich mit 2:1 durchgesetzt. Für Trainer Wolfgang Klapf war vor allem der Ausgleich der Punkt, an dem seine Mannschaft wieder an sich glaubte und im Spiel bessere Lösungen fand. Unterm Strich stand für ihn ein verdienter Heimsieg in einer Partie, die lange umkämpft blieb.

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Sportunion Schweinbach übernahm von Anfang an das Kommando und ließ Ball und Gegner geschickt laufen. Entgegen dem Spielverlauf brachte Lukas Kastenhofer die Gäste nach einem Fehler im Spielaufbau in der 15. Minute mit 1:0 in Führung, und genau dieses Bild hatte Klapf auch nach dem Spiel im Kopf. "Es war ein sehr umkämpftes Spiel. Königswiesen hat mit ihren Mitteln gespielt, mit langen Bällen auf die Nummer neun und auf Konter gelauert. Damit haben wir uns nicht leichtgetan", sagte der Trainer der Sportunion Schweinbach. Trotzdem fand seine Mannschaft noch vor der Pause die passende Antwort. In der 29. Minute sorgte Andreas Haslmaier für das 1:1, und dieses Tor hatte für Klapf deutlich mehr Bedeutung als nur den Ausgleich. "Der entscheidende Moment war auf alle Fälle der 1:1-Ausgleich. Wir haben wieder Mut geschöpft, wieder an uns geglaubt und auch spielerische Mittel gefunden, die Abwehr zu knacken", erklärte er. Dass es mit 1:1 in die Halbzeit ging, passte damit auch zum Eindruck des Trainers, dass sein Team nach schwierigem Beginn immer besser in die Partie hineinfand.
Klapf konnte nach dem Schlusspfiff auch genau benennen, warum gerade das 1:1 für ihn der Knackpunkt war. Andreas Haslmaier traf aus rund 20 Metern, der Ball sprang über die Innenstange ins Tor. Mehr brauchte Schweinbach in dieser Phase offenbar nicht, um wieder auf Kurs zu kommen. Nach dem Seitenwechsel drehte die Heimelf das Spiel dann endgültig. In der 54. Minute machte Ufuk Yilmaz das 2:1, laut Klapf nach "einer sehr schönen Einzelaktion", als er von der linken Seite in die Mitte zog und mit dem rechten Fuß ins lange Eck abschloss. Gleichzeitig verschwieg der Schweinbach-Coach nicht, dass im Offensivspiel noch Luft nach oben bleibt. "Die Boxbesetzung war leider nicht optimal. Deswegen haben wir uns lange schwergetan", sagte er.
Ein wesentlicher Punkt in Klapfs Analyse war die Arbeit gegen den Ball. "Was gut funktioniert hat, war die Kompaktheit. Wir haben, glaube ich, bis auf das Gegentor keine Torchance zugelassen. Wir waren mutig, wir waren engagiert, wir waren alle bereit und das war dann auch der Schlüssel zum Erfolg", sagte der Trainer. Auch den Gegner ordnete er klar ein. Union Agora Königswiesen habe ab dem Mittelkreis attackiert, auf Fehler gewartet und genau einen davon zum 0:1 genutzt. Danach, so Klapf, habe seine Mannschaft die langen Bälle besser verteidigt. Selbst den Unparteiischen erwähnte er kurz und positiv: "Der Schiedsrichter war sehr unauffällig, was für eine sehr gute Leistung spricht." Insgesamt sieht Klapf sein Team ohnehin auf einem ordentlichen Weg. "Wir hatten keine leichte Trainingswoche hinter uns. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Nach dem späten Ausgleich in der Vorwoche war das ein kleiner Tick für uns. Aber wir sind auf einem guten Weg und ich bin überzeugt, dass wir noch besser spielen können." Mit vier Punkten aus zwei Spielen steht die Sportunion Schweinbach damit nach Runde zwei im oberen Bereich der Tabelle, und der Trainer lieferte gleich die passende Einordnung mit: Der Sieg war für ihn verdient, aber noch lange nicht das Ende der Entwicklung.