In der 1. Klasse Nord-Ost hat die Union Alberndorf am Sonntagnachmittag gegen die Union Autohaus Aumayr Schönau ein wildes 3:3-Unentschieden geholt. Der Aufsteiger lag früh zurück, drehte die Partie bis zur Pause und war auch in der zweiten Hälfte noch einmal vorne, brachte den Heimsieg aber nicht über die Zeit. Trainer Matthias Lang sah nach dem Abpfiff vor allem in den Fehlern gegen den Ball den Grund dafür, dass am Ende nur der erste Punkt der Saison herausschaute.

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Der Start in die Partie war aus Sicht der Gastgeber genau das, was Matthias Lang seiner Mannschaft im Nachhinein vorwarf. "Wir haben den Anfang verschlafen und leider gleich ein Gegentor bekommen", sagte der Alberndorf-Trainer. Schon in der 5. Minute brachte Alexander Andorfer die Gäste mit 1:0 in Führung. Lang ärgerte sich dabei vor allem über das Verteidigen der Szene nach einem Einwurf: "Da haben wir den Stürmer im Sechzehner aufdrehen lassen." Danach fand Alberndorf aber deutlich besser ins Spiel. Lang sprach davon, dass seine Elf "das Kommando übernommen" habe, und das zeigte sich auch am Spielstand. Michael Schinagl glich in der 26. Minute nach einem Eckball zum 1:1 aus, ehe Moritz Kneidinger in der 37. Minute ebenfalls nach einer Standardsituation das 2:1 nachlegte. Für Lang war diese Führung verdient, weil seine Mannschaft nach dem frühen Rückschlag die aktivere Phase hatte und vor allem nach vorne immer wieder Lösungen fand.
Was Alberndorf vor der Pause gut im Griff hatte, kippte nach dem Seitenwechsel wieder. Lang sagte offen, dass Schönau "wieder besser ins Spiel gekommen" sei und seine Mannschaft die Ordnung verloren habe und nicht mehr so aktiv am Ball war , wie in der ersten Halbzeit. Genau das spiegelte sich auch im Ausgleich wider. In der 54. Minute traf Justin Joachim Himmelbauer zum 2:2, und Lang sprach dabei von einem Abstimmungsfehler in der Hintermannschaft: "Da waren wir auch wieder nicht ganz munter." Trotzdem kam Alberndorf noch einmal zurück. In der 71. Minute stellte Rafael Danninger auf 3:2, wobei Lang die Entstehung als "diskussionswürdig" beschrieb, weil dem Treffer ein Elfmeter vorausging. Lange sah es danach so aus, als würden die Gastgeber den Vorsprung doch noch ins Ziel bringen. In der Nachspielzeit kam Schönau aber noch einmal zurück. Wieder war es Justin Joachim Himmelbauer, der in der 91. Minute zum 3:3 traf.
Auch in der Analyse nach dem Spiel machte Lang einen klaren Unterschied zwischen den beiden Richtungen im Spiel seiner Mannschaft. "Grundsätzlich hat das Spiel nach vorne schon besser funktioniert", sagte er und verwies vor allem auf die erste Halbzeit, in der Alberndorf schnell in die Tiefe gekommen sei und das Spiel gut verlagert habe. Gerade in dieser Phase erspielten sich die Gastgeber nicht nur die beiden Tore, sondern kamen laut Lang auch zu einigen weiteren Chancen. Gleichzeitig sprach der Trainer aber sehr deutlich an, wo er den größten Verbesserungsbedarf sieht. "Was wir besser machen müssen, ist, dass wir gegen den Ball genauer sind und wieder Kompakter verteidigen", sagte er. Genau dort machte Lang auch den Unterschied zur zweiten Halbzeit aus, als Schönau körperlich präsenter auftrat und mit seinen Offensivakteuren immer wieder Probleme bereitete. Der Coach beschrieb die Partie insgesamt als "offenen Schlagabtausch", in dem die Gäste in den Zweikämpfen nach der Pause Vorteile hatten.
Trotz des späten Ausgleichs wollte Lang das 3:3 nicht größer machen, als es aus seiner Sicht war. "In Summe war es ein gerechtes Unentschieden", sagte der Trainer, weil beide Mannschaften ihre guten Phasen hatten und auch zu Chancen kamen. Seine Mannschaft sei vor allem in der ersten Halbzeit besser gewesen, die Union Schönau dafür nach der Pause spielbestimmender. Auch zum Unparteiischen fand Lang nach einem aus seiner Sicht schwierigen Nachmittag einen nüchternen Zugang. "In Summe hat er das gut gemacht in einem temporeichen Match." Für Alberndorf bleibt damit zumindest der erste Zähler der noch jungen Saison. "Wir sind froh, dass wir jetzt einmal angeschrieben haben und phasenweise schon gut mithalten können mit Top-Teams der Vorsaison", sagte Lang. Gleichzeitig schob er gleich nach, woran gearbeitet werden muss: "Wir müssen definitiv schauen, dass wir wieder besser gemeinsam und leidenschaftlicher verteidigen, um weniger Gegentore zu kassieren".