In der 1. Klasse Nord-Ost hat die Union Ried/Riedmark bei der ASKÖ Luftenberg mit 3:0 gewonnen und damit auch das zweite Saisonspiel für sich entschieden. Trainer Matthias Lindtner sah zwar einen zähen Beginn, danach aber eine Partie, die seine Mannschaft über weite Strecken klar auf ihre Seite zog. Vor allem die Dominanz nach dem ersten Tor und das zweite Spiel in Folge ohne Gegentor blieben für ihn hängen.

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Ganz zufrieden war Lindtner mit dem Einstieg seiner Mannschaft nicht. „Wir hatten die ersten zehn Minuten Probleme, uns an den Untergrund und an den Gegner heranzutasten“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Diese Anfangsphase habe klar ASKÖ Luftenberg gehört, ehe Union Ried in der Riedmark mehr Ruhe am Ball fand und die Abläufe besser zusammenpassten. Danach sah Lindtner sein Team deutlich im Vorteil: „Dann haben wir sicher 80 Minuten klar das Spiel auf unsere Seite ziehen können, vom Ballbesitz und vor allem der Chancengestaltung her.“ Auf der Anzeigetafel wurde das noch vor der Pause sichtbar. In der 34. Minute brachte Arda Kisin die Gäste mit 1:0 in Führung, sechs Minuten später legte David Andraschko das 2:0 nach. Dass Union Ried in der Riedmark mit diesem Doppelschlag zur Pause vorne lag, passte genau zu jener Phase, in der die Gäste laut ihrem Trainer immer besser ins Spiel kamen und die Kontrolle übernahmen.
Den wichtigsten Moment der Partie machte Lindtner klar am ersten Treffer fest. „Das 1:0 war für mich der spielentscheidende Moment“, sagte er. Für ihn war es nicht nur ein Tor, sondern der Beleg dafür, dass der Plan gegen ASKÖ Luftenberg nun aufging. Lindtner sah den Treffer als gut herausgespielte Aktion, die seiner Mannschaft zusätzliche Sicherheit gab. Noch vor der Pause stand es 2:0, kurz nach dem Seitenwechsel sorgte Utku Süne in der 48. Minute mit dem 3:0 für klare Verhältnisse. Gerade an diesem Punkt setzte aber auch die einzige echte Kritik des Trainers an. „Es müssten sicher viel mehr Tore auf unserer Seite gefallen sein“, meinte Lindtner, der von Chance um Chance sprach und seiner Mannschaft vorwarf, die Möglichkeiten nicht konsequent genug genutzt zu haben. Sein Fazit fiel deshalb klar aus: Der Sieg sei hochverdient gewesen, aber aus seiner Sicht hätte Union Ried in der Riedmark deutlich höher gewinnen müssen.
Was dem Trainer trotz der vergebenen Chancen gefiel, war die Art und Weise, wie seine Mannschaft nach dem schwierigen Beginn auftrat. „Richtig gut funktioniert hat heute für mich die Kommunikation und auch die Spielfreude nach diesen ersten zehn Minuten“, erklärte Lindtner. Besonders die Bewegung ohne Ball hob er hervor, dazu den lautstarken Auftritt seiner Elf auf einem Rasen, den er als hoch und uneben beschrieb. Gerade unter diesen Bedingungen sei es wichtig gewesen, sauber miteinander zu arbeiten und das Spiel gut zu coachen. Auch über Schiedsrichter Becirbasic verlor Lindtner keine kritischen Worte. Für ihn war es „eine sehr unaufgeregte Partie“, in der der Unparteiische die Linie klar erklärt und dann durchgezogen habe. Viel wichtiger war dem Trainer ohnehin der Blick auf die eigene Entwicklung. „Ich bin sehr froh, zum zweiten Mal die Null gehalten zu haben“, sagte Lindtner. Nach zwei Spielen und sechs Punkten sieht er den Start als geglückt an, gleichzeitig kündigte er an, bewusst an der Chancenverwertung zu arbeiten. Die defensive Stabilität, die die Union Ried aktuell mitbringt, soll die Grundlage für die nächsten Aufgaben bleiben.