In der 1. Klasse Nord-Ost hat sich die ASKÖ Mauthausen am Samstagnachmittag vom SV Pichler Automobile Steyregg mit 1:1 getrennt. Lange deutete nach der späten Führung vieles auf einen Heimsieg hin, am Ende blieb es aber bei einem Punkt. Trainer Szabolcs Szegletes brachte seine Einordnung schnell auf den Punkt: „Es war eine X-Partie“, weil beide Seiten ihre Chancen nicht konsequent genug nutzten.

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Die Partie entwickelte sich genau in die Richtung, die Szegletes nach dem Schlusspfiff beschrieb. Zur Pause stand es 0:0, und schon dieses Ergebnis passte zum Eindruck eines offenen Spiels, in dem beide Mannschaften Möglichkeiten hatten, aber keine den entscheidenden Schlag setzen konnte. Der Trainer sagte rückblickend: „Es war eine typische X-Partie, in der beide Mannschaften Chancen ausgelassen haben.“ Nach dem Seitenwechsel legten die Gastgeber zu, gingen in der 81. Minute durch Pascal Haller mit 1:0 in Führung und hatten damit plötzlich den Dreier vor Augen. Lange hielt dieser Vorsprung aber nicht, denn nur drei Minuten später stellte Constantin Schön für den Aufsteiger auf 1:1. Damit war der Endstand hergestellt, obwohl Mauthausen den Sieg schon vor sich hatte.
Aus Sicht des Mauthausener Trainers lag der Unterschied zwischen den beiden Halbzeiten vor allem im eigenen Spiel mit dem Ball. „In der ersten Halbzeit waren wir nicht besonders gut. Da habe ich meiner Mannschaft gesagt, dass wir uns spielerisch verbessern müssen“, erklärte Szegletes. Genau das habe sein Team nach der Pause zumindest teilweise geschafft. „In der zweiten Halbzeit haben wir das einigermaßen besser gemacht, und da waren wir auch mehr im Ballbesitz“, so seine Einschätzung. Damit wurde Mauthausen aktiver, ohne sich allerdings entscheidend abzusetzen. Szegletes wollte das Remis deshalb auch nicht allein auf die späten Tore reduzieren. Für ihn blieb die Chancenverwertung auf beiden Seiten der Hauptgrund, warum am Ende kein Sieger feststand. „Nicht nur wir, sondern auch Steyregg hat Chancen gehabt. Ein Unentschieden war gerecht“, sagte er sehr klar.
Dass die ASKÖ Mauthausen trotz später Führung keinen Sieg mitnahm, wollte Szegletes nicht nur an der Schlussphase festmachen. „Wenn wir in der ersten Halbzeit unsere großen Chancen machen, ist es vielleicht anders, aber das ist nachträglich immer schwierig zu sagen“, meinte er und legte damit den Finger auf das Thema Effizienz. Gleichzeitig verteilte er dem Gegner ein klares Kompliment. Der SV Steyregg sei „stabil“ und habe „routinierte, gute Spieler“ ebenso wie junge Kräfte in seinen Reihen, insgesamt also „eine gute Mischung“. Auch mit der Leistung des Unparteiischen war er im Großen und Ganzen einverstanden: „Die Leistung von Schiedsrichter Shushura war eigentlich das ganze Spiel in Ordnung, wirklich gut.“ Nur mit einer Entscheidung war er nicht einverstanden. Für Mauthausen steht damit nach drei Runden ein weiterer Zähler zu Buche, die Mannschaft hält nun bei sieben Punkten und bleibt damit in der Spitzengruppe der Liga.