In der 1. Klasse Nord-Ost trennten sich der SC BT-Bau Tragwein/Kamig und die Union Agora Königswiesen mit einem 2:2-Unentschieden. Für Neo-Trainer Rudolf Buchinger war es trotzdem kein Spiel, aus dem er viel Positives mitnahm. Er sprach von einer „schwachen Partie“ und sah den Knackpunkt darin, dass seine Mannschaft nach dem 2:1 nicht auf 3:1 stellte. So blieb nach zwei Führungen nur ein Punkt.

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Der Start sprach zunächst klar für die Gäste. Schon in der 4. Minute brachte Daniel Vanek Königswiesen mit 1:0 in Führung, und genau diesen Beginn meinte Buchinger auch, als er sagte: „Wir hatten einen guten Start.“ Viel freundlicher fiel seine Einordnung danach aber nicht mehr aus. „Nach der 15. Minute war es ein schlechtes Spiel“, sagte der Trainer, der die Partie insgesamt sehr nüchtern bewertete. Zur Pause lag Königswiesen zwar 1:0 voran, doch Zufriedenheit war aus seinen Aussagen nicht herauszuhören. Das Ergebnis passte aus Sicht der Gäste, die Leistung dagegen deutlich weniger. Buchinger machte damit schon früh klar, dass ihn nicht der Punktverlust allein störte, sondern vor allem der Auftritt seiner Mannschaft über weite Strecken.
Nach dem Seitenwechsel bekam Tragwein dann auch im Ergebnis Zugriff auf die Partie. Lorenz Huber traf in der 69. Minute zum 1:1 und stellte damit alles wieder auf Anfang. Königswiesen reagierte noch einmal und ging in der 77. Minute durch Yannic Haslinger erneut in Führung. Genau in dieser Phase sah Buchinger die große Möglichkeit, das Spiel auf die eigene Seite zu ziehen. „Wir konnten leider das 3:1 nicht machen“, sagte er knapp, aber sehr eindeutig. Statt die zweite Führung auszubauen, musste seine Mannschaft in der 84. Minute noch den Ausgleich hinnehmen. Wieder war es Huber, der für Tragwein traf und mit seinem zweiten Tor des Tages auf 2:2 stellte. So blieb Königswiesen trotz zweimaliger Führung am Ende nur ein Remis.
Dass Buchinger mit dem Gesamtauftritt seiner Elf haderte, machte er ohne Umschweife deutlich. Auf die Frage, was gut funktioniert habe, antwortete er: „Sehr wenig an diesem Tag.“ Noch klarer wurde er bei der Suche nach den Gründen, warum aus zwei Führungen kein Sieg wurde. „Hundertprozentiger Einsatz“ habe gefehlt, sagte der neue Trainer, der damit weniger über Taktik oder Einzelaktionen sprach, sondern über die Grundtugenden. Auch den Gegner stufte er nicht als übermächtig ein, sondern nannte den SC Tragwein/Kamig „gut“. Gerade deshalb bleibt dieses 2:2 aus Sicht der Königswiesener ein Ergebnis, das eher nach liegen gelassenen Punkten aussieht. In der Tabelle steht die Mannschaft nach elf Runden mit 20 Zählern zwar weiter im oberen Bereich, doch Buchingers Aussagen zeigten deutlich, dass er in Tragwein mehr erwartet hatte.