In der 1. Klasse Nord-Ost hat sich die ASKÖ Luftenberg im Derby gegen den SV Pichler Automobile Steyregg mit 0:1 geschlagen geben müssen. Trainer Thomas Steindl sah keinen einzelnen Knackpunkt, sondern vor allem eine verpasste Vorentscheidung des Aufsteigers. Das Goldtor von Gregor Rehberger fiel früh, doch weil Steyregg mehrere Chancen liegen ließ, blieb die Partie bis zum Schlusspfiff in diesem intensiven Derby offen.

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Es war, wie Steindl sagte, „ein Derby“, und genau so begann die Partie auch. Viel Ruhe war anfangs auf beiden Seiten nicht zu sehen, dafür Hitzigkeit, Intensität und viele direkte Duelle. Der Trainer sprach davon, dass beide Mannschaften zunächst nicht richtig frei gewesen seien und seine Elf deshalb nicht so gut ins Spiel gekommen sei, wie man sich das gewünscht hätte. Nach einigen Minuten änderte sich das aber. Steyregg bekam laut Steindl mehr Ruhe am Ball, nahm das Spiel „mehr in die Hand“ und machte die Partie zunehmend selbst. In dieser Phase fiel auch das Tor des Tages: Gregor Rehberger traf bereits in der 13. Minute zum 1:0. Steindl hob bei dieser Szene vor allem die Entstehung hervor und bezeichnete den Angriff als „super gespielt“. Bis zur Pause blieb Steyregg das aktivere Team, weil die Gäste immer wieder sauber nach vorne kamen und sich weitere Möglichkeiten erarbeiteten.
Gerade das war für Steindl im Rückblick der wichtigste Punkt. „Wir hätten das Spiel viel früher zumachen können“, sagte er, und genau daran knüpfte seine Analyse immer wieder an. Noch vor der Pause hatte Thomas Stöger die große Möglichkeit, als er alleine vor dem Tormann auftauchte, den Ball aber nicht im Tor unterbrachte. Dazu kam noch eine weitere gute Situation für Rehberger, die ebenfalls ungenutzt blieb. Auch nach dem Seitenwechsel bot sich Steyregg früh die Chance, den Vorsprung auszubauen, doch wieder fiel das zweite Tor nicht. Für Steindl war damit klar, warum die Partie offen blieb: „Dann passiert, was passieren muss, wenn wir es nicht schaffen, ein Tor zu schießen.“ In dieser Phase ließ Steyregg dem noch sieglosen Tabellenletzten aus seiner Sicht unnötig in der Partie. Die Gastgeber kamen über das Zentrum und mit langen Bällen zu ihren Szenen, trafen einmal die Stange und blieben so bis zum Ende im Spiel.
Trotz dieser heikleren zweiten Hälfte blieb Steindl in seiner Gesamteinschätzung klar. „Insgesamt waren wir die bessere Mannschaft. Wir hatten mehr Chancen“, meinte er, auch wenn er zugleich offen zugab, dass Luftenberg „vor allem in der zweiten Hälfte auch ein Tor verdient gehabt hätte“. Gefallen hat ihm phasenweise das kompakte Verteidigen und das Spiel über die Seiten, weil Steyregg dort immer wieder Lösungen fand und den Ball ins Zentrum brachte. Luft nach oben sieht er aber ebenso deutlich. Seine Mannschaft habe nicht durchgehend in die Ordnung gefunden und sei in manchen Phasen zu hektisch geworden. Den Gegner beschrieb er als intensiv und zweikampfstark, mit gefährlichen langen Bällen zwischen die Linien. Auch den Schiedsrichter bewertete Steindl positiv: „Das hat gepasst, das war eine saubere Leistung.“ Damit stand unter dem Strich ein knapper, aber wichtiger Derbysieg.
Für den SV Steyregg ist das 1:0 deshalb mehr als nur ein enger Auswärtssieg, auch wenn der Trainer den Sonntagnachmittag lieber früher beruhigt gesehen hätte. „Ich glaube, wir hatten einen Plan. Ich glaube, wir sind insgesamt die bessere Mannschaft. Wir haben es heute geschafft, das umzusetzen“, sagte Steindl. Genau das war für ihn der Unterschied zwischen den beiden Teams, auch wenn das Ergebnis am Ende knapper blieb, als es aus seiner Sicht hätte sein müssen. Viel Zeit zum Genießen bleibt ohnehin nicht. Vor der Winterpause warten für Steyregg noch zwei Aufgaben auswärts gegen Alberndorf und danach gegen Schweinbach. Gerade deshalb will Steindl, dass seine Mannschaft jetzt gleich nachlegt. Seine Vorgabe für den Herbst-Endspurt formulierte er deutlich: „Jetzt noch zwei Wochen Vollgas und dann ist eine gute Winterpause.“