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„Da hätten wir den Sack zumachen können“ – Union Alberndorf gibt 2:0-Führung gegen Steyregg aus der Hand

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Union Alberndorf
SV Steyregg

In der 1. Klasse Nord-Ost hat die Union Alberndorf gegen den SV Pichler Automobile Steyregg im Duell zweier Aufsteiger nach einer 2:0-Führung nur ein 2:2-Unentschieden erreicht. Für Trainer Matthias Lang war das Remis am Ende zwar „in Summe gerecht“, trotzdem blieb vor allem eine Szene hängen. „Da hätten wir den Sack zumachen können“, sagte der Coach über die große Chance auf das 3:0. Genau zwischen starkem Beginn, dem verpassten dritten Treffer und einer Partie, die danach kippte, lag ein Samstagnachmittag, der für die Gastgeber wieder einmal zeigte, warum sie derzeit im Tabellenkeller festhängen.

Blick auf die Beine eines Spielers, im Hintergrund der Schiedsrichter

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Starker Start und klare Vorteile in Anfangsphase

Alberndorf war über weite Strecken der ersten halben Stunde das aktivere Team und setzte genau dort an, wo Lang seine Stärken sah. „Wir haben die ersten zwanzig, dreißig Minuten wirklich sehr gut gemacht, das Spiel schnell verlagert und sind über die Seiten mit Tempo drüber gekommen“, erklärte der Trainer. Schon in der 6. Minute ging seine Mannschaft in Führung. Nach einem Standard, den Lang erneut als Waffe hervorhob, ließ der Steyregger Tormann den Ball aus, Paul Warschenhofer drückte ihn nur mehr über die Linie. Auch das 2:0 in der 24. Minute passte ins Bild dieser Phase, weil Alberndorf laut dem Trainer über links gut nach vorne kam und Niklas Zarzer den starken Beginn mit dem zweiten Treffer belohnte. Dazu hielt vorne Michael Schinagl viele Bälle, sicherte Angriffe und gab den Gastgebern im Spiel nach vorne Halt, ehe er zur Pause krankheitsbedingt rausmusste.


Große Chance auf 3:0 blieb liegen

Bis dahin hatte Alberndorf vieles im Griff, umso mehr ärgerte Lang jene Szene, die für ihn den Verlauf der Partie offenließ. „Das war eine Riesenchance von uns zum 3:0. Da hätten wir den Sack zumachen können“, sagte er deutlich. Die Möglichkeit war aus kurzer Distanz da, doch der Ball ging im Fünfer über das Tor. Lang erklärte die Situation ohne große Schuldzuweisung: „Es war ein bisschen unglücklich, weil der Spieler wohl nicht mehr damit gerechnet hat, dass der Ball noch kommt.“ Statt der möglichen Vorentscheidung kam Steyregg zurück. Besonders bitter aus Alberndorfer Sicht war, dass der Anschlusstreffer laut Lang aus einer Situation entstand, aus der eigentlich keine Gefahr für seine Mannschaft bestand. Beim 2:1 in der 34. Minute griff das Pressing der Gastgeber nicht, ließen einen Spieler, der mit dem Rücken zum Tor in deren Hälfte stand, aufdrehen. In der Folge kombinierten sich die Gäste stark durch und Leon Luis Zimmer verkürzte sehenswert noch vor der Pause auf 2:1.

Nach Seitenwechsel kippt Partie

Mit dem Anschlusstreffer war das Spiel längst wieder offen, und genau so erlebte es auch Lang. „Dann ist das Spiel bis zur 75., 80. Minute zu ihren Gunsten gekippt“, sagte der Trainer. Steyregg bekam mehr Zugriff, überlud die Flügel gut und stellte Alberndorf damit vor Aufgaben, die die Gastgeber nicht mehr so sauber lösen konnten wie in der Anfangsphase. Der Ausgleich in der 60. Minute durch Michael Puchner fiel dann aus einem Abstimmungsfehler zwischen Tormann und eines Abwehrspielers, wie Lang erklärte. Danach hatten die Gäste noch einige Möglichkeiten um das Spiel zu drehen, bei denen Alberndorfs Schlussmann seine Mannschaft mit guten Paraden im Spiel hielt. Ganz weg war Alberndorf aber nicht. In der Schlussphase kamen die Gastgeber noch einmal besser in die Partie, waren wieder näher am Drücker und hatten laut Lang in den letzten zehn Minuten sogar noch eine Riesenchance auf den Sieg.

„In Summe gerecht“, aber Alberndorf wartet auf Belohnung

Darum fiel Langs Gesamturteil am Ende auch zweigeteilt aus. Einerseits sagte er: „In Summe war das Unentschieden gerecht. Jede Mannschaft hatte ihre Momente, in denen sie das Spiel auf ihre Seite hätte ziehen können.“ Andererseits klang bei ihm auch mit, warum sich die Union Alberndorf mit solchen Spielen derzeit nicht entscheidend nach vorne arbeitet. „Momentan fehlt uns einfach ein bisschen das Spielglück“, meinte der Trainer und verwies zusätzlich auf individuelle Fehler, die in der aktuellen Tabellenlage besonders schwer wiegen. Gleichzeitig stellte er seiner Mannschaft ein ordentliches Zeugnis aus: „Sie hat wieder bis zum Schluss gekämpft und nicht aufgegeben.“ Auch den Gegner ordnete Lang respektvoll ein. Der SV Steyregg sei „eine gute Mannschaft“, die Fußball spielen wolle und einen Plan hat.  Für Alberndorf bleibt damit ein Punkt, der nach dem Verlauf erklärbar ist, aber nicht ganz zufrieden macht. Vor dem letzten Spiel wünscht sich Lang nun vor allem eines: „Dass wir uns endlich einmal belohnen und das Spielglück wieder ein bisschen auf unsere Seite kriegen.“

1. Klasse Nord-Ost: Alberndorf : Steyregg - 2:2 (2:1)

  • 60
    Michael Puchner 2:2
  • 34
    Leon Luis Zimmer 2:1
  • 24
    Niklas Zarzer 2:0
  • 6
    Paul Warschenhofer 1:0