In der 1. Klasse Nord-Ost musste sich die Union Agora Königswiesen am Samstagnachmittag der SPG Katsdorf mit 2:4 geschlagen geben. Neo-Trainer Rudolf Buchinger sprach nach einer aus seiner Sicht "ausgeglichenen Partie auf hohem Niveau" vor allem über zwei unglückliche Gegentore und die fehlende Konsequenz vor dem Tor. Genau dort lag für ihn am Ende der Unterschied, obwohl seine Mannschaft bis in die Nachspielzeit hinein im Spiel blieb.

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Buchinger erlebte eine Partie, die er als "ausgeglichen und auf hohem Niveau" einordnete, und der Spielverlauf deckte diese Sicht über weite Strecken. Katsdorf ging in der 16. Minute durch Ladislav Janda mit 1:0 in Führung, Königswiesen ließ sich davon aber nicht abschütteln und kam noch vor der Pause zurück. Yannic Haslinger stellte in der 45. Minute auf 1:1, womit es auch in die Halbzeit ging. Nach dem Seitenwechsel legten die Gäste durch Mattias Kerschbaummair in der 66. Minute wieder vor, ehe Tobias Strasser in der 81. Minute auf 1:3 erhöhte. Ganz entschieden war das Spiel damit aber noch nicht, weil Markus Hackl in der Nachspielzeit auf 2:3 verkürzte. Den Schlusspunkt setzte dann erneut Kerschbaummair mit dem 2:4 in der 94. Minute.
Für den Trainer der Gastgeber lag die Niederlage nicht an einem klaren Unterschied zwischen den beiden Mannschaften, sondern an den entscheidenden Szenen in den Strafräumen. "Zwei unglückliche Gegentore und acht ungenutzte eigene Torchancen", brachte es Buchinger nach dem Schlusspfiff auf den Punkt. Genauer wurde er bei zwei Treffern der Gäste, die ihm besonders in Erinnerung blieben. "Das erste Tor war eine abgerissene Flanke und das dritte Tor ein abgefälschter Freistoß", sagte er. Damit erklärte er auch, warum ihn das Ergebnis mehr störte als die Art, wie seine Mannschaft auftrat. Buchinger sah Katsdorf nicht klar überlegen, sondern vor allem "glücklicher bei den Toren". Aus seiner Sicht war genau das der Knackpunkt in einer Partie, die lange offen blieb und erst in der Schlussphase endgültig entschieden wurde.
Bemerkenswert war nach dem 2:4 vor allem, dass Buchinger seine Mannschaft trotz der Niederlage nicht grundsätzlich kritisierte. "Ich bin mit der eigenen Leistung trotz Niederlage sehr zufrieden", sagte der neue Trainer, und diese Aussage passt zu seiner gesamten Einordnung des Nachmittags. Nicht die Spielanlage stand für ihn im Mittelpunkt, sondern die fehlende Belohnung vor dem Tor. Auf die Frage nach dem Unterschied zwischen beiden Teams antwortete er entsprechend knapp, aber deutlich: "Schlechte Chancenauswertung von Königswiesen." Auch rund um mögliche Diskussionen wollte er kein Nebenthema aufmachen. Stattdessen hielt Buchinger fest: "Sehr gute Leistung von Schiedsrichter Aliu." Für die Tabelle bedeutet das nach zwölf Runden, dass Königswiesen mit 20 Punkten auf Rang fünf bleibt, während die SPG Katsdorf mit 23 Zählern auf Platz drei klettert. Die vierte Saisonniederlage schmerzt also, Buchingers Aussagen zeigen aber auch, dass er in der eigenen Leistung mehr Positives als Negatives gesehen hat.